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iOS 13: Wie Apple seine Tastatur verbessern kann

20.05.2019 | 11:22 Uhr |

Apples iOS-Tastatur hat sich in den letzten zwölf Jahren nicht großartig verändert. Was als revolutionäres Eingabegerät begann, hat heute noch viele Baustellen und frustriert bei der Nutzung. Dabei könnte Apple sein Keyboard mit wenigen Änderungen deutlich verbessern.

In den letzten Jahren hat Apple viel Zeit und Geld in die Weiterentwicklung seiner Laptop-Tastaturen gesteckt. Das Keyboard auf den iOS-Geräten hat im Vergleich aber nur wenige Veränderungen erfahren. Das könnte sich aber schon bald ändern. Traditionell veröffentlicht Apple im Herbst sein nächstes großes iOS-Update. Sofern sich iOS 13 überhaupt auf Ihrem iPhone installieren lässt , können Sie sich auf viele Neuerungen freuen – möglicherweise auch bei der Tastatur.

Die iPhone-Tastatur wird nun schon zwölf Jahre alt. Beim ersten iPhone war diese revolutionär, denn Apple entschied sich, auf die damals bei Smartphones üblichen Hardware-Tastaturen zu verzichten. Die virtuelle Tastatur war platzsparender, vielseitiger und enthielt keine beweglichen Teile. Um den Übergang zu erleichtern, hat Apple eine Reihe von Funktionen hinzugefügt, die das Tippen intelligenter machten als bei einer herkömmlichen Tastatur.

2007 war das großartig. Mittlerweile haben wir uns jedoch weitgehend an Touchscreen-Tastaturen angepasst, und einige dieser intelligenten Technologien beginnen, nicht mehr so intelligent auszusehen und zu fühlen. Es ist Zeit für eine komplette Überarbeitung der Texteingabe unter iOS.

Das war 2007 großartig. Aber im Jahr 2019 haben wir uns alle an Touchscreen-Tastaturen gewöhnt, und einige dieser "intelligenten" Technologien von damals fühlen sich nicht mehr ganz so intelligent an. Es ist Zeit für eine Generalüberholung der Texteingabe unter iOS.

Autokorrektur

Die Autokorrektur ist Segen und Fluch zugleich: Sie erspart uns häufig Tippfehler, aber ebenso oft trifft sie bizarre und unerklärliche Entscheidungen, die bestenfalls für lustige Momente, im schlimmsten Fall aber für Missverständnissen sorgen.

Ein Problem, das ich bei der Autokorrektur bemerkt habe, ist, dass sie aus mehreren Funktionen besteht. Zum Einen wäre da die Leiste mit den vorgeschlagenen Wörtern oberhalb der Tastatur. Dann gibt es noch das Vorschlags-Popup, welches angezeigt wird, wenn Sie ein Wort auswählen, das das Wörterbuch nicht erkennt. Und zu guter Letzt gibt es das Feature "Rückgängig machen", wenn Sie zu dem zurückkehren wollen, was Sie ursprünglich eingegeben haben.

Diese drei Features sollten eigentlich alle möglichen Eventualitäten abdecken – die Realität sieht aber meistens anders aus. Meistens löscht und tippt man so lange, bis iOS endlich begreift, was man eigentlich schreiben will.

Die Autokorrektur muss aus Sicht der Benutzeroberfläche gründlich rationalisiert werden. iOS 13 benötigt ein größeres Wörterbuch, bessere Möglichkeiten, zwischen fehlerhaften Wörtern und Wörtern sowie Begriffen zu unterscheiden, die es nicht kennt, und vielleicht sogar eine Kontrolloption, was die Aggressivität bei der Fehlerbehebung betrifft. Derzeit erlaubt es iOS nur, die Autokorrektur entweder ein- oder auszuschalten.

Achso: Schreiben Sie manchmal Nachrichten, wenn Sie wütend sind, auch alles in Großbuchstaben? In diesem Fall ist Ihnen sicherlich schon mal aufgefallen, dass die Autokorrektur überhaupt nicht zum Einsatz kommt. Wahrscheinlich dachten sich die Entwickler bei Apple: "Wenn der Nutzer schon so wütend ist, belästigen wir ihn nicht noch weiter mit der unausgereiften Autokorrektur und machen ihn somit nicht noch wütender."

Wischen ist das neue Tippen

Apropos besser tippen auf Bildschirmen: Wie wäre es mit der Anpassung an andere Arten von Tastaturen? Ich denke hauptsächlich an das Wischen von Texten.

Dieses System gibt es schon seit langem auf Android und Tastaturen von Drittanbietern wie Google's Gboard und Microsoft's SwiftKey haben es auch auf iOS gebracht. Die Tastaturunterstützung von Drittanbietern ist unter iOS noch begrenzt und oft fehlerhaft und absturzanfällig.

Die richtigen Emojis finden

Wir haben uns alle daran gewöhnt, Dinge zu tippen, die keine Buchstaben, Zahlen und Satzzeichen sind – die Rede ist hier natürlich von Emoji. Apple hat viel Zeit in die Design seiner Emoji investiert. Mittlerweile gibt es allerdings so viele, dass es oftmals viel Zeit in Anspruch nimmt, das passende zu finden.

Apple hat bereits versucht, dem entgegenzuwirken und so kann die Autokorrektur nun auch entsprechende Symbole vorschlagen, die dem von Ihnen eingegebenen Wort entsprechen. Wenn aber diese Wörter nicht mit dem übereinstimmen, was Sie über das Emoji denken, kann es ganz schön enttäuschen.

All dies könnte vermieden werden, wenn Apple eine bessere Schnittstelle für das Sortieren, Suchen und Auswählen von Emoji anbieten würde. Besonders beeindruckt hat mich das jüngste Update für die Slack-App auf iOS, das eine neue Seite zur Auswahl von Emoji mit einem Suchfeld implementiert hat. Apple bietet bereits eine Möglichkeit, nach Emoji auf dem Mac zu suchen, es ist unerklärlich, weshalb es keine ähnliche Funktion auf iOS geben sollte.

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