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iPhone im Straßenverkehr: Gericht prüft Klage

20.01.2017 | 09:58 Uhr |

Man kann ja Apple im Speziellen und Hersteller von Software und Hardware im Allgemeinen für vieles verantwortlich machen, aber alles hat seine Grenzen.

In den USA, dem Land der schier unbegrenzten Klagemöglichkeiten, muss nun ein Gericht über die Zulassung einer Klage entscheiden , die Apple vorwirft, in seine iPhones keine Technologie eingebaut zu haben die das Schreiben von SMS, iMessages oder E-Mails während der Fahrt unterbindet. Eingereicht hat die Klage, die Sammelklagenstatus erreichen soll, der Autofahrer Julio Ceja, in dessen Wagenheck ein anderer Verkehrsteilnehmer rauscht, der mehr mit dem Texting auf seinem iPhone als mit dem Geschehen auf der Straße vor ihm beschäftigt war. Seit dem Jahr 2008 habe Apple eine Technik, die den Gebrauch von Smartphones im Straßenverkehr unterbinden könnte, baue sie aber aus Angst vor dem Verlust von Marktanteilen nicht ein. Das Gericht soll nun Apple dazu zwingen, ein im Jahr 2008 beantragtes und 2014 gewährtes Patent endlich zu nutzen. Anhand der Bewegungssensoren und einer Szenarienanalyse könne das iPhone so herausfinden, ob es im Straßenverkehr benutzt werde und gewisse Funktionen sperren. Ist das iPhone mit der Autoelektronik verbunden ( Car Play ) sind ohnehin etliche Funktionen gesperrt, respektive lassen sich nur über Sprachkommandos bedienen.

In Kalifornien allein würden sich jährlich 52.000 Autounfälle ereignen, an denen das iPhone Schuld trage - also genauer seine Nutzer, die sich von ihrem Smartphone ablenken lassen. Die Zahlen stammen von der Bundesautobahnbehörde und der California Highway Patrol. Texting am Steuer sei sechs Mal gefährlicher, als betrunken Auto zu fahren, dennoch würden in jedem Moment 1,5 Millionen Amerikaner am Steuer Nachrichten verfassen.

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