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iPhone-Bildformat lässt Prüfungen platzen

31.05.2020 | 13:15 Uhr |

Weil eine Prüfungskommission nicht in der Lage war, Bildformate des iPhones und auch von Samsung-Smartphones zu verarbeiten, müssen zahlreiche Schüler eine Prüfung wiederholen.

Das College Board ist eine gemeinnützige Organisation in den USA, die Tests für High-Scholl-Schüler anbietet. Mit diesen können besagte Schüler sich zusätzlich für College-Plätze qualifizieren. Doch bei einer Reihe von Prüfungen konnten die Teilnehmer ihre Antworten nicht abgeben. Schuld war das beim iPhone standardisierte Foto-Format HEIC. Das berichtet "The Verge".

Aufgrund der aktuellen Situation fand die Prüfung digital statt. Die Teilnehmer hatten zwei Möglichkeiten, ihre Antworten abzugeben. Entweder sie tippten die Antworten auf der Website ein, oder sie luden ein Foto mit den handschriftlichen Antworten hoch. Für Besitzer von iPhones oder neueren Android-Smartphones wurde diese Methode jedoch zum Fallstrick.

iPhones und auch einige neuere Android-Smartphones speichern Fotos standardmäßig im HEIC-Format ab. Das Format hat den Vorteil, dass es verglichen mit dem JPG-Format deutlich weniger Speicherplatz verbraucht. Die Website des College Boards akzeptiert jedoch keine Uploads in diesem Format, zugelassen waren nur JPG- und PNG-Uploads. Besonders ärgerlich für die Teilnehmer: Beim Versuch, ein HEIC-Foto hochzuladen, hing sich die Seite auf und war nicht mehr bedienbar. Ein zweiter Upload-Versuch konnte nicht unternommen werden. Deshalb sind die betroffenen Teilnehmer gezwungen, den Test in einigen Wochen zu wiederholen.

Laut einer Stellungnahme waren weniger als ein Prozent der Teilnehmer nicht in der Lage, ihre Antworten abzugeben. Es verweist weiterhin auf die Teilnahmebedingungen, in denen die unterstützten Dateiformate angegeben sind.

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