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iPhone 13 wichtiger als iPad: Apple setzt Priorität

02.11.2021 | 10:30 Uhr | Thomas Hartmann

Auch Apple scheint vom globalen Chip-Mangel betroffen zu sein. Daher will der Konzern nun mit einer Verlagerung der Produktion versuchen, dem gegenzusteuern.

Apple ist offenbar - wie viele andere Unternehmen auch - durch die weltweite Chip-Knappheit in den Herstellungsprozessen eingeschränkt. Daher sind Produkte wie das iPhone 13 und die Apple Watch Series 7 weltweit nur mit langen Lieferzeiten verfügbar. Als Konsequenz soll Apple nun die iPad-Produktion gedrosselt haben, um Komponenten für das iPhone umzuverteilen, berichtet 9to5Mac .

Laut gut informierten Quellen, heißt es dort, habe Apple die iPad-Produktion zu etwa 50 Prozent stark zurückgefahren, um genügend Komponenten für die Herstellung der neuen iPhone-13-Gerätelinie zu haben. Von dieser Produktionsreduktion sollen auch ältere iPhone-Modelle betroffen sein, um auch daraus Komponenten für die neuesten iPhones zur Verfügung zu haben.

Lieferzeiten bis weit in den Dezember

Apple liegt mit seinen iPhone-Verkäufen auch im Vergleich mit Android-Geräten ganz vorn , insofern ist es verständlich, dass man alle Konzentration auf die neueste Modellreihe zieht. Andererseits war auch der iPad-Absatz in diesem Jahr mit 40,3 Millionen ausgelieferten Geräten bis September sehr überzeugend, sodass deren Reduktion in Produktion und Verkauf Apple wehtun dürfte. Und den potenziellen Usern, weil sie länger auf ihr neuestes Gerät warten müssen.

Schon jetzt werden die Lieferungen für die aktuellen iPad-Modelle auf Apples Website auf bis zu Mitte Dezember terminiert, es besteht also keine unmittelbare Verfügbarkeit. Dementsprechend ist nach Meinung von Analysten wie Nikkei Asia im nächsten Quartal zwar mit einem Anstieg des Wachstums für alle Produktkategorien zu erwarten, außer für das iPad. Und dieser Zustand aufgrund des Chipmangels könnte noch eine Weile bis tief ins nächste Jahr anhalten, vermuten diese.

Bei Apple war der Chipmangel recht spät angekommen, ist aber nun spürbar. Stückzahlen nennt Apple keine, im Septemberquartal hat man jedoch mit iPhones von fast 39 Milliarden US-Dollar erzielt, mit iPads 8,3 Milliarden US-Dollar, die Priorität ist offensichtlich. Laut Tim Cook hätte man angesichts der Nachfrage vor allem nach den neuen Modellen weit mehr iPhones verkaufen können, Finanzchef Luca Maestri schätzt, dass Apple ein Umsatz in Höhe von sechs Milliarden US-Dollar im Quartal entgangen ist.

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