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Zuckerberg: Fakes haben kein Einfluss auf US-Wahl

14.11.2016 | 09:58 Uhr |

Mark Zuckerberg behauptet, die Falschmeldungen betragen nur einen kleinen Anteil aller News auf Facebook.

Unschuld vom Lande: Kritik, über Facebook würden sich in rasender Geschwindigkeit gefälschte Nachrichten und ganz spezielle Abbilder der Realität verbreiten und diese Fake-News hätten nun entscheidenden Anteil für den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl gehabt, weist Facebook-Chef Mark Zuckerberg zurück. Die Fake-News würden nur einen sehr kleinen Teil der auf Facebook geteilten Inhalte ausmachen, Wähler würden sich zudem aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen in der Wahlkabine entscheiden, meint Zuckerberg auf der Konferenz Techomy 2016 in San Francisco. Wenn man glaube, Fake-News auf Facebook hätten die Wahl entschieden, hätte man wohl das Signal nicht verinnerlicht, das die Trump-Anhänger mit ihrer Stimme gegeben hätten, führt Zuckerberg weiter aus. Einer Untersuchung des Pew Research Centers zu folge bildeten aber 20 Prozent der Nutzer sozialer Medien ihre Meiung über ein politisches oder soziales Thema anhand der Inhalte, die sie auf Facebook und Co sehen, 17 Prozent hätten ihre Ansichten über bestimmte Kandidaten darauf hin geändert.

Indes macht es Facebook den Nutzern nicht leicht, eine gefälschte News zu melden. Man muss sich durch mindestens drei Ebenen durchklicken, bis man zu der gewünschten Option gelangt. So geht's: Wenn Sie eine Nachricht auf Facebook sehen, die Ihrer Meinung nach der Wahrheit nicht entspricht, klicken Sie auf das kleine Dreieck in der rechten oberen Ecke des Beitrages. Nun erscheint ein Dialogfenster, von uns gesuchte Variante ist "Beitrag melden". Dann kommt ein Menüfenster mit drei Optionen, wir klicken auf die mittlere "Es sollte meiner Meinung nach nicht auf Facebook sein". Der Klick auf "Weiter" bringt den Nutzer zu einer weiteren Liste. Die Falschmeldung kann man mit der zweitletzten Zeile melden: "Es ist eine falsche Nachrichtenmeldung." Was danach kommt, sind drei Möglichkeiten: Die Seite oder den Nutzer komplett sperren, die Inhalte aus der eigenen Timeline ausblenden und eine Nachricht an den Verfasser der Falschmeldung senden. Ob Facebook selber bei der Verbreitung solcher Falschnachrichten eingreift, dazu schweigt der Support-Bereich. Im Grunde genommen erscheinen hier nach vier Schritten die selben Optionen, die ein Nutzer bereits in der Timeline hat.

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