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iPhone, Macbook und Co: Jetzt lieber nicht kaufen

06.10.2020 | 08:30 Uhr | Stephan Wiesend

Neben neuen iPhones soll es bald auch neue iPads und Macbooks geben, so manch „Schnäppchenkauf“ wird der Käufer aber bald bereuen – etwa beim iPhone 11.

Schon nächste Woche soll es passieren: Apple wird neue iPhones vorstellen, aber auch andere Geräte stehen wohl kurz vor der Präsentation. Andere hat Apple gerade erst neu herausgebracht. Bei diesen iPhone, iPads und Macs sollte man aber Vorsicht walten lassen, ein Kauf ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht wirklich ratsam.

iPhone SE

Das iPhone SE ist sicher eines von Apples attraktivsten Angeboten, in Kürze wird Apple aber einen starken Konkurrenten vorstellen. Das neue iPhone 12 löst das iPhone 11 ab, erstmals soll es dabei eine kleinere Version mit 5,4-Zoll-Bildschirm geben. Auch preislich soll das neue Mini-iPhone 12 näher an das iPhone SE heranrücken und könnte Apples meistverkauftes iPhone werden. Gegenüber dem iPhone SE soll das neue iPhone etwa einen größeren OLED-Bildschirm und eine bessere Kamera bieten und  Face-ID zur Authentifizierung verwenden. Vielen Anwendern war das iPhone 11 einfach zu groß und schwer, ein Manko, das Apple beim iPhone 12 Mini anscheinend beheben will.

iPhone 11

Das neue iPhone 11 ist aktuell mit hohen Rabatten zu haben, viele Händler bieten es für knapp 666 Euro an – eigentlich ein tolles Angebot.  Das kommende iPhone 12 wird wohl wieder knapp 800 Euro kosten, aber auch einige deutliche Verbesserungen bieten. Neben einem neuen und schnelleren Prozessor erwarten viele ein großes OLED-Display und noch bessere Kameras.

Was für Interessenten des iPhone SE gilt, gilt aber auch für die am iPhone 11 Interessierten: Vielleicht ist ja die neue kleine Version des iPhone 12 die bessere Lösung? Vermutlich kostet das neue Modell knapp 700 Euro und ist damit recht nah am Fast-schon-Auslaufmodell iPhone 11. Nach Erscheinen des iPhone 12 wird es das iPhone 11 außerdem mit hohen Rabatten geben, vielleicht behält Apple das iPhone 11 ja als Einstiegsmodell im Programm – mit hohem Rabatt.

iPad Pro

Erst im März hat Apple das iPad Pro aktualisiert, eigentlich sollte erst im März 2021 ein neues Modell erscheinen? Das ist richtig, nach Erscheinen des iPad Air mit A14-Chips gibt es aber eine neue Alternative, die sehr nah an das iPad Pro mit 11-Zoll herangerückt ist. Auch ein baldiges CPU-Upgrade ist nicht auszuschließen.

Offizielle Messungen gibt es noch nicht, laut ersten durchgesickerten Geekbench-Messungen soll das neue Air aber sehr hohe Performance-Werte erreichen. Vor allem die Single Core-Performance des neuen A14-Chip mit sechs Kernen soll mit (angeblich) 1583/4198 deutlich über der des älteren A12Z-Chip des iPad Pro liegen. Dieses listet Geekbench mit einem Durchschnittswert von 1117/4605, ist also nur bei Multiprozessor-Aufgaben wie bei Simulationen etwas schneller. Um hier wieder für Abstand zu sorgen, wird Apple wohl im kommenden iPad Pro eine noch schnellere Version des schnellen und auch stromsparenden A14-Chip verbauen. Auch ein baldiges CPU-Upgrade des iPad Pro würden wir nicht ausschließen – waren doch viele beim Erscheinen des iPad 2020 überrascht, dass weiterhin ein relativ alter A12-Chip verbaut wurde.

Apple TV

Apple hat sein TV-Gerät Apple TV zuletzt 2017 aktualisiert. Was liegt näher, als auch eine neue Settop-Box vorzustellen? Auch hier gibt es neue Gerüchte , Apple wolle eine für den Spieledienst Arcade taugliche Version auf den Markt bringen – vielleicht inklusive einem neuen Game-Controller und vielleicht zwei verschieden leistungsfähige Versionen. Das aktuelle Modell basiert noch auf dem A10-Chip, auch der minimalistische Controller ist für Spiele eigentlich ungeeignet.

Macbook Air

Das Macbook Air ist zwar gerade erst aktualisiert worden, trotzdem könnten Sie sich in wenigen Wochen über einen Kauf ärgern. Es gibt nämlich Gerüchte, dass Apple noch bis Jahresende ein neues Macbook auf den Markt bringt , das für manche das „bessere Air“ sein könnte: Angeblich wird es ein 12-Zoll-Modell für 800 Dollar, das kleiner aber auch leistungsfähiger ist. Bieten soll es als erster Mac eine ARM-CPU – ist dann vermutlich lautlos, mit extrem langer Akkulaufzeit aber dabei sehr leistungsfähig. Laut ersten Tests konnte ein ARM-Mac-Mini problemlos mit einem Macbook Pro 16 Zoll mithalten, ein Macbook Air wird da mehr als deklassiert.

Airpods

Apples Airpods und Airpods Pro sind eigentlich erst in diesem Jahr aktualisiert worden. Es gibt aber immer wieder Spekulationen, Apple wolle bald ein neues Modell der Standard-Airpods auf Basis der Airpods Pro vorstellen. So ist ja bei den „alten“ Airpods die Passform fest vorgegeben und sie sind für Menschen mit größeren Ohren schlicht zu klein. Erwartet werden die Modelle aber erst Anfang 2021, also zu spät für das Weihnachtsgeschäft.

Unter Vorbehalt: iPhone 11 Pro

Schon bald wird Apple das neue iPhone Pro vorstellen. Laut Gerüchten allerdings erst im November. Für einige ist das „Vorjahresmodell“ dann nicht mehr akzeptabel, manche warten auch ungeduldig auf 5G-Unterstützung. Für sparsame Käufer ist aktuell das Auslaufmodell allerdings sehr interessant, wird doch das kommende iPhone 12 Pro sicher wieder über 1120 Euro kosten. Das iPhone 11 Pro war aktuell nie günstiger zu haben, so bekommt man das 64-GB-Modell schon für 915 Euro , während es im Apple Store immer noch stolze 1120 Euro kostet. Eigentlich hat man aber keinen Grund, sich sein Schnäppchen schon jetzt zu „sichern“. Das iPhone 11 Pro wird es noch sehr lange vergünstigt im Einzelhandel geben, schon in wenigen Wochen vielleicht sogar noch günstiger.

Unter Vorbehalt: Mac Mini: Seit Oktober 2018

Der aktuelle Mac Mini wurde erst 2018 aktualisiert und ist eigentlich topaktuell. Apple aktualisiert die Mac-Mini-Modellreihe nur sehr selten, es gibt auch keine Gerüchte über ein baldiges Update. Gut möglich ist allerdings, dass es schon 2021 einen Mac Mini mit ARM-CPU gibt, vermutlich ist aber das aktuelle Modell der letzte Mac Mini mit Intel-CPU.

Zugreifen kann man aber beim aktuellen iMac 2020, hier erwarten wir erst sehr viel später ein ARM-Modell. Auch beim Macbook Pro 16-Zoll und dem Mac Pro könnte Apple vielleicht erst 2022 die ARM-Versionen vorstellen.

Unter Vorbehalt: Homepod

Eines der hartnäckigsten Gerüchte ist ein neuer günstiger Mini-Homepod. Mit einem Preis von knapp 300 Euro ist das aktuelle Modell aber für Apple schon im unteren Preisbereich, und das Konzept aus Apple-CPU und Siri-Technologie lässt sich nicht so einfach verkleinern. Wirklich glaubwürdig sind die Gerüchte wohl nicht, bis nach der Keynote (wohl nächste Woche) würden wir aber dann doch warten.

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