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iTunes & iPhone

17.08.2007 | 12:06 Uhr | Peter Müller

iTunes & iPhone

Datenaustausch: Das iPhone wird genau wie ein iPod per iTunes mit den Daten des Macs oder Windows-PCs synchronisiert.
Vergrößern Datenaustausch: Das iPhone wird genau wie ein iPod per iTunes mit den Daten des Macs oder Windows-PCs synchronisiert.

Apples neues Supertelefon ist genauso eng an iTunes gebunden wie die iPods. Nach dem Kauf muss das iPhone zunächst beim Mobilfunkprovider aktiviert werden. Den zugehörigen Assistenten hat Apple in iTunes integriert. Nach der Anmeldung erfolgt der Datenabgleich, der natürlich ebenfalls Sache von iTunes ist. Man kann persönliche Informationen austauschen, also Kontakte, Termine, E-Mail-Einstellungen oder Browser-Bookmarks, aber auch multimediale Inhalte auf das Telefon transferieren. Hier bietet iTunes genau wie beim iPod Musik, Hörbücher, Bilder, Videos an. Da das iPhone in erster Linie ein Kommunikationsmittel ist, kopiert iTunes zuerst die PIM-Daten. Wenn noch Platz ist, folgen die anderen Dateien in der genannten Reihenfolge.

Eine weitere nützliche Funktion ist das automatische Backup von iPhone-Einstellungen. iTunes sichert hierbei Textnachrichten, Notizen, Anruflisten, Favoriten sowie diverse Einstellungen, etwa für Netzwerkzugänge, die Tonausgabe oder Widgets. All diese Parameter lassen sich automatisch sichern und nach einem iPhone-Reset (oder -Austausch) sofort wiederherstellen. So ist das Telefon im Handumdrehen wieder einsatzbereit.

iTunes Store

Um Apples iTunes Store (iTS) „betreten“ zu können, muss der interessierte Kunde ebenfalls iTunes installieren. Der Zugang findet sich als eigener Bereich in der Mediathek-Spalte des Hauptfensters. Momentan kosten ein­zelne Titel im iTS meist 99 Cent, ein Album 9,99 Euro. Sie dürfen auf fünf Rechnern installiert und mit der gleichen Liste siebenmal auf eine CD oder DVD ge­brannt werden. Neuerdings bietet Apple unter dem Namen iTunes Plus einige Titel in höherer Qualität und DRM-frei für 1,29 Euro an (Seite 68). Die Albumpreise hat Apple dabei nicht angehoben. Außerdem kann man nach dem Kauf eines Titels das zugehörige Album günstiger erwerben, da die Kosten der einzelnen Titel 180 Tage angerechnet werden.

Neben Musik hat der iTunes Store noch einiges mehr zu bieten. Die Auswahl umfasst hierzulande Musik, Musikvideos, Hör­bücher, Podcasts, Kurzfilme und mittlerweile 17 Spiele für den iPod. In den USA kann man außerdem Spielfilme in „nahe­zu DVD-Qualität“ – darunter versteht Apple 640 Pixel Breite und bis zu 480 Pixel Hö­he (je nach Seitenverhältnis) – für Preise zwischen 9,99 und 14,99 Dollar kaufen. Serien kosten dort 1,99 Dollar pro Einzelfolge. Wann und zu welchen Preisen das Angebot auch bei uns verfügbar sein wird, ist noch nicht offiziell bekannt. Als Ergänzung zu Apple TV ist dieser Schritt hierzulande längst überfällig.

Fazit

iTunes sitzt wie die Spinne im multimedialen Netz, das Apple mit bekanntem Engagement aufgebaut hat. Hier laufen alle Fäden des Entertainment-Centers zusammen. iTunes ist flexibel bei Medien­import und -organisation, stellt die Verbindung zu Apples Online-Musikshop her und versorgt angeschlossene Geräte wie iPod, iPhone und Apple TV mit Daten aller Art. Damit steht die kostenlose ehemalige Jukebox-Software im Mittelpunkt von Apples bunter Medienwelt. Und dort macht das Programm unauffällig und zuverlässig seine Arbeit.

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