2559432

macOs in AR: So könnte ein virtueller Mac aussehen

07.01.2021 | 10:29 Uhr | Thomas Hartmann

Nur eine Zukunftsstudie, aber eine faszinierende: Ein Mac erscheint auf dem Schreibtisch nur mit ”Apple Glasses” initiiert.

Klar, Minority Report, wo Tom Cruise als Cop John Anderton in einer futuristischen Polizeiabteilung für Vorhersagen unmittelbar bevorstehender Verbrechen mit ”Precogs” arbeitet und nur mit Datenhandschuh ausgestattet durch virtuelle Displays blättert, lässt grüßen. Doch beim aktuellen Tempo der Entwicklung von AR-Funktionalität ist das gar nicht mehr so reine Science-Fiction, wie es 2002 noch wirkte.

Google hat erste Ansätze mit seinen ”Glasses” schon gemacht, die einen Miniaturcomputer, aber nur mit elementaren Einblendungen und Informationen im Sichtfeld, simulieren.

Das Konzept von Dominik Hofacker, der als 24-jähriger Designer nun bei Facebook in der passenden Abteilung ( Facebook Reality Labs ) untergekommen ist, geht da schon deutlich weiter. Wie ein Artikel bei Cult of Mac zeigt, benötigt man in seiner AR-Fantasie nicht mal mehr einen realen Mac auf dem Tisch, sondern nur ”Apple Glasses” mit ”GlasOS” vor den Augen, um eine virtuelle “macOS reality” zu kreieren. Eine AR-Brille von Apple ist vermutlich in Entwicklung und könnte in einer ersten Version noch dieses Jahr erscheinen, doch wozu sie konkret fähig wäre, lässt sich noch nicht sagen.

Für Dominik Hofacker stellt sich das so dar, dass man die Brille aufsetzt, aktiviert, und vor den Augen erscheint ein virtueller Mac in ”Augmented Reality”, mit Bildschirm, einem Dock und Tastatur sowie weiteren Displays, die sich alle per Wischgesten nutzen lassen. Anstelle eines zweidimensionalen Screens hätte man durch AR-Inhalte einen 3D-Raum vor sich, in dem man sich sehr viel intuitiver bewegen könnte. ”Die Welt ist dein Display”, so Hofacker euphorisch. Ein solches AR-Mac-Interface sei auch sehr viel effizienter. Alle wichtigen Informationen liegen jederzeit direkt vor dem User, anstatt dass man sich durch 50 gestaffelte Fenster arbeiten müsste, so Hofacker.

Ein kurzes Video auf Youtube gibt einen Eindruck, wie das Ganze theoretisch aussehen könnte. Mr. Spock würde wohl sagen: ”Faszinierend”. Und auch wir würden uns über einen solchen überall und jederzeit verfügbaren virtuellen Mac freuen, der keinerlei Platz beansprucht und prinzipiell erst mal nur uns zur Verfügung stünde. Doch bis das in diese Details hinein möglich ist, dürften noch ein paar macOS-Versionen und ”Glasses”-Modelle vergehen...

Macwelt Marktplatz

2559432