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macOS 10.15.6 sorgt bei VMware-Nutzern für Abstürze

28.07.2020 | 12:13 Uhr | Stephan Wiesend

Bei Anwendern von VMWare Fusion sorgt das Update auf macOS 10.15.6 für das Einfrieren des Systems, auch andere Apps könnten betroffen sein.

Für die Nutzung von Linux und Windows auf dem Mac sind Virtualisierungsprogramme wie VMware Fusion beliebt. Wie jetzt zahlreiche Nutzer dieser Lösung berichten, sorgte das Update auf macOS 10.15.6 unter bestimmten Umständen für das Einfrieren des Systems. Offensichtlich wird bei über zwölf Stunden Nutzung von Fusion immer mehr Arbeitsspeicher des Systems belegt, ein sogenanntes „memory leak“. Der Rechner werde dann immer langsamer, bis er sich abschaltete und neu startet. Ein Nutzer berichtet etwa von einem Absturz alle 24 bis 48 Stunden, was sich nur durch einen täglichen Neustart verhindern ließe. Laut einer ersten Analyse von VMware handelt es sich um einen Fehler einer Kernel-Extension von Apple (com.apple.security.sandbox).

Eine Übergangslösung ist nicht bekannt, ein Downgrade auf 10.15.5 über Time Machine ein möglicher Umweg. VMWare empfiehlt Nutzern einer virtuellen Maschine diese möglichst oft zu beenden und den Mac mehrmals täglich neu zu starten.

Betroffen sind von dem Fehler anscheinend auch Nutzer der Virtualisierungssoftware Virtualbox . Von Nutzern der Virtualisierungslösung Parallels liegen bisher keine Berichte vor.

Anscheinend tritt das Problem nur bei sehr langer Nutzung von Anwendungen mit sehr hohem Speicherbedarf, dann könnten allerdings auch andere speicherhungrige Apps betroffen sein. Ähnliche Probleme scheinen beispielsweise bei Xcode aufzutreten wie Apples Support-Forum berichtet, dazu liegen aber bisher keine eindeutigen Belege vor. Abstürze des Systems treten gelegentlich auf und wurden in Foren bereits lange vor dem Update auf 10.15.6 berichtet.

Apple wurde benachrichtigt und wird den Fehler hoffentlich baldmöglichst beheben.

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