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iMac 5K: So platzieren Sie RAM-Speicher für maximale Leistung

04.09.2020 | 09:13 Uhr | Stephan Wiesend

Die Position eines RAM-Speichers kann die Leistung deutlich verringern, wie eine Performance-Messung zeigt.

Der neue iMac 5K ist einer der wenigen Macs, bei denen man noch den Arbeitsspeicher selbst aufrüsten kann. Die vier Steckplätze sind über eine Klappe zugänglich, in der Standardausstattung mit 8 GB RAM findet man hier zwei 4-GB-Module vor.

Wie Messungen der Seite Barefeats jetzt zeigen, kann man beim Aufrüsten mit dazugekauftem Speicher aber einige Fehler machen. Der Hintergrund: Man kann RAM-Module verschiedener Größe und Hersteller zwar frei mischen, für die optimale Leistung ist aber Dual-Channel-Unterstützung nötig. Dazu müssen jeweils zwei RAM-Bausteine die gleiche Größe haben – etwa 2×4 GB oder 2×16 GB. Das ist nicht neu und vielen Anwendern bekannt, ob dies aber auch bei neuesten iMacs eine Bedeutung hat, wird wohl mancher bezweifeln.

Nicht nebeneinander

Was nicht alle wissen: Die beiden Module müssen außerdem in bestimmte Slot der vier verfügbaren Slots eingesteckt werden – und zwar über Kreuz und nicht nebeneinander. Hat man zwei Bausteine, müssen sie also in die Slots 1 und 3 oder 2 und 4 gesteckt werden. Bei einer ungünstigen Anordnung sinkt die Datentransferrate der Speicherriegel deutlich, wie Messungen der RAM-Leistung mit einem Tool von Diglloyds zeigten. Bei zwei nebeneinander angeordneten 16-GB-Modulen sank die Leistung von 23.5535 MB/s (für aktuelle RAM-Bausteine ein üblicher Wert) auf 11.989 MB/s. Ähnliche Unterschiede in der Performance gab es auch bei Messungen mit 32-GB-Riegeln. Bei den 4-GB-Bausteinen sank die Leistung dagegen nur von 14 776 auf 1.0378 MB/s.

Das Mischen von mehreren Größen ist dagegen unproblematisch, auch bei der Kombination von zwei 4-GB-Riegeln mit zwei zusätzlichen 16-GB oder 32-GB-Modulen sank die Leistung nicht – sofern sie nicht in Paaren angeordnet waren.

Sind die Unterschiede in der Praxis relevant

Die Leistungsunterschiede sind zwar mit einem Benchmarkprogramm messbar, die meisten Anwender würden in der Praxis aber kaum einen Unterschied feststellen. Anders sieht dies aber bei Profi-Anwendern aus, die etwa aufwendige Simulationen durchführen oder aufwendige Videoanwendungen nutzen.

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