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iMessage: Apples MMS-Alternative

06.06.2011 | 22:48 Uhr |

iMessage: Apples MMS-Alternative

Apple hat eine eigene Form der Direktnachrichten eingeführt.
Vergrößern Apple hat eine eigene Form der Direktnachrichten eingeführt.
© Apple

iOS 5 wird eine neue Nachrichtenfunktion mitbringen, die SMS und MMS überflüssig machen könnte – zumindest für Nutzer vom iPhone, iPod Touch und iPad . Denn iMessage bietet Direktnachrichten, die auch Bilder enthalten können, ist kostenlos und basiert auf Datenübertragung statt auf alten Mobilfunkstandards wie die SMS. Apple hat jedoch nicht verrraten, ob iMessage ein offenes Protokoll ist, das auch andere Hersteller nutzen könnten. Ansonsten wäre es eine reine Insellösung für iOS. Anbieter von Apps wie Whatsapps werden sich jedoch sicherlich ärgern.

Twitter – überall

Der Kurznachrichtendienst Twitter ist ab iOS 5 ein fester Bestandteil des Systems. Der Nutzer kann sich in den Systemeinstellungen einloggen und somit verschiedene Systemfunktionen in Kombination mit Twitter nutzen. Beispielsweise kann man aufgenommene Fotos direkt twittern, Webseiten aus Safari heraus an seine Follower weiterleiten oder Youtube-Filme und Maps-Standorte mit anderen per Twitter teilen.

Jederzeit fotografieren

Apple nimmt die eingebaute Kamera des iPhone ab iOS 5 noch wichtiger. Der Nutzer soll die entsprechende Funktion schneller finden und schneller nutzen können. Deshalb erreicht man die Kamera-App dann direkt über einen neuen Knopf auf dem Sperrbildschirm. Auch in der Multitaskingleiste, die per Doppelklick auf den Home-Button geöffnet wird, soll die Kamera jederzeit gestartet werden können.

Apple erlaubt es dann auch, einen der Lautstärkeknöpfe als Auslösen zu nutzen. Endlich muss man dann nicht mehr die richtige Stelle auf dem Touchscreen treffen, um den perfekten Schnappschuss zu landen. Früher hatte Apple es Drittentwicklern verboten, die iPhone-Tasten als Kameraauslöser zu nutzen. Jetzt haben sie selbst gemerkt, dass es eigentlich eine gute Idee ist. Apple gräbt Drittentwicklern von Fotobearbeitung auf dem iPhone auch das Wasser ein wenig ab. Denn iOS 5 beherrscht dann bereits einige wichtige Funktionen der Bildbearbeitung: Beschneiden, Rote-Augen-Entfernung, Autokorrektur und mehr.

Besser surfen

Safari für das iPhone und iPad erhält ebenfalls neu Funktionen. So bekommt der mobile Safari die "Reader-Funktion" des Mac-Safaris. Hier werden Webartikel lesefreundlich dargestellt (auch mehrseitige Artikel), indem nur Test und Bilder übrig bleiben. Zudem hat sich Apple bei Anbietern wie "Reat it later" inspirieren lassen. Der Browser unter iOS 5 unterstützt eine "Reading List", bei der man Artikel in eine Art Warteschlange einsortieren kann, um sie später zu lesen.

Auf dem iPad unterstützt Safari zukünftig auch Tabs, was paralleles Surfen etwas übersichtlicher machen sollte.

Aufgaben verwalten

Reminders bringt die lange vermisste Aufgabenverwaltung.
Vergrößern Reminders bringt die lange vermisste Aufgabenverwaltung.
© Apple

Es hat ganze vier Jahre gedauert, bis Apple endlich eine eigene To-Do-Verwaltung in iOS eingebaut hat. Mit der App "Reminders" werden Nutzer erstmals Aufgaben aus iCal oder anderen Anwendungen wie Outlook mit dem iPhone abgleichen können. Bislang boten nur Drittanwender derartige Apps.

Neben Terminerinnerungen gibt es Local Notifications. Dies basieren nicht auf Terminen, sondern auf dem Aufenthaltsort. Verlässt oder betritt man einen bestimmten Bereich, wird man an eine Aufgabe erinnert. Die Wäsche aus der Reinigung zu holen – nur als ein mögliches Beispiel.

Wann und für wen?

iOS 5 ist bislang nur als Vorabversion für Entwickler zu haben. Die Endnutzer werden erst ab dem Herbst in den Genuss des neuen Systems mitsamt der frischen Funktionen kommen. Mutmaßlich ist dann auch das nächste iPhone auf dem Markt. Apple wird vermutlich beides gleichzeitig auf den Markt bringen. Nicht jedes i-Gerät kann iOS 5 installieren. Nutzer benötigen mindestens ein iPhone 3GS, iPod Touch der dritten Generation oder ein iPad .

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