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iPhone Pro: Der logische Nachfolger

08.06.2009 | 07:24 Uhr |

iPhone Pro: Der logische Nachfolger

An der Kamera haben iPhone-Kritiker von Anfang an herum gemäkelt, nicht ganz zu Unrecht, sind doch auch bessere Handy-Kameras auf dem Markt. Das neue iPhone, heißt es jetzt nun iPhone Pro oder anders, wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit einer besseren Kamera kommen. Mindestens 3,2 Megapixel sollte die Auflösung betragen, 5 Megapixel wären keine Utopie. Konkrete Hinweise außer dem Verlangen des Marktes gibt es für eine neue iPhone-Kamera nur wenige: So soll das iPhone-OS 3.0 auch Videoschnitt ermöglichen - mit der aktuellen Kamera kaum denkbar.

Hinweise verdichten sich aber immer mehr in Sachen Kompass. Gerade für Routenplaner wäre es wichtig, neben dem Standort über die GPS-Daten auch etwas über die Ausrichtung des iPhones zu erfahren - eben mit einem Kompass . Routenplaner werden mit iPhone-OS 3.0 das nächste große Ding und für Apple und die Softwarehersteller echte Umsatzbringer - Garmin, Tomtom und Konsorten werden ihre komplexe Software sicher nicht für 9,99 Euro im App Store anbieten, sondern zu deutlich höheren Preisen. Eine weitere Hardwareneuerung wollen Entwickler im Quellcode des neuen iTunes 8.2 gefunden haben, das Apple Anfang der Woche quasi als Vorbereitung auf das iPhone-OS 3.0 veröffentlicht hat: Ein UKW-Empfänger würde das iPhone ergänzen. Zwar hält der iTunes Store dutzende Radio-Apps bereit, diese arbeiten aber in der Regel nur in Wi-Fi-Netzen halbwegs störungsfrei und gemäß ihrer Natur als Wiedergabeprogramme für Internetstreams zeitverzögert. Und noch ein Empfänger soll im Gehäuse des nächsten Apple-Handys sitzen: Wie der iPod Touch 2G soll auch das iPhone einen Empfänger für das Nike+ Sport Kit eingebaut haben, auch das verrate der Quellcode von iTunes 8.2 .

All die zusätzlichen Chips fordern mehr Leistung vom iPhone, man stelle sich nur den Radio hörenden Jogger vor, der mit dem Telefon seine Schritte zählt und unterwegs anhält, weil er neue Informationen über seinen Standort und die einzuschlagende Richtung benötigt. Vom Akku, der nach solch einer Tour schon recht bald nach einer neuen Ladung lechzt, reden wir gar nicht, sondern von den Anforderungen an den Prozessor. Abhilfe sei aber unterwegs, behauptet der Technikexperte John Gruber, der von informierten Kreisen erfahren haben will, dass im neuen iPhone ein deutlich schnellerer Chip Dienst tun soll. Der Übergang entspreche der vom 486-Chip zum Pentium, oder, wie es eingefleischte Macianer sicher lieber hören, dem Wechsel auf die G3-PowerPCs. Dass ein iPhone Pro sicher nicht mit nur 8 GB und 16 GB Speicher kommen werden, dürfte von vornherein klar sein, mehr als eine Verdoppelung der Kapazität ist aber erst einmal nicht zu erwarten.

Sollten alle Prognosen zutreffen, wird das Gehäuse des iPhone zu eng. Wäre Apple tatsächlich gezwungen, entgegen der bisher geltenden Philosophie der Miniaturisierung handeln zu müssen, könnte man auch noch gleich eine Slider-Tastatur einbauen. Angesichts der Fähigkeit des iPhone-OS 3.0, in allen Programmen die virtuelle Tastatur auch im Querformat darzustellen, klingt das aber recht unwahrscheinlich.

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