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iPhone 13 mit Profi-Kamera: ProRes für Video, KI-Filter für Fotos

10.08.2021 | 17:10 Uhr | Halyna Kubiv

Apple setzt wohl beim kommenden iPhone 13 auf die Kamera als Hauptverkaufsargument: Offenbar bietet sie die meisten Neuerungen.

Wie " Bloomberg " berichtet, wird das nächste iPhone 13 zumindest drei große Neuerungen erhalten, die die Kamera- und Foto-App aufwerten. Apple will das Gerät anscheinend vermehrt als Profi-Werkzeug vermarkten und die Menschen so zum Kauf animieren. Zu den Neuerungen gehören ein Porträt-Modus bei Videoaufnahmen, ähnlich wie dieser bereits seit iPhone 7 bei Fotos existiert. Dazu wird das kommende Smartphone von Apple Videos im ProRes-Format aufnehmen können. Für Fotos stehen neue intelligente Filter zur Verfügung, obzwar aus dem Bericht nicht hervorgeht, warum diese Funktiov exklusiv auf die neuen iPhones begrenzt wird. So sind die ursprünglichen Filter bei der Fotonachbearbeitung auf allen Geräten verfügbar.

Porträt-Videos

Die Porträt-Aufnahmen sind den iPhone-Nutzern seit spätestens iPhone 7 bekannt: Mithilfe der Kamerasystem kann das Gerät das Motiv und den Hintergrund unterscheiden. Letzterer wird verschwommen dargestellt, was in der Praxis recht schöne Ergebnisse liefern kann. Etwas Ähnliches, intern wohl Cinematic Video genannt, wird mit dem iPhone 13 für Videos vorgestellt. Apples Lidar-Sensor kann die Abstände deutlich genauer einschätzen, mit seiner Hilfe wird der verschwommene Hintergrund auch in Videos ermöglicht. Laut "Bloomberg" kann der Nutzer auch nach der Aufnahme noch den Verschwommenheitsgrad der Cinematic Videos regeln.

Prores-Codec

Apples Prores-Codec ist eigentlich nichts Neues, der Filmprofi verwendet ihn in Final Cut Pro X bei der Nachbearbeitung von Video-Dateien. Der Codec bietet deutlich mehr Bearbeitungsmöglichkeiten bei Post-Productions als komprimierte Formate, die Video-Dateien sind dabei jedoch deutlich kleiner als nicht entwickelte Video-Dateien in sogenannten RAW-Formaten. Bislang war Prores nur in Profi-Apps wie Final Cut Pro X und einigen anderen Tools verfügbar, an die Apple den Codec lizenziert hat. Mit dem iPhone 13 wird Prores nun erstmals auf dem Endnutzer-Markt erscheinen. Mark Gurman, der Autor des Beitrages, behauptet, dass die Videos in Prores auf dem iPhone 13 in HD- oder 4K-Auflösung aufgenommen werden können, theoretisch ist mit Prores aber auch 8K möglich. Doch dafür muss Apple wohl in die iPhones der nächsten Generationen einen Terabyte-Speicher einbauen, sind doch die Video-Daten in Prores größer als herkömmliche komprimierte Videos in MP4 oder MOV.

Intelligente Filter

Eine spannende Funktion für Fotografen gibt es bei der Nachbearbeitung der Fotos: Apple will seine Filter intelligenter gestalten. Laut Gurman wird die Kamera-App einige neue Stile, wohl eher Presets, zur Auswahl anbieten. Zwei davon werden das aufgenommene Foto eher wärmer oder kälter erschienen lassen, ohne dass sich der Weißpunkt auf dem Foto ändert. Das ist ein bekanntes Manko bei herkömmlichen Foto-Filtern, die das gesamte Bild schnell bläulich oder rötlich einfärben. Eine andere Option wird das Motiv dramatischer erscheinen lassen, indem man Kontraste etwas hochregelt und Schatten tiefer erscheinen lässt. Apple plant wohl auch einen Balace-Filter mit natürlichen Farben für etwas mehr Brillianz. Die ganzen Einstellungen finden sich schon jetzt in der Fotos-App, wenn man ein Foto bearbeiten will, im Bereich "Anpassen". Doch mit dem neuen iPhone wird der Prozessor wohl das Motiv analysieren können und die Anpassungen gezielt in bestimmten Bereichen anwenden, beispielsweise bei Gesichtern.

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