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iOS 10.1 schließt Sandbox-Lücke, bringt Wi-Fi-Calling

25.10.2016 | 13:15 Uhr |

In der Nacht auf Dienstag hat Apple das Update auf iOS 10.1 herausgebracht. Neben einer langen Liste von Bugbereinigungen gibt es ein paar neue Funktionen.

Als Vorbereitung auf die kommende Keynote am Donnerstag hat Apple jede Menge Updates veröffentlicht, neben watchOS und tvOS dürfte wohl macOS Sierra 10.12.1 die wichtigsten Aktualisierungen mit sich tragen, wollte doch der Hersteller das Betriebssystem an die neuen Macbooks mit einer neuen OLED-Leiste noch vor der Veröffentlichung anpassen.

Doch auch iOS 10.1 erfüllt eines von Apples Versprechen von der iPhone-Keynote im September: Der Portrait-Modus mit Bokeh-Effekten ist nun für das iPhone 7 Plus freigeschaltet. Ebenfalls neu sind die Unterstützung von ÖVPN-Infos in Japan, Apple Maps kann ebenfalls die Tarife bei den alternativen Routen vergleichen. Die deutschen Nutzer, insbesondere die Kunden von O2 und Vodafone, dürfen sich ebenfalls freuen. Die beiden Netzbetreiber haben das sogenannte Wi-Fi-Calling für iPhones aktiviert, diese Funktion ermöglicht es, die Telefonanrufe über das verfügbare WLAN-Netz zu tätigen, falls die Netzabdeckung des Providers zu schwach ist. Dies berichten die Kollegen der Macerkopf . Die Telekom hatte Wi-Fi-Calling bereits mit iOS 10 zur Verfügung gestellt.

Viele Bugs sind in Mail berichtigt, so verhinderte ein Fehler die Darstellung der Suchleiste in der App. Auf die Liste der behobenen Fehler hat auch dieses Jahr ein bekannter Klassiker geschafft. Mit "Beheben eines Problems, das das ordungsgemäße Aktivieren von Wecktönen verhinderte" meint Apple den Wecker-Fehler, der von Jahr zu Jahr bei der Zeitumstellung die iPhone-Nutzer verschlafen ließ. Wir berichteten darüber 2010 und 2015 , hier gibt es Berichte aus dem Jahr 2013 , wir sind gespannt auf die Uhrenumstellung an diesem Wochenende in Europa - in den USA endet die "Daylight Saving Time" erst eine Woche später.

Sicherheit

Die Liste der behobenen Sicherheitsbugs ist diesmal nicht sonderlich lang, dennoch finden sich dort ein paar kritische Löcher, die die Forscher noch in August an Apple kommuniziert hatten . Dabei handelt es sich um die fehlerhaften Sicherheitsmechanismen von Sandbox, die Kontakte und Medien ablesen ließen und Zugriffe auf Systemressourcen erlaubten. Dazu waren die Forscher im Stande, solche Schwachstellen nicht mehr händisch, sondern automatisch aufspüren. Das Update auf iOS 10.1 ist schon insofern ratsam, als dass die Forscher diese Schwachstellen auf einer Sicherheitskonferenz veröffentlichen wollen, die gerade in Wien stattfindet.

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