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iTunes Music Store bringt den iPod voran

24.01.2009 | 00:00 Uhr

iTunes Music Store bringt den iPod voran

Der iPod der dritten Generation mit Dock
Vergrößern Der iPod der dritten Generation mit Dock

Apple ist nach wie vor ein Computerhersteller und verkauft dieser Tage so viele Macs wie noch nie zuvor in seiner Geschichte. Die Erfolgsgeschichte als Hersteller von Unterhaltungselektronik nahm aber im Jahr 2003 so richtig Fahrt auf. Anstatt wie zuvor einen iPod mit Firewire nur für Mac-Nutzer (erste Generation) oder wahlweise einen Firewire-iPod für Mac oder einen USB-2.0-iPod für Windows (zweite Generation) anzubieten, kam der iPod der dritten Generation mit einer universellen Schnittstelle. Die Entscheidung, ob Mac oder Windows blieb dem Adapterkabel überlassen, Apple lieferte freilich nur eine Variante mit, die andere war teuer zu erstehen. Heutzutage besteht die Qual der Wahl nicht mehr, iPods lassen sich nur noch an USB anschließen. Und wer noch einen alten Mac mit flottem Firewire aber lahmen USB 1.x betreibt, hat halt Pech gehabt und sollte sich zum neuen iPod gleich noch einen passenden Rechner kaufen.

Made for iPod: Selbst teurere Anlagen zeigen sich dem weißen Kästchen gegenüber aufgeschlossen
Vergrößern Made for iPod: Selbst teurere Anlagen zeigen sich dem weißen Kästchen gegenüber aufgeschlossen

Mit dem Dock-Connector schuf Apple den Rahmen für eine reichhaltige Zubehörindustrie, selbst High-End-Hersteller bieten Lösungen, um den iPod mittels Dockschnittstelle in Stereoanlagen zu integrieren. Der Verbraucher erhält so eine reichhaltige Auswahl von Zubehör für den iPod, für jede Situation, für jedes Budget. Und Apple verdient kräftig mit: Wer eine Zertifizierung und die detaillierten Spezifikationen der Schnittstelle haben will, muss Lizenzen an Apple abführen, kann dafür sein Produkt aber als "Made for iPod" bewerben. Apple wollte ursprünglich zehn Prozent des Verkaufspreises einziehen, verlangt aber mittlerweile deutlich weniger.

Der iTunes Store ist heute in 21 Ländern aktiv und die unangefochtene Nummer 1 unter legalen Services
Vergrößern Der iTunes Store ist heute in 21 Ländern aktiv und die unangefochtene Nummer 1 unter legalen Services

Mit einer weiteren Neuerung aus dem Jahr 2003 legt Apple endgültig den Grundstock für den Welterfolg des iPod: Am 28. April öffnet der iTunes Music Store seine Pforten, zunächst nur in USA. "Stiehl keine Musik" gab Apple dem iPod-Käufer von Anfang an als Ratschlag, ohne Zusatzsoftware ist der iPod nicht in der Lage, sich rückwärts zu synchronisieren und so als Austauschmedium für digitale Klone zu geben, das die CD-Brennerei und -Tauscherei bei weitem in den Schatten gestellt hätte. Der iTunes Music Store ist das erste Ernst zu nehmende legale Angebot für Musikdownloads, bis heute mit Vorsprung führend. Wenn man mit rechtlichen Mitteln nur zäh gegen "Piraterie" ankommt muss man dem Kunden eben einen legalen Weg für Musikdownloads schaffen, argumentiert Apple und bringt von Anfang an die damals noch fünf großen Musikkonzerne unter einen Hut. Apples Investitionen amortisieren sich: Zwar hagelt es Kritik an der starren Bindung von Downloadservice und Player und der ein oder andere Verbraucherschutzprozess bedroht das Modell, aber iTunes und iPod befruchten sich gegenseitig und treiben den Umsatz Apples mit seiner Multimediahardware in Höhen, die der Mac nie zuvor erklomm.

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