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Reich werden im App Store

09.03.2009 | 10:29 Uhr |

Mit über 500 Millionen Downloads ist der App Store für iPhone und iPod Touch längst auch eine gigantische Geldmaschine. Wer hier mitmachen will, sollte Mac-Programmierkenntnisse und Ideen mitbringen

Es ist die klassische Tellerwäscher-zum-Millionär-Geschichte: Chaum Nyong, der siebenjährige Sohn einer mittellosen koreanischen Einwandererfamilie, der schon im dritten Lebensjahr auf dem Schoß des Vaters den PC bediente, entdeckt das iPhone, schreibt seine erste Applikation, stellt sie in den App Store, wo sie niemand beachtet, bis plötzlich über Nacht jemand sie dort entdeckt, eine positive Rezension schreibt, andere auf sie hinweist, bis sie eine Woche später auf den Hitlisten ganz oben steht. Dort hält sie sich mehrere Wochen, der nun steinreiche Junge wird von der Presse entdeckt, seine Eltern geben Interviews im Fernsehen und erzählen, wie großartig es im Land der unbegrenzten Möglichkeiten zugeht. Das Beste dran: Die Geschichte ist - fast - wahr.

Teller waschen im App Store In Wirklichkeit heißt der Junge Lim Ding Wen, ist neun Jahre alt und lebt in Singapur. Seine Geschichte verbreitete Anfang Februar die Nachrichtenagentur Reuters und versüßte sie noch mit dem Zusatz, eigentlich habe Lim das Fingermalprogramm Doodle Kids für seine beiden kleinen Schwestern geschrieben. Nur einen kleinen Haken hat die Sache: Zwar verzeichnete Lim über 4000 Downloads in den ersten zwei Wochen, reich wird er, wie es vielfach dargestellt wurde, durch die Sache aber nicht. Doodle Kids ist nämlich kostenlos im App Store zu haben.

20 000 Dollar - am Tag

Doch auch wenn Lim Ding Wen noch etwas auf seinen kommmerziellen Durchbruch warten muss - andere können mehr als achtbare Erfolge vorweisen. 10 000 Downloads verzeichnete das Spiel iShoot pro Tag, als es in den Top-Listen stand - und das zu einem Preis von drei Dollar. Längst ist der App Store, der Anfang des Jahres die Marke von 500 Millionen Downloads überschritt, eine gigantische Geldmaschine. Selbst mit Apps, die nur 79 Cent kosten, lässt sich eine Menge Geld verdienen - die Masse machts. Bleibt die Frage, wie man selbst daran partizipieren kann.

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