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iOS-Entwickler fordern Alternative zu WebKit

02.03.2022 | 11:00 Uhr | Peter Müller

Jeder Browser und jede Web-App auf dem iPhone oder iPad ist im Prinziop nichts anderes als Apples Safari in anderem Kleid. Entwickler wollen, dass Apple dies ändert.

Entwickler wünschen nicht nur Freiheit von den Restriktionen des App Store , um mit anderen Bezahlsystemen mehr von ihren Umsätzen behalten zu können, sondern protestieren auch gegen technische Einschränkungen der Plattform.

So fordert nun das Projekt Open Web Advocacy (OWA), das eine Gruppe von Entwicklern ins Leben gerufen hat, von Apple die Öffnung von iOS (und iPadOS) für andere Web-Engines als WebKit. Alle Browser und Web-Apps müssen die Basis von Safari nutzen, man kann sagen, Safari laufe als Edge, Firefox oder Chrome einfach nur in einem anderen Kleid auf iPhone und iPad.

WebKit hinkt hinterher – andere Browser auf iOS auch noch eingeschränkt

Apple beschränkt aber einige Funktionen wie einen Vollbildmodus, Bild-in-Bild oder Apple Pay auf seinen eigenen Browser, in den Entwicklertools fehlen zudem etliche Funktionen, die auf anderen Plattformen selbstverständlich sind.

Die Aufforderung an Apple ist mit keiner Drohung verbunden, wohl aber zeigt die Aktivistengruppe Alternativen auf: Man könne den Fall auch vor die britische Wettbewerbsbehörde UK Competitions and Markets Authority (CMA)  bringen, die womöglich bessere Argumente vorbringen könnte. Etwa solche, die denen der niederländischen Kollegen ähneln, die Woche für Woche die Strafe gegen Apple um fünf Millionen Euro erhöhen, bis Apple der Regulierung bezüglich Dating-Apps endlich mal Folge leistet.

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