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iPhone 12 im Drop-Test: So stabil ist das neue Ceramic Shield

14.11.2020 | 13:17 Uhr |

Das iPhone 12 ist in allen Varianten mit einem neuen, verstärkten Frontglas ausgerüstet. Das soll laut Apple viermal sturzfester sein als beim Vorgänger. Der Drop-Test zeigt, ob das stimmt.

Was für die meisten Smartphone-Besitzer die Horrorvorstellung ist, haben die Kollegen von CNET aus wissenschaftlichen Zwecken aktiv getestet: Wie hält sich die neue iPhone-Generation, im Speziellen das iPhone 12, bei Stürzen und im Kontakt mit allem, was Kratzer verursachen kann. Schließlich soll das neue Ceramic-Shield-Glas auf der Vorderseite viermal mehr aushalten, als das Glas des Vorgängers. Die Tester nutzten durchgängig das iPhone 12, dessen Rahmen aus Aluminium besteht. Die Pro-Modelle setzen auf Edelstahl, könnten also zumindest um den Rahmen herum noch etwas stabiler sein. Warnung: Wenn Sie nicht mal den Gedanken an zerkratzte iPhone-Displays aushalten, hören Sie an dieser Stelle auf zu lesen.

Hinweis: Bilder zu dem Zustand des iPhones nach den verschiedenen Tests finden Sie im Beitrag von CNET.

Handtasche, Fliese, Schleifpapier: Der Alltags-Test

Eine häufige Ursache von Kratzern auf Display und Rahmen ist der Kontakt mit anderen harten Gegenständen, zum Beispiel in einer Handtasche. Deshalb hat CNET das iPhone 12 zuallererst damit in Kontakt gebracht. 30 Sekunden in einer kleinen Tasche, zusammen mit Schlüsseln, Münzen, Stiften und ordentlichem Schütteln, überstand das iPhone 12 ohne sichtbare Beschädigungen. Anschließend zogen die Kollegen das iPhone mehrmals über eine Keramik-Platte, wie man sie zum Beispiel in Küchen oder Badezimmern findet. Die Vorderseite überstand auch diesen Test unbeschadet, bei genauerer Inspektion erkannten die Tester aber zwei sehr kleine Kratzer auf der Rückseite des iPhone 12. Diese waren aber kaum zu erkennen und erst entstanden, nachdem das iPhone absichtlich so über die Keramik gezogen wurde, dass das herausstehende Kameramodul kein Polster zwischen Rückseite und Platte schaffen kann.

Abgeschlossen wird der Alltags-Test durch Schleifpapier. Das mag auf den ersten Blick kein realistisches Szenario sein, soll aber ein Rutschen auf Asphalt oder Steinen simulieren. Hier muss sich das iPhone letztendlich geschlagen geben. Vor allem die Vorderseite nimmt einige sicht- und spürbare Kratzer mit, die Rückseite kommt dann dank hervorgehobenem Kameramodul etwas besser weg.

Drop-Test: Der Rahmen gibt nach, das Display nicht

Für den Test im freien Fall nutzten die CNET-Kollegen ein neues iPhone 12, damit die Beschädigungen aus dem ersten Test keinen Einfluss auf die Sturzfestigkeit des Geräts haben. Der erste Fall erfolgte aus drei Fuß Höhe, das ist etwas weniger als einen Meter, mit dem Display nach unten. Das iPhone überstand diesen ohne größere Beschädigungen, leichte Dellen entstanden allerdings an den Ecken des Rahmens.

Der nächste Fall erfolgte aus derselben Höhe, diesmal mit der Rückseite nach unten gerichtet. Und hier zeigt sich, dass Apple zwar das Displayglas aufgerüstet hat, die Rückseite aber immer noch aus herkömmlichen Glas besteht. Das iPhone landet mit der Kamera-Seite zuerst, das Glas der Rückseite bricht allerdings am unteren Rand. Die Risse sind zwar mit dem Finger kaum spürbar, aber deutlich sichtbar.

Als Nächstes ein Fall aus gut zwei Metern mit dem Display nach unten. Auch hier, keine Beschädigung am Glas. Der Rahmen reagiert dagegen nicht so geduldig auf die ständigen Stürze, Dellen und Kratzer werden deutlich sichtbar.

Der letzte Test erfolgt aus 9 Fuß Höhe, das sind ungefähr 2,7 Meter. Dafür haben sich die Kollegen extra eine Leiter organisiert. Die Tester versuchen in drei Versuchen, das iPhone frontal auf das Displayglas fallen zu lassen. Durch das ungleichmäßige Gewicht funktioniert das aber nur bedingt, nur bei einem Versuch fällt das iPhone, nachdem es zuerst auf der Seite aufkommt, anschließend frontal auf die Vorderseite. Mit diesem Test lässt sich endgültig bestätigen, dass Apple bezüglich der Härte des Displays nicht übertrieben hat. Der Aluminium-Rahmen hat deutlich gelitten, ist an sich aber immer noch in einem überraschend gutem Zustand. Das Displayglas zeigt sich von all den Strapazen unbeeindruckt und weist weder Risse noch deutliche Kratzer auf. Sollten Sie Ihr iPhone also aus Versehen dreimal in Folge von einer Leiter fallen lassen, stehen die Chancen gut, dass Ihr iPhone das wegsteckt.

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