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iPadOS 16: Welche neue Funktionen wir wünschen

27.05.2022 | 09:30 Uhr |

Es ist an der Zeit, dass Apple sein Tablet auf die nächste Stufe hebt. Die WWDC bietet dafür die Gelegenheit.

Apples Entwicklerkonferenz WWDC beginnt in etwas mehr als einer Woche, und wir erwarten am Pfingstmontag eine großartige Keynote mit neuen Versionen aller Apple-Betriebssysteme und hoffentlich auch neuer Hardware. Wir freuen uns auf große Updates für iOS und macOS – aber was wir uns am meisten wünschen, sind sinnvolle Änderungen an iPadOS.

Seit der Einführung von iPadOS im Jahr 2019 hat Apple das Betriebssystem nicht mit der Aufmerksamkeit behandelt, die es verdient. Letztes Jahr bekam es die App-Bibliothek und eine wenig überzeugende Implementierung von Desktop-Widgets, aber wir hoffen, dass iPadOS 16 endlich das Tablet aufwertet. Diese acht Funktionen würden wir gerne auf der WWDC sehen.

Mehrere Benutzer

Diese Funktion taucht jedes Jahr auf allen Wunschlisten auf, und das wird auch so bleiben, bis Apple sich entschließt, den Wunsch zu erfüllen. Es ist ganz einfach: Wenn Apple möchte, dass das iPad ein besseres Computererlebnis bietet, muss es mehrere Benutzerkonten zulassen. Wie beim Mac werden iPads von Familienmitgliedern und Mitbewohnern gemeinsam genutzt, und man sollte nicht an einen einzigen iCloud-Account gebunden sein.

Desktop-Modus

So gut die Hardware, der Formfaktor und der Prozessor des iPad Pro auch sein mögen, es hat immer noch dieselbe Benutzeroberfläche wie sein 379 Euro teurer Cousin – iPadOS schränkt das Erlebnis ein. So wie es ist, ist das Magic Keyboard eher ein praktisches Desktop-Zubehör als ein Produktivitätswerkzeug, aber mit einer neuen Oberfläche wäre es viel nützlicher. Ein Desktop- oder Profi-Modus würde das sofort ändern.

Google führt etwas Ähnliches mit seinen Chrome-Tablets vor, Apple könnte es mit einer hybriden macOS-iPadOS-Umgebung jedoch besser machen, die nahtlos zwischen Tablet- und Desktop-Modus wechselt und dabei die Vorteile eines Touchpads mit einer intuitiven, leistungsstarken Oberfläche freischaltet.

Profi-Apps

Apropos Profi-Modus: Wenn Apple will, dass das iPad eine Alternative zu einem Desktop-Computer wird, braucht es Apps auf Desktop-Niveau. Viele Drittentwickler bieten diese an – Adobe, Pixelmator, Shapr3D –, die wichtigsten Apps von Apple fehlen jedoch auf dem iPad. Wo ist Final Cut Pro? Xcode? Logic Pro? Motion? Es ist mehr als sechs Jahre her, dass Apple das iPad Pro auf den Markt gebracht hat, und wir warten immer noch darauf, dass Apple eine einzige Profi-App für das Gerät herausbringt.

Mit einem M1-Prozessor sollte das iPad Pro die gleichen leistungsstarken Apps ausführen können wie der Mac.
Vergrößern Mit einem M1-Prozessor sollte das iPad Pro die gleichen leistungsstarken Apps ausführen können wie der Mac.
© Dominik Tomaszewski/IDG

Unterstützung für externe Monitore

Das iPad unterstützt technisch gesehen externe Bildschirme, aber das ist nur rudimentär. Wenn man ein iPad an einen externen Bildschirm anschließt, sieht man einen identischen Startbildschirm wie auf dem iPad, mit hässlichen schwarzen Balken auf jeder Seite. Ja, einige Apps wie Procreate und LumaFusion nutzen die Vorteile der einzigartigen Dual-Screen-Fähigkeiten, aber im Großen und Ganzen ist das Erlebnis nicht so toll. Ähnlich wie beim Magic Keyboard würden wir das iPad gerne an ein externes Display anschließen und einen großen Desktop wie beim Mac erhalten.

Schwebende Fenster

iPadOS 15 hat eine sehr coole Funktion namens "Schnellnotizen", mit der man vom Rand des Bildschirms wischen kann, um ein schwebendes Quadrat aufzurufen, in dem man schnell Gedanken notieren kann. Das ist eine tolle Funktion, die aber wegen ihrer Begrenztheit frustriert. Wenn Apple diesen sofortigen Zugriff mit Notizen schafft, dann kann man das auch mit einem Taschenrechner, Musik oder Nachrichten machen – mit jeder App, die nicht mehr als ein kleines Fenster und ein paar Sekunden Interaktion benötigt. Das ist nicht unähnlich unserem Wunsch nach interaktiven Widgets auf dem iPhone, aber auf dem iPad, wo Multitasking der Schlüssel zum Erlebnis ist, wären sie noch nützlicher.

Smarteres Multitasking

Apropos Multitasking: iPadOS benötigt dringend ein Upgrade. Die aktuelle Version ist verwirrend und klobig, und Apples Änderungen in iOS 15 – die Ablage und das Drei-Punkte-Menü – versuchen, einen Teil der Verwirrung zu beseitigen, fügen aber gleichzeitig unnötige Komplexität hinzu. Ein neu dazugekommener iPad-Nutzer kann nicht einfach sein Tablet einschalten und sofort wissen, wie man Multitasking betreibt – wir wetten sogar, dass die meisten iPad-Anwender nicht einmal wissen, wie man den geteilten Bildschirm und Slide-Over verwendet.

Auf dem Mac gibt es nichts zu lernen. Jemand, der ganz neu auf der Plattform ist, weiß sofort, wie man Multitasking betreibt, ohne dass es eine Anleitung oder eine Lernkurve gibt. Multitasking auf dem iPad muss nicht so sein wie auf dem Mac, aber es erfordert das gleiche Maß an Intuition.

Weg vom Raster

Wir verstehen, warum Apple das Raster auf dem iPhone mag. Auf einem kleinen Bildschirm müssen Icons und Apps ordentlich und organisiert sein, aber bei einem Tablet ist das nicht so wichtig. Seit seinem Debüt im Jahr 2010 arbeitet das iPad mit dem iPhone-Raster, das zu groß und zu einschränkend ist. Und jetzt, wenn wir schon Desktop-Widgets haben, fühlen sich die Einschränkungen sogar noch restriktiver an.

Widgets auf dem iPad könnten ein besseres Erlebnis sein, aber Apple hat es versäumt, uns einen anpassbaren, personalisierten Desktop zu bieten. Anstatt sie alle am oberen Rand des Rasters zu platzieren, sollten die Symbole an einer beliebigen Stelle des Bildschirms platziert und an das nächstgelegene Raster gebunden werden können. Dann könnte man einen iPad-Desktop erstellen, den man gerne anschaut.

Fehlende Apps

Es gibt Berichte, dass Apple plant, auf der WWDC einige "neue" Apps vorzustellen, aber alles, was wir wirklich wollen, ist, dass die fehlenden iOS-Apps auf das iPad kommen: primär Wetter, Wallet, Taschenrechner und Health. Wir wissen nicht, warum Apple diese Apps immer noch nicht für das iPad entwickelt hat, es wäre an der Zeit.

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