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iMac 2020: Lieferzeit beträchtlich verlängert

07.07.2020 | 14:20 Uhr | Thomas Armbrüster

Der iMac 27 Zoll hat momentan eine lange Lieferzeit. Anzeichen für ein neues Modell, noch mit Intel-CPU?

Update vom 7. Juli 2020: Lieferzeiten stark verlängert

Die Lieferzeiten für den iMac 27 Zoll haben sich beträchtlich verlängert. Während man auf das Basismodell rund drei Wochen warten muss, sind es bei den beiden teureren Versionen zwei Monate, also bis zum September. Das könnte daran liegen, dass Apple vorerst noch kein überarbeitetes Modell liefern kann, aber auch nicht mehr das aktuelle Modell auf Lager hat, zumindest bei den beiden teureren Modellen. Der iMac 21,5 Zoll ist dagegen laut Apples Online-Shop weiterhin kurzfristig verfügbar.

Update vom 2. Juli 2020: Erster iMac-Prozessor bestätigt

Auf Geekbench sind laut Apple Insider und Mac Rumors die Daten eines bisher unbekannten Macs aufgetaucht, bei dem es sich mit aller Wahrscheinlichkeit um ein neues iMac-Modell handelt. Dieses hatte man schon zur WWDC erwartet, siehe Bericht weiter unten. Wie wir schon vermutet hatten, ist der iMac mit einem Prozessor der 10. Generation (i9-10910) und einer Grafikkarte aus der 5000er Reihe von AMD (AMD 5300) ausgestattet. Die Prozessorbezeichnung i9-10910 lässt sich in Intels Datenbank noch nicht finden. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich um eine Variante des i9-10900K mit niedrigerem Stromverbrauch (TDP), der für Apple gefertigt wird. Der i9-10910 hat einen Basistakt von 3,60 GHz und einen Turbo Boost von 4,70 GHz und vermutlich eine TDP von 95 Watt. Die Werte für den i9-10900K liegen laut Intels Datenbank bei 3,70 GHz und 5,30 GHz und 125 Watt. Beide Varianten haben 10 Kerne und 20 MB Cache.

Core i9-10910

10

3,60 GHz

4,70 Ghz

ja

20 MB

DDR4-2933

128 GB

95W (?)

Core i9-10900K

10

3,70 GHz

5,30 GHz

ja

20 MB

DDR4-2933

128 GB

125W

Meldung vom 17. Juni 2020: iMac 2020 kündigt sich an

Sicher ist es zwar nicht, dass Apple auf seiner Entwicklerkonferenz am 22. Juni auch ein neues iMac-Modell vorstellen wird. Aber es gibt jetzt weitere Hinweise, dass dies der Fall sein könnte. Vor allem wird darüber spekuliert, dass der iMac nun mit einem dünneren Displayrahmen gebaut werden soll. Ebenfalls sagt die Gerüchteküche, dass es ein Modell mit 23-Zoll-Display geben könnte, das wegen des dünneren Rahmens aber nicht größer sein wird als das bisherige 21,5-Zoll-Modell.

Da Intel in diesem Quartal auch eine ganze Reihe von neuen Desktop-Prozessoren der 10. Generation auf den Weg gebracht hat, haben wir uns angeschaut, welche davon eventuell für einen neuen iMac infrage kämen. In den bisherigen iMacs sind, mit Ausnahme der beiden Spitzenmodelle mit einem Prozessor aus der neunten Generation, noch Prozessoren aus Intels achter Baureihe verbaut, und zwar vom Core-i3 bis zum Core-i7. Auch in der 10. Baureihe sind in Intels Datenbank entsprechende Typen zu finden. Im Gegensatz zur achten Baureihe unterstützen nun alle Prozessoren Hyperthreading und Turboboost. Die i3-Baureihe hat vier Kerne, die i5-Prozessoren sind mit deren sechs ausgestattet, und der i7 kann mit acht Kernen aufwarten. Und das i9-Spitzenmodell verfügt über zehn Kerne.

Alle Prozessoren unterstützen DDR4-Speicherbausteine, wobei die i7 und i9 etwas schneller getaktete Versionen verwenden. Maximal lassen sich 128 GB ansprechen. Da Apple auch im bisherigen iMac K-Prozessoren mit einem höheren Basistakt als beim jeweilige Standardmodell verwendet, haben wir diese ebenfalls in die Tabelle aufgenommen. Diese haben mit 125 Watt einen deutlich höheren Stromverbrauch (TDP) als die anderen Modelle, die mit 65 Watt von Intel angegeben sind. Sie lassen sich laut Datenbank aber auf 95 Watt herunter takten und würden damit beim Stromverbrauch den bisher verbauten K-Prozessoren entsprechen.

Bezeichnung

Kerne

Basistakt

Turboboost

Hyperthreading

Cache

Speichertyp

Speicher maximal

TDP

Core i3 10100

4

3,60 GHz

4,30 GHz

ja

6 MB

 DDR4-2666 

128 GB

65W

Core i3 10300

4

3,70 GHz

4,40 GHz

ja

8 MB

 DDR4-2666 

128 GB

65W

Core i3 10320

4

3,80 GHz

4,60 GHz

ja

8 MB

 DDR4-2666 

128 GB

65W

Core i5-10400

6

2,90 GHz

4,30 GHz

ja

12 MB

 DDR4-2666 

128 GB

65W

Core i5-10500

6

3,10 GHz

4,50 GHz

ja

12 MB

 DDR4-2666 

128 GB

65W

Core i5-10600

6

3,30 GHz

4,80 GHz

ja

12 MB

 DDR4-2666 

128 GB

65W

Core i5-10600K

6

4,10 GHz

4,80 GHz

ja

12 MB

 DDR4-2666 

128 GB

125W

Core i7-10700

8

2,90 GHz

4,80 GHz

ja

16 MB

DDR4-2933

128 GB

65W

Coer i7-10700K

8

3,80 GHz

5,10 GHz

ja

16 MB

DDR4-2933

128 GB

125W

Core i9-10900

10

2,80 GHz

5,20 GHz

ja

20 MB

DDR4-2933

128 GB

65W

Core i9-10900K

10

3,70 GHz

5,30 GHz

ja

20 MB

DDR4-2933

128 GB

125W

Was neben neuen Prozessoren ebenfalls zu erwarten ist, sind neue Grafikprozessoren. Dass sie wie bisher von AMD stammen, ist sicher. Bisher haben die iMacs Grafikkarten aus der Baureihe 500 der Radeon Pro Reihe verwendet, die unter anderem auch im Macbook Pro 15 Zoll verbaut waren. Daher könnte ein neuer iMac nun die Grafikprozessoren aus der AMD-Serie 5000 verwenden, die das Macbook Pro 16 Zoll verwendet. Sie haben die neue RDNA Architektur, unterstützen GDDR6-Speicher und werden im 7nm-Verfahren produziert.

Ein neuer iMac dürfte auch das Ende des Fusion Drives bedeuten, Apples Konstrukt aus einer kleinen SSD und einer Festplatte. Wie beim Mac Mini und den Macbooks wird wohl eine SSD mit 256 GB Speicherplatz zukünftig die Basisausstattung sein. Auch der T2-Chip wird im neuen iMac Einzug halten, sodass dann alle Macs mit diesem Sicherheitschip ausgestattet sein werden.

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