2543716

iPhone 12 (Pro): Nutzer beklagen schlechte Verarbeitung

31.10.2020 | 09:54 Uhr |

Gesprungenes Glas am Kamera-Modul und starke Abnutzungsspuren am Gehäuse: Das iPhone 12 ist noch gar nicht lange auf dem Markt und schon gibt es erste Nutzer, die über Probleme berichten. Hat Apple ein Verarbeitungsproblem?

iPhone 12 und iPhone 12 Pro sind gerade mal vier Tag auf dem Markt, da gibt es schon erste Beschwerden und Berichte von Nutzern über die Verarbeitung der neuen iPhone-Modelle. Zuerst beobachtete ein Blogger namens " TechSina " in einem chinesischen Apple Store, dass die Gehäuse der dort ausgestellten iPhone-12-Modelle stark in Mitleidenschaft geraten sind. Die Rede ist von der Beschichtung des Rahmens, die an vielen kleinen und auch größeren Stellen abgeplatzt ist. Besonders an den Geräterändern sind solche Abnutzungen zu beobachten.

Den Bildern nach zu urteilen handelt es sich hierbei um ein iPhone-12-Modell. Hier setzt Apple auf einen Aluminium-Rahmen, was das leichte Abblättern der Beschichtung unter gewissen Umständen erklären könnte. Auch wir haben das iPhone 12 und iPhone 12 Pro seit gut einer Woche in der Redaktion und können derzeit noch keine Makel am Gehäuse feststellen. Viel wahrscheinlicher ist, dass die Besucher des chinesischen Apple Stores nicht sonderlich achtsam mit dem Gerät umgegangen sind. Wenn ein Gerät durch hunderte Hände wandert, entstehen natürlich schneller Abnutzungsspuren. 

Gesprungenes Glas am Kamera-Modul

Damit aber nicht genug: Auch über das iPhone 12 Pro gibt es erste Fotos, die jeden iPhone-Fan wahrscheinlich nur beim Betrachten nervös machen. Der Twitter-Nutzer Max Weinbach veröffentlichte ein Bild seines neuen iPhone 12 Pro, wo klare Glassprünge in der Geräterückseite rund um das Kamera-Modul zu erkennen sind. "Was zum Teufel... Mein Telefon ist nicht hingefallen, angestoßen oder hat irgendetwas gemacht. Ich habe es buchstäblich mit dem Bildschirm nach unten auf einen Tisch gelegt, und als ich hinsah, ist das Glas zerbrochen. Ich gebe gerne zu, wenn ich etwas zerbreche, aber das war nicht ich", so Weinbach. 

Weinbach kann offenbar seine Enttäuschung nicht zurückhalten. Er postet weiter: "Es ist einfach zerbrochen. Das ist doch verrückt!" Skeptikern entgegnet er: "Für diejenigen, die mir nicht glauben, denkt mal darüber nach. Jeder Fallschaden hätte einen Aufschlagpunkt verursacht. Es gibt offensichtlich keinen. Wenn es ein direkter Fall auf den Boden gewesen wäre, wäre der Riss nicht so gewesen." Weinbach vermutet das Problem bei einer "strukturellen Instabilität", in diesem Fall würden auch andere Nutzer davon betroffen sein. Bisher handelt es sich dabei wohl nur um einen Einzelfall. Wie die Kollegen von Aeromobile berichten, habe Apple den Schaden "anstandslos repariert". 

Ähnliche Berichte über Risse in der Kamera gab es seinerzeit nach dem Start von iPhone X : Nachweislich haben sich mehrere Nutzer beschwert, ohne Eigenverschulden nach einiger Zeit Sprünge im Kamera-Modul zu bemerken. Eine gängige Erklärung war es damals, dass das Saphir-Glas der Kamera zu eng in der Kamera-Umrahmung eingebracht wird, oder eben dass die Kamera-Umrahmung zu viel Druck auf das Glas verübt. Das Saphir-Glas an sich ist extrem kratzfest, aber dadurch auch spröde, unter solchen Umständen sind Risse sehr wahrscheinlich.

Hat Apple ein Verarbeitungsproblem? 

Noch scheint es sich bei den beschriebenen Fällen um Einzelfälle zu handeln. Von einem generellen oder "strukturellen" Verarbeitungsproblem zu sprechen, erscheint uns dann doch etwas verfrüht. Natürlich ist auch ein so großes Unternehmen wie Apple nicht von möglichen Produktionsfehlern befreit, hat die Corona-Pandemie Apple doch vor besondere Herausforderungen in Sachen iPhone-Produktion gestellt. Wir werden die Augen offen halten und über weitere mögliche Fälle berichten. 

Macwelt Marktplatz

2543716