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iPhone liegt zehn Monate im Fluss - und funktioniert noch

23.06.2022 | 10:50 Uhr | Thomas Hartmann

Ein Mann, der sein Mobiltelefon vor 10 Monaten im Fluss Wye verloren hatte, konnte es nicht glauben, dass es ihm funktionstüchtig zurückgegeben wurde.

Das berichtete der glückliche iPhone-User Owain Davies dem BBC Radio . Demnach ließ Davies sein iPhone im August 2021 beim Kanufahren auf einem Junggesellenabschied in Cinderford, Gloucestershire, fallen. Miguel Pacheco aus Drybrook in Gloucestershire habe es Anfang des Monats beim Kanufahren mit seiner Familie gefunden und zu Hause getrocknet. Daraufhin stellte er Fotos ins Internet, um den Eigentümer ausfindig zu machen. "Ich dachte nicht, dass es noch etwas taugt. Es war voller Wasser", sagte er. Er habe sich viel Mühe gegeben, das Smartphone trocken zu bekommen, weil sich darauf möglicherweise "sentimentale" Dinge befinden könnten. Er selbst hätte sein eigenes iPhone zurückhaben wollen, wenn es verloren gegangen wäre, weil dort zum Beispiel viele Fotos seiner Kinder und Familie drauf wären.

Zehn Monate im Wasser, eine Nacht im Schrank – geht

So trocknete er es dem Bericht zufolge mit einem Luftschlauch und einem Kompressor, bevor er es über Nacht in den Schrank stellte. Und war praktisch fassungslos, als es am Morgen tatsächlich in der Steckdose lud. Die Fotos, die Pacheco in seiner örtlichen Facebook-Gruppe "Cinder Noticeboard" gepostet hatte, wurden mehr als 4000 Mal geteilt. Der rechtmäßige Besitzer Davies erfuhr davon von Freunden und seiner Verlobten Fiona Gardner, die in Edinburgh leben und das iPhone auf den Fotos erkannt hatten.

Davies war äußerst beeindruckt, dass Pacheco einen solchen Aufwand betrieben hatte, um das iPhone seinem Besitzer zurückgeben zu können. Und das nach zehn Monaten im Wasser in funktionsfähigem Zustand!

Dazu, wie es zu dem Verlust überhaupt kommen konnte, erklärte Davies: "Ich saß in einem Zweier-Kanu, und mein Partner hätte wahrscheinlich nicht aufstehen sollen. Wir sind natürlich hineingefallen.” Das iPhone hatte er in seine Gesäßtasche gesteckt – und sobald er im Wasser war, war ihm klar, dass er es verloren hatte. Eine schöne Geschichte, aber besser ist es, man sichert sein Smartphone auf dem Fluss in einer Weise, dass es nicht so einfach hineinfallen kann. Denn auch von Apple gibt es keine Garantie für die Funktionsfähigkeit eines iPhones nach zehn Monaten Baden im Wasser…

Solche Geschichten von iPhone-Tauchgängen und darauffolgender Wiederbelebung sind übrigens nicht selten. 2018 haben wir berichtet, wie ein iPhone X zwei Wochen im Fluss überlebt hat . 2019 wurde ein iPhone 6S gefunden, das aus dem Flugzeug gefallen ist und nach diesem Sturz noch ein Jahr in den Bergen überlebt hat . Ein iPhone 11 hatte immerhin sechs Monate in einem See überstanden , darüber haben wir vor einem Jahr berichtet. 

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