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iOS 10.3 findet verlorene AirPods wieder

28.03.2017 | 17:50 Uhr |

Das Update auf iOS 10.3 bringt wieder innovative Features. So lassen sich verloren gegangene AirPods wieder aufspüren und Entwickler bekommen nun endlich die Möglichkeit, Rezensionen ihrer Apps direkt im (Mac) App Store zu beantworten.

Update 28.03.2017 : Nach rund zwei Monaten Entwicklungszeit und acht Beta-Versionen steht das iOS 10.3 für jedermann bereit und kann heruntergeladen werden.

Mehr Geschwindigkeit für iOS 10.3

Eigentlich haben wir uns nach dem Umstieg auf APFS etwas mehr in Sachen Geschwindigkeit erhofft. Doch Alltagsaufgaben wie Kopieren von Dateien oder Export in andere Formate nehmen eigentlich die gleiche Zeit in Anspruch wie noch unter iOS 10.2.1. So dauert der Systemstart auf einem iPhone 6S 18 Sekunden, ebenso wie unter der Vorgänger-Version. Beim Öffnen und Exportieren einer großen Excel-Tabelle sind auch keine Unterschiede bemerkbar, beim Öffnen der Datei ist sogar das iOS 10.3 um ein Bruchteil der Sekunde langsamer, beim Export überholt es das iOS 10.2.1 um eine Sekunde. Was das APFS eigentlich ausmacht, sieht man beim Export eines großen 4K-Videos: Hat das iPhone unter iOS 10.2.1 für die Aufgabe noch 23 Sekunden dafür gebracht, dauert der Export unter iOS 10.3 nur 3,74 Sekunden, ein sechsfacher Geschwindigkeitsgewinn! Dies kann man erklären, dass das APFS die Dateien nicht mehr beim Kopieren nicht mehr neu anlegt. Hat man die gleiche Videodatei auf dem iPhone beschnitten, hat das Prozedere die gleiche Zeit gedauert.

Gemessen mit iPhone 6S

iOS 10.2.1

iOS 10.3

Systemstart

18 Sek

18 Sek

Öffnen einer großen Excel-Datei mit Excel für iOS

2,75 Sek

2,8 Sek

Exportieren einer Excel-Datei als ODS

10,49 Sek

9,45 Sek

Duplizieren einer 4K-Videodatei über die Option "Kopie

23 Sek

3,74 Sek

Die offensichtlichste Neuerung in iOS 10.3 ist die Aufnahme der AirPods in die Funktion "Mein iPhone suchen". Der Schritt ist nur logisch, sind doch alle Geräte, die mit einer Apple ID verknüpft sind, per Web oder von einem anderen Gerät über die App auffindbar. Dazu hat die Öffentlichkeit gleich nach der Vorstellung der AirPods gespottet, die drahtlosen Kopfhörer von Apple sind nur zu leicht zu verlieren. Das Problem hatten aber nicht alle Tester, meist blieben die Stöpsel selbst beim Sport im Ohr. Verliert oder verlegt man sie doch, ist die Neuerung in iOS 10.3 aber gewiss hilfreich.

Apple hat ebenfalls alle Apple-ID-Dienste zusammengefasst und diese in den Einstellungen-App ganz prominent an der ersten Stelle platziert. Dort kann man bequem die Zwei-Faktor-Authentifizierung einschalten, Passwörter und die Zahlungsdaten ändern.

Mehr Speicher dank APFS

Es klingt etwas absurd und unglaublich, doch die Installation von iOS 10.3 hat auf unserem betagten iPhone 5S mit 16 GB Speicherplatz rund ein Gigabyte Platz frei geschaufelt. Noch vor der Installation war auf unserem iPhone ein bisschen mehr als ein Gigabyte verfügbar, nach der Installation ohne Änderungen und Löschungen über zwei Gigabyte. Warum das so ist und was sich im Unterbau von iOS 10.3 geändert hat, lesen Sie hier. Wir sagen nur: Apple File System (APFS).

Auch Siri und Carplay haben ein paar Neuanstriche bekommen: Mit Siri wird es nun leichter, über Apps von Dritten zu zahlen und die Rechnungen zu überprüfen. Auch mit den Apps im Auto versteht sich Siri deutlich besser.

Nach und nach verabschiedet sich Apple von 32-Bit-Apps. Die Geräte sind längst aus dem Produktportfolio verschwunden, so soll auch die Software auf dem neuesten Stand sein. In der Einstellungen-App, Bereich "Allgemein" unter "Infos" erscheint nun der neue Eintrag "Apps", dort kann man nachschauen, welche Apps seit langem von dem Entwickler nicht mehr aktualisiert wurden. Daraus verweist das System in den App Store, mit dem Hinweis, man möge sich mit dem Entwickler in die Verbindung setzen. Wenn die App nicht mehr im Store ist, erscheint eine entsprechende Warnung.

Unter Tastaturen in den allgemeinen Einstellungen kann man nun die Rechtschreibprüfung und die Vorschläge für Wörter bei den unterstützten Sprachen ein- oder ausschalten. Leider geht das nicht für auf dem iPhone installierte einzelne Sprachen, sondern für alle gleichzeitig.

Apple hat ebenfalls auf die Spam-Flut Ende letztes Jahres reagiert: Im Kalender ist es nun möglich, unerwünschte Werbung zu löschen und als Spam zu markieren.

Bei den Nachrichten-Einstellungen kann man die Kontaktfotos ausblenden lassen. Auch Podcast bzw. Nachrichten hat Apple aufgebohrt. So lassen sich die Podcasts direkt über Nachrichten teilen und dort abspielen.

Auch an der Sicherheit hat Apple nachgebessert. Laut den Sicherheits-Contents für iOS 10.3 sind rund 70 Lücken in der aktuellen Version berichtigt. Auffällig viele sind diesmal in Bereich Schriften und Schriftenverwaltung gelagert: Eine gefälschte Font-Datei führte zur Code-Ausführung. Eine ziemlich fiese Lücke hat Apple für die Zwischenablage geschlossen: Die Inhalte in der Zwischenablage waren nur mit Geräte-UID verknüpft. Dies könnte zu Folge haben, dass der Angreifer die Zwischenablage auslesen könnte, wenn er im Besitz des iPhones war. Mit der aktuellen Version sind die Inhalten mit der Geräte-UID und dem Passcode geschützt. Sprich, das unbefugte Auslesen ist nicht mehr möglich. 

Update 17.03.2017:

Schon knapp drei Tagen nach der letzten Version gibt Apple eine weitere Beta-Version von iOS 10.3 an die Entwickler und freiwillige Tester frei. Ein Donnerstag- bzw. Freitag-Release und verkürzte Zeit zu der Vorgänger-Version sind deutliche Zeichen für die fertige Version nächste Woche. Womit wir aber nicht rechnen, ist ein Special Event im fraglichen Zeitraum. Dafür sollte Apple zumindest Journalisten einladen, diese Einladung fehlt jedoch bis jetzt. Wenn überhaupt, können noch für das Event die Kalenderwochen 13 bis 14 in Frage kommen. Ansonsten bleibt für Apple immer noch eine Möglichkeit, neue Produkte per Pressemitteilung bekannt zu geben.

Update 14.03.2017:

Die öffentlichen Betas sowie die Versionen für die Entwickler kommen nun seit mehreren Wochen in einem wöchentlichen Turnus heraus, die Beta mit der Folgenummer sechs landete gestern auf den iPhones und iPads registrierter Entwickler, die Public Beta sollte heute folgen. Es ist davon auszugehen, dass es höchstwahrscheinlich die letzte Beta vor der endgültigen Veröffentlichung sein wird . Für die kommende Woche könnte Apple ein Special Event planen und dabei neue Produkte vorstellen, auf denen zum Verkaufsstart die jüngste Betriebssystemfassung iOS 10.3 installiert sein dürfte.

Update 28.02.2017:

Eine Woche nach dem dritten Update hat Apple die Nachfolger-Version von iOS 10.3 veröffentlicht. Wenn man sich den wöchentlichen Turnus und eine mögliche Anzahl der Beta-Versionen vor dem endgültigen Release anschaut, kann man zumindest gut begründet auf das kommende Event Mitte-Ende März spekulieren. Wenn man ferner annimmt, dass Apple iOS 10.3 kurz danach oder noch während der Keynote veröffentlichen will, werden dafür zwei bis drei Wochen benötigt. Apple veröffentlicht meist für die Zwischen-Updates fünf bis sechs Zwischenschritte als Beta-Versionen, zwischen den späteren Betas liegt meistens eine Woche Zeit. So rückt der Veröffentlichungstermin am 13. oder am 20. März in unmittelbare Nähe.

Update 21.02.2017:

Gestern Nacht hat Apple zusammen mit der Beta-Version von macOS Sierra ebenfalls alle seine mobile Betriebssysteme mit einem Update bedacht. Die Entwickler können sich die Version bereits aus dem Download-Portal von Apple oder über Systemeinstellungen auf dem Gerät herunterladen. Neben bereits angekündigten Neuheiten wie "Meine Airpods finden" gibt es eine Warn-Option für Apps im Zuge des Umstiegs auf das neue Dateisystem . Unter Einstellungen findet sich der neue Eintrag "App-Kompatibilität", der die Nutzer informiert, dass die App veraltet ist und gegebenenfalls mit den nächsten iOS-Versionen nicht mehr funktionieren kann. Solche Warnung ist bereits in den früheren Versionen von iOS 10 implementiert, diese erscheint nur sporadisch, wenn Nutzer die App aktiv startet. Mit der "App-Kompatibilität" hat der Anwender eine komplette Übersicht der veralteten Apps.

Update 07.02.2017 :

Seit gestern Abend steht nun die zweite Beta des kommenden iOS 10.3 für Entwickler bereit. Nach dem für Apple gewöhnlichen Turnus zu urteilen, werden Teilnehmer des öffentlichen Beta-Tests die neue Version heute Abend erhalten. Viel hat sich im Vergleich zur ersten Beta nicht getan. Eine wichtige Neuerung, die die Nutzer nicht mitbekommen, ist der Umstieg auf das neue Dateisystem APFS. Was das System mit sich bringt, welche Vorteile und Nachteile werden die Nutzer und Entwickler, lesen Sie in unserem ausführlichen Artikel.

Ursprüngliche Meldung vom 25.01 :

Die AirPods halten nicht bei jedem fest in den Ohren , aber auch wer sie beim Sport nicht verliert, steckt doch in der Gefahr, sie zu verlegen. Mit iOS 10.3 wird ein neues Feature die Verlustängste reduzieren: "Find my AirPods". Liegen die verlegten Ohrstecker in Bluetooth-Reichweite des iPhones oder eines anderen mit der gleichen Apple ID verbundenen iOS-Geräts, spielt die AirPods-Suche einen Ton ab. Gingen die AirPods nicht einfach nur verloren, sondern wurden sie "ausgeborgt" und stecken noch in den Gehörgängen des mehr oder minder legitimen Zweitnutzers, wird der Ton allmählich lauter - auch, bis es weh tut. Optional lässt sich der Klang in einem oder in beiden AirPods abspielen. Sind die AirPods entladen oder stecken ausgeschaltet in ihrem Case, nennt die App immerhin noch den letzten dokumentierten Aufenthaltsort der Ohrhörer. Die Funktion bekommt jedoch keine neue App, sondern wird in die iPhone-Suche integriert - mit der man ja auch seine iPads, iPods und Macs wieder aufspüren kann.

Während die Updates dieser Woche für Mac, iPhone, iPad, Apple und Apple TV keine neuen Funktionen brachten, soll sich nicht nur in iOS 10.3 etwas ändern, eine wesentliche Neuerung greift auch mit macOS 10.12.4. Für Entwickler wird Apple endlich einen wichtigen und schon lange geforderten Kanal zu den Nutzern öffnen: Musste man Rezensionen im (Mac) App Store bisher einfach hinnehmen, kann man als Anbieter einer App in Zukunft auf die Kritik der Anwender direkt antworten. So lässt sich bereits an der Antwort zur Bewertung erkennen, ob der Entwickler die Beschwerde ernst nimmt und einen vorhandenen Fehler mit einem Update ausbügeln konnte - bisher blieb derartige Kritik, auch wenn sie berechtigt war, einfach unkommentiert stehen, unabhängig von einer Reaktion des Anbieters. Wie genau das System funktionieren soll, hat Apple noch nicht gesagt.

In Apples Entwicklerprogramme Apple Developer Connection (ADC) registrierte Entwickler haben die ersten Betas von iOS 10.3 und macOS 10.12.4 bereits erhalten, für den Public-Beta-Test wird Apple die Updates in Kürze bereit stellen.

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