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YouTube blendet Faktencheck bei grenzwertigen Videos ein

12.03.2019 | 16:03 Uhr | Michael Söldner

Bei Videos zu Verschwörungstheorien oder den übertriebenen Gefahren von Impfungen blendet YouTube künftig Hinweise ein.

Auch das Video-Portal YouTube wird zur Verbreitung von Fake-News genutzt. Viele Inhalte zielen auf Verschwörungstheoretiker und Impfgegner ab, ohne dass die zugrundeliegenden Fakten hinterfragt werden. Dies will YouTube mit einem Faktencheck ändern, der bei problematischen Videos automatisch angezeigt werden soll. Zu Beginn soll hierfür in den Suchergebnissen ein Hinweis angezeigt werden, der auf eine Falschmeldung hindeutet und zusätzliche Informationen zum Thema verlinkt. Der Testlauf hierfür soll zuerst in Indien erfolgen. Später soll der Hinweis auch in anderen Ländern zu finden sein.

Als Prüfer hat YouTube mehrere Organisationen gewonnen, die die zugrundeliegenden Fakten eines fragwürdigen Videos prüfen. Indien wurde offenbar als Testlauf gewählt, um die Gerüchte und Falschmeldungen rund um das Nachbarland Pakistan zu reduzieren. In den USA sind hingegen Impfgegner ein gesellschaftliches Problem. Als Reaktion hat Amazon in diesem Monat Anti-Impf-Dokumentationen von seinem Marktplatz verbannt. YouTube will derartige Videos schwerer auffindbar machen, gleichzeitig lassen sich mit diesen Videos keine Werbeeinnahmen mehr erwirtschaften . Von einer Sperrung derartiger Videos distanziert sich YouTube aber, da sie häufig die Grenzen des Erlaubten ganz knapp nicht überschreiten würden. 

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