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Zwei Ansichten

28.10.2006 | 09:00 Uhr

Zwei Ansichten

Das Fenster des Job Jacket Managers verfügt über zwei unterschiedliche Ansichten, eine Grundeinstellung und einen erweiterten Modus. Nur in letzterem lassen sich beispielsweise Regeln für Preflight sowie Farbeinstellungen, Ausgabestile oder Ausgabespezifikationen (dazu gehören unter anderem Bildfarbraum, Bildauslösung, Ausgabemethode und Rasterfrequenz) festlegen. In der Grundeinstellung kann man Regeln und Ausgabespezifikationen nur zuweisen, nicht aber definieren, so dass man für die Definition auf jeden Fall in den unübersichtlicheren Expertenmodus wechseln muss.

Ebenfalls nicht einfach zu durchschauen sind die Abhängigkeiten zwischen den verschiedenen Ticket-Einstellungen. So weist man Ausgabestile ein Mal auf der obersten Ebene dem Ticket zu, wählt sie aber nochmals als Unterpunkt einer Ausgabespezifikation aus. Die­se ist dann wiederum Bestandteil eines Layouts. Letzteres ist dadurch bedingt, dass Xpress mehrere Layouts in einem Projekt verwalten kann, mit jeweils unterschiedlichen Einstellungen. Deshalb kann jedes Ticket mehrere Layoutvorgaben umfassen, alle vordefinierten Layouts werden dann beim Erstellen eines neuen Projekts automatisch erzeugt.

Preflight mit Einschränkung

Das gute an der ganzen Geschichte ist, dass man die Definition von Job Jackets und Job Tickets nur ein Mal vornehmen muss und sie dann für alle gleichartigen Projekte verwenden kann, da sich Job Jackets mehrfach nutzen lassen. Dies stellt man entweder bei der Erstellung ein, oder kann es nachträglich über „Ablage > Kollaborationseinstellungen“ ändern. In beiden Fällen wird eine XML-Datei mit allen Einstellungen gespeichert, die man dann weitergeben kann. So kann ein Auftraggeber Job Jackets definieren und an den Layouter schicken, wobei aber nicht sämtliche Parameter definiert sein müssen. Nur die jeweils für den Job wichtigen sind erforderlich. Es gibt auch die Möglichkeit, ein schon vorhandenes Dokument mit einem Job Jacket nachträglich über „Ablage > Job Jackets > Projekt verknüpfen“ zu verbinden und dadurch Einstellungen zu übernehmen. Layoutspezifizierungen wie Anzahl der Seiten, Seitengröße und Ränder werden in diesem Fall nicht berücksichtigt, also im schon vorhandenen Dokument nicht geändert.

Denkbar sind auch Job Jackets, die nur bestimmte Funktionen erfüllen. So ist es möglich, ein Jacket nur mit Prüfregeln und Ausgabespezifikationen für den Pre­flight zu definieren, ein Projekt mit diesem zu verknüpfen, die Einstellungen in das Job Ticket (Ablage > Job Jackets > Job-Ticket modifizieren) zu übernehmen und dann das Layout zu evaluieren. Einen eklatanten Nachteil hat die Preflight-Funktion von Xpress jedoch: Das Fenster mit den Prüfergebnissen ist modal, so dass man nicht zu den gefundenen Fehlern springen und diese dann sofort im Dokument korrigieren kann. Bevor man im Layout weiterarbeiten kann, muss man das Fenster zuerst schließen. Und dann wieder öffnen, um die nächste Problemstelle zu aktivieren.

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