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iPhone ohne Flash – Warum es so kam

14.12.2016 | 10:01 Uhr |

Flash ist unsicher, unflexibel und verbraucht zu viel Energie - so begründet Apple seit jeher den Verzicht auf die Software unter iOS. Es steckt aber wohl noch ein bisschen mehr dahinter.

Warum hat das iPhone kein Flash? Was vor gut zehn Jahren bei der Präsentation des Apple-Smartphones Gegenstand heftiger und teils unsachlicher Kritik war, erklärte Steve Jobs mit einem offenen Brief im Frühjahr 2010 : Weil Flash unsicher, fehlerhaft und nicht zukunftssicher ist. Die Geschichte gibt Jobs und seinen Apple-Kollegen recht: Flash auf Mobilgeräten stellte Adobe schon Ende 2011 ein – kurz nach Steve Jobs' Tod – und heute ist Flash selbst auf dem Desktop längst zum Auslaufmodell geworden: erst gestern wurde in Chrome HTML 5 zum Standard erklärt

Warum aber Flash genau keine Chance hatte, auf das iPhone zu kommen, erklärt nun der ehemalige Software-Manager Bob Burrough dem Blog Boy Genius Report (BGR) . Burrough behauptet, Apple habe sehr wohl den Prototypen des iPhone mit Flash getestet, sei aber bald zur Ansicht gekommen, dass Adobe bei den auftretenden (Sicherheits-)Problemen nicht helfen könne oder wolle – der Softwarehersteller sei schlicht nicht für die Entwickler erreichbar gewesen. Jobs habe daraufhin Flash endgültig einen Riegel vorgeschoben. Ob Burroughs Darstellung den Fakten entspricht, lässt sich im Nachhinein nur schwer sagen, eine zweite Quelle für diese Darstellung hat sich bisher nicht gemeldet. Doch passt das ins Bild und widerspricht auch nicht wirklich den bisher gekannten Fakten. Vermutlich hätte aber auch ein sich kooperativ verhaltendes Adobe Flash kaum im iPhone-Betriebssystem untergebracht.

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