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Facebook moniert strenge Standortfreigaben in iOS 13

10.09.2019 | 12:45 Uhr | Thomas Hartmann

Mit iOS 13 will Apple dem User noch mehr Kontrolle darüber geben, ob eine App seinen Standort abruft – das kann Funktionen wie in Facebook auch einschränken.

Die Einschränkungen für Ortungsdienste werden vor allem für Apps von Drittanbietern gelten, wogegen die eigenen Apps von Apple wohl unbeschränkt Zugriff auf die Ortungsfunktion haben werden. Beim Start kann man sich bei jeder App entscheiden, ob man bei der Verwendung die Ortungsgsfunktion zulässt, ob man sie nur einmal zulässt oder niemals. Um die Funktion ”Immer erlauben” zu aktivieren, muss man nunmehr in den Datenschutzbereich der iOS-Einstellungen gehen, was für Nutzer deutlich umständlicher und undurchschaubarer ist, wie die Anbieter und Entwickler von Apps fürs iPhone beklagen. Mehr zu den Hintergründen gibt es hier .

Im Zusammenhang mit Android 10, aber auch iOS 13 erläutert Paul McDonald, Engineering Director beim offiziellen Facebook-Newsroom , dass für Facebook besser sei, wenn Ortungsdienste eingeschaltet sind. So könne man Funktionen nutzen wie Check-ins, Freunde in der Nähe finden, oder auch das Angebot personalisierter Werbung für den Nutzer. Es würde auch für mehr Sicherheit für den Nutzer und die Facebook-Community insgesamt sorgen, behauptet McDonald.

Auch Android 10 verspricht den Nutzern mehr Transparenz und Kontrolle über den Einsatz von Ortungsdiensten für eine App. Die demnächst verfügbare mobile Betriebssystemversion iOS 13 wird den Usern zusätzlich immer wieder Informationen darüber geben, welche Apps ihren genauen Standort nutzen können, auch, wenn sie die App gerade nicht aktiv benutzen, und darüber, wie oft die App über den Standort im Hintergrund abgefragt  hat. Dazu wird auch eine Karte angezeigt, welche Standortdaten eine App empfangen hat und eine Erklärung darüber, warum die App diese Art von Standortinformationen benötigt.

Zwar steht Facebook der höheren Kontrolle der Nutzer über ihre Privatsphäre grundsätzlich positiv gegenüber, führt McDonald aus. Doch es habe auch die entsprechenden Nachteile, wenn man die Ortungsdienste zu sehr einschränkt. Trotzdem werde man bei Facebook immer noch wissen, wo sich ein Nutzer aufhält, wenn er Funktionen wie Check-in oder Events nutzt oder Informationen über seine Internet-Verbindung erhält.

Facebook ist nach mehreren Datenskandalen unter hohem Druck und versucht daher, seine Bemühungen um die Privatsphäre der Nutzer in möglichst positivem Licht darzustellen. Gleichzeitig will man offenbar vermeiden, dass die Nutzung der Facebook-App unter iOS zu sehr eingeschränkt wird.

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