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Youtube: Das ändert sich in den Nutzungsbedingungen

20.05.2021 | 14:46 Uhr | Denise Bergert

Ab 1. Juni 2021 gelten für die Video-Plattform Youtube in Deutschland neue Nutzungsbedingungen.

Nachdem in den USA bereits im November 2020 einige Anpassungen bei den Nutzungsbedingungen von Youtube durchgeführt wurden, ändert Google ab 1. Juni 2021 auch hierzulande einige Punkte. Während Youtube die Änderungen in seiner E-Mail-Benachrichtigung als klein einstuft und beteuert, dass sich die neuen Nutzungsbedingungen „nicht wesentlich auf die Nutzung“ von Youtube auswirken sollen, sind in den Änderungen dennoch einschneidende Berechtigungen versteckt, die sich Google erteilen lässt.

Eine dieser einschneidenden Berechtigungen ist das Recht auf Monetarisierung, das sich Youtube mit den neuen Nutzungsbedingungen selbst einräumt. Bislang konnte der Videodienst-Betreiber nur in den Kanälen Videowerbung schalten, die auch für das Youtube-Partnerprogramm angemeldet waren. Durch das neue Recht auf Monetarisierung, kann Google nun in allen Kanälen Werbung schalten, ganz egal, ob der Kanalbetreiber dies möchte oder nicht. Änderungen gibt es auch bei der Besteuerung von Youtube-Einnahmen. Google stuft diese Einnahmen nun als Tantiemen ein und kann, sofern gesetzlich vorgeschrieben, Steuern anteilig einbehalten.

In den neuen Nutzungsbedingungen räumt sich Google jedoch nicht nur neue Rechte ein, sondern will auch den Datenschutz in Bezug auf seine Nutzer stärken. So hält der Konzern nun im Text spezifisch fest, dass Daten, welche die Identifizierung einer Person ermöglichen, nicht ohne deren Zustimmung erhoben werden dürfen. Daten zur Gesichtserkennung gehörten schon immer dazu, sie werden im neuen Text der Nutzungsbedingungen jedoch noch hervorgehoben. Auf diese Weise will Google sicherstellen, dass Drittanbieter Youtube beispielsweise nicht benutzen, um Gesichtsdatenbanken zu erstellen.

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