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iPhone-OS 4

08.01.2010 | 07:15 Uhr |

iPhone-OS 4

Neben den Diensten wird auch die Weiterentwicklung des iPhone-Betriebssystems eine zentrale Rolle bei Apple spielen. Einige Punkte gibt es inzwischen, die Apple gegenüber der Konkurrenz verbessern muss, um den anderen keine Blöße zu geben. So punkten andere Mobilplattformen wie Android mit "echten" Hintergrundprozessen - eine Möglichkeit, die sich auch viele iPhone-Entwickler wünschen. Eher für die Anwender interessant wäre eine breitere Unterstützung von Bluetooth, etwa zum Synchronisieren oder für den Anschluss einer Tastatur. Ebenfalls oben auf der Wunschliste steht drahtloser Datenabgleich mit dem Mac oder PC. Zwar ist die Synchronisierung über iTunes beispielhaft einfach gelöst, dass man aber jedes Mal das iPhone per Kabel an Mac oder PC anschließen muss, ist kaum mehr zeitgemäß.

Auch ein "Luxus-Problem" verglichen mit der Konkurrenz wird Apple im neuen Jahr adressieren müssen. Der "Home"-Bildschirm mit der aufgeräumten Icon-Parade ist kaum geeignet, mehrere zig oder hunderte Apps sinnvoll zu ordnen. Je mehr Apps man verwendet und je mehr diese können, desto notwendiger ist es, diese sinnvoll am iPhone zu verwalten. Um eine Form von hierarchischer Ordnung wird Apple nicht mehr herumkommen.

Ein weiteres Feld sind zusätzliche Entwicklerschnittstellen, die zwar schon vorhanden, aber von Apple nicht freigegeben sind. Das Streamen von Video vom iPhone aus ist ein prominentes Beispiel. Hier ist es allerdings schon Entwicklern geglückt, Apples App-Store-Segen zu bekommen, obwohl sie die Schnittstelle verwenden. Ganz so strikt scheint es Apple hier also nicht mehr zu nehmen. Auch die Interaktion von Apps, also das Zusammenspiel mehrerer Anwendungen, steckt noch in den Kinderschuhen. Ein häufig geäußerter Wunsch ist, auf Daten anderer Apps zugreifen zu können. Beispielsweise ist es bislang nicht möglich, einen Mail-Anhang an eine andere App zu übergeben. Beides aber wäre für viele Office-Applikationen essentiell wichtig.

Entwicklerkonferenz WWDC 2010

Spätestens zur nächsten jährlichen Entwicklerkonferenz, traditionell im Juni, wird Apple wohl mit dem nächsten großen Update für das iPhone-OS herausrücken. Dann wird man sehen, wie weit die Verantwortlichen das iPhone für weitere App-Funktionen öffnen und wie weit man in Cupertino mit neuen Services wie Streaming von Audio und Video und den Kartendiensten von Placebase gekommen ist.

Möglicherweise schon vorher könnte Apple aber auch mit einem komplett neuen Gerät aufwarten. Das mit Abstand heißeste Gerücht im Internet betrifft ein Tablet, das Apple wahlweise schon fertig konstruiert oder in der Produktion oder schon zig Mal verworfen hat. Selbst seriöse Marktforscher wie die von IDC geben schon Prognosen ab, wann das Tablet erscheint (Ende 2010), längst sind alle großen Medien nicht nur in den USA von der Existenz eines Tablet-iPhone überzeugt.

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