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Zurück zur Natur

24.12.2008 | 00:01 Uhr |

Zurück zur Natur

Besonders das iPhone ermöglicht es heute, praktisch überall online vernetzt und vor allem erreichbar zu sein. Das ist natürlich grundsätzlich eine absolut feine Sache, und in einer Gletscherspalte wird jedes Handy zum Lebensretter, doch das Gefühl der wirklichen Abgeschiedenheit, der Kontakt mit Mutter Natur, die Rückbesinnung auf die Wurzeln der Menschheit geht beim Wandern dann doch verloren. Selbst in den Alpen gibt es mittlerweile auch eher wenige Flecken, an denen man ohne Empfang unterwegs ist. Dies ist natürlich sinnvoll für Notfälle, doch sollte man wenigstens das Handy ausschalten, wenn man ungestört wandern möchte.

Die allgemeine Erreichbarkeit ist jedoch nicht nur Segen, sondern kann auch ein sozialer Fluch sein: Es gilt in vielen Bereichen der Gesellschaft mittlerweile als geradezu unmöglich, wenn man einmal nicht erreichbar ist, auch am Wochenende. Ist dies wirklich, was wir wollen?

Zum Glück gibt es da noch die altbackenen User oder gleich die Totalverweigerer, die uns irgendwann einmal zurückhelfen können ins normale Leben. Wo Computerchecker auf Normalsterbliche herabschauen, kann sich der Spieß nämlich schnell umdrehen: Wer weiß besser als Mutter, wie man Weinflecken aus der Hose bekommt? (Selbst Geeks fragen hierzu Mutti ) Wer weiß besser als Vater, wie man eine Katzenklappe baut? Und was bitte kann schöner sein, als mit einer umwerfenden Frau zum Essen, dann ins Theater und schließlich noch in eine gediegene Bar oder auf einen nächtlichen Spaziergang gehen zu dürfen? Gibt es ein besseres Gefühl, als im Morgengrauen auf einen Berg zu steigen und dort oben trocken Brot, einen Apfel und kaltes Wasser zu genießen, während anderthalb Kilometer weiter unten langsam der Tag beginnt? Kein Betriebssystem dieser Welt außer Mensch 1.0 kann einem dieses Gefühl geben.

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