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iOS 13.2 Beta 2: Neue Emojis, Siri-Aufzeichnung abschalten

11.10.2019 | 11:38 Uhr | Peter Müller

iOS 13 kommt nach und nach, nun ist die zweite Beta von iOS 13.2 erschienen, die wesentliche Neuerungen bringt.

Update vom 11. Oktober:

Zweite Beta: iOS 13.2 liegt seit gestern in einer zweiten Beta-Fassung vor, bisher nur für Entwickler. Das nächste Update zieht die Funktion Deep Fusion nach, die Apple bereits auf der iPhone-Keynote Anfang September gezeigt hatte: Kontrastreiche Bilder mit hohem Dynamikumfang sind dann auch bei mittleren Lichtverhältnissen mit iPhone 11 und iPhone 11 pro möglich. Doch die zweite Beta bringt weitere Neuerungen. So bekommt Siri nun die im Sommer versprochenen Einstellungen zur Privatsphäre, ein neuer Splash-Screen gibt den Anwendern die Möglichkeit, sich von der Qualitätskontrolle auszuschließen und keine Gesprächsfetzen, auch nicht randomisiert und anonymisiert, an Apple zu senden. Dies kann man auch nach der Installation noch in den Einstellungen bei den Datenschutz-Settings abstellen, ebenso lässt sich der Verlauf der Siri-Kommandos und -Diktate löschen. Die im Unicode-Standard 12 definierten neuen Emojis kommen nun auch auf das iPhone, erstmals tauchen sie in iOS 13.2 Beta 2 auf, etwa ein Blindenhund, ein Banjo oder eine Knoblauchknolle. Beim Löschen und Ausrichten von Apps ändert sich auch etwas: Drückt man lange auf ein App-Icon, erscheint im auftauchenden Menü nun gleich die Option diese bestimmte Anwendung zu Löschen, anstatt "Apps auf Home Screen neu ausrichten" heißt es in einem anderen Menüpunkt nun "Homescreen bearbeiten" – dies musste man bisher bemühen, um Apps zu löschen. Auf iPhone 11 und 11 Pro (Max) kann man nun in der Kamera-App die Auflösung und die Framerate von Videos ändern. Mit den Airpods ab der zweiten Generation und einigen Beats-Kopfhörern kann man sich einkommenden Nachrichten von Siri direkt vorlesen lassen, ohne diese aktivieren zu müssen, das ist nun über eine neue Einstellung möglich.

Ursprüngliche Meldung vom 4. Oktober:

Update über Update: Apple hat gestern die erste Public Beta von iOS 13.2 veröffentlicht, nur kurz nachdem die erste Entwickler-Beta herausgekommen war. Die wesentliche Neuerung betrifft die Generation iPhone 11, respektive deren Kamera-App. Der auf der Keynote am 10. September angekündigte Modus Deep Fusion wird nun freigegeben. Deep Fusion ist ein neuer Algorithmus, der Fotos aus mehreren Einzelbildern berechnet und dabei vor allem in Räumen bei mittleren Lichtverhältnissen zum Einsatz kommt. Deep Fusion verspricht dabei auch bei schwieriger Beleuchtung einen hohen Dynamikumfang. Anders als der Nachtmodus arbeitet Deep Fusion komplett im Hintergrund und lässt sich an- oder abstellen. Die Kameras nutzen die Techniken in unterschiedlicher Weise:

  • Das Standard-Weitwinkelobjektiv verwendet Smart HDR für helle bis mittlere Lichtszenen, Deep Fusion für mittlere bis niedrige Lichtverhältnisse und den Nachtmodus für dunkle Szenen.

  • Das Teleobjektiv verwendet normalerweise Deep Fusion, wobei Smart HDR nur bei sehr hellen Szenen und der Nachtmodus bei sehr dunklen Szenen verwendet wird.

  • Das Ultraweitwinkelobjektiv verwendet immer Smart HDR, es unterstützt weder Deep Fusion noch Night Mode.

Smart HDR hatte Apple mit der iPhone-Generation von 2018 eingeführt, iPhone XS (Max) und iPhone XR. Auch hier komponiert vor allem die Neural Engine des Prozessor – im letzten Jahr A12 Bionic – ein Bild mit hohem Dynamikumfang aus vielen Einzelaufnahmen.

Eine weitere Neuerung in iOS 13.2: Siri liest auf Wunsch eingehende Nachrichten direkt vor, ohne jedes Mal aktiviert werden zu müssen. Dies ist aber bisher auf die Airpods der zweiten Generation hinsichtlich der Ausgabe beschränkt.

Airpods 2 mit mehr Bass und ANC?

Neue Betas lösen stets Spekulationen über neue Produkte aus, so auch iOS 13.2. Die Kollegen von Macrumors und 9to5Mac haben nun ein neues Airpod-Logo gefunden, die auf ein echtes Upgrade der True-Wireless-Hörer hinweisen. Die aktuell verkauften Hörer bieten eine längere Akku-Laufzeit, unterstützen "Hey Siri!" und sind sonst mit den Originalen identisch, eine zweite Generation würde bedeutende Änderungen bringen.

So deutet das Logo, das im Ordner mit den Einstellungen für die Bedienungshilfen aufgetaucht ist, ein neues Design an, mit Schaumstoff- oder Silikonkappen auf den Lautsprechern, mit denen man sich die Airpods 2 fester in die Gehörgänge stecken kann. Dies dient nicht nur dem besseren Halt, sondern soll vor allem stärkeren Bass gewährleisten. An einer anderen Stelle des Codes seien Hinweise auf drei unterschiedliche Hörmodi der Geräte zu finden, die mit der neuen Modellnummer B298 referenziert sind. Darunter sei eine "focus mode" genannte Unterdrückung der Umgebungsgeräusche. Neben einem "normalen" Modus dürfte es dann bei entsprechender Abschirmung durch die festen Ohrstöpsel noch eine Art "Talk through" geben, in dem das Mikrofon die Akustik des Außenbereichs an die Lautsprecher durchreicht.

iOS 13.2 könnte in finaler Version noch im Oktober erscheinen, ob es dann auch schon neue Airpods gibt, bleibt fraglich. Bei derartigen Änderungen und Ergänzungen würde es wenig wundern, blieben die aktuellen Airpods weiter im Handel. Für die Premiere neuer Airpods würde sich durchaus noch ein weiteres Apple Event anbieten, es stehen auch noch einige Ankündigungen rund um den Mac aus und seit einem guten Jahr kursieren auch Spekulationen über einen OverEar-Kopfhörer von Apple, die sich zuletzt aber nicht weiter konkretisiert hatten. Für eine Veranstaltung Ende Oktober gibt es derzeit aber allenfalls vage Spekulationen und keine vertrauenswürdigen Hinweise.

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