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Adressbuch-Telefonie

10.10.2006 | 13:57 Uhr |

Adressbuch-Telefonie

Elefantengedächtnis: Obwohl nur ein Handy mit dem Mac verbunden ist, merkt sich das Adressbuch alle jemals gepairten Geräte. Stellt sich nur die Frage, wozu?
Vergrößern Elefantengedächtnis: Obwohl nur ein Handy mit dem Mac verbunden ist, merkt sich das Adressbuch alle jemals gepairten Geräte. Stellt sich nur die Frage, wozu?

Eine Alternative zur integrierten Funktion bietet sich in Form der Software Blue Phone Elite an. Mit Ausnahme der Nokia-Telefone lassen sich mithilfe dieser 20 Dollar kostenden Anwendung Telefonverbindungen mit dem Handy herstellen. Und nicht nur das. Zusätzlich signalisiert die Software eingehende Anrufe in Form eines halbtransparenten Pop-ups und erlaubt auch das Verwalten gesendeter und empfangener SMS-Nachrichten. Das klappt mit zwei Ausnahme bei allen unterstützten Handys ausgezeichnet. Einzig das EF81 hängt sich beim Test gelegentlich auf und das M600i verweigert das Auflegen nach dem Ende einer Verbindung. Beim EF81 löst ein Upgrade auf die neuste Firmware das Problem, für das M600i findet sich keine Lösung.

So testet Macwelt

Die Testergebnisse im Detail. Zum Vergrößern auf das Bild klicken
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Testumgebung Wir testen die einzelnen Handys in drei verschiedenen Disziplinen: Synchronisation mit dem Mac, Verwendbarkeit in Zusammenarbeit mit dem Adressbuch und Einsatz als UMTS-Modem. Dabei untersuchen wir, ob die Geräte direkt, mithilfe von Zusatzsoftware oder gar nicht zur Kommunikation mit dem Mac zu bewegen sind.

Testausstattung Als Testrechner kommt ein 2,0 GHz schnelles Macbook unter Mac-OS X 10.4.7 zum Einsatz, auf dem zusätzlich zu den von Apple gelieferten Anwendungen die Produkte Launch2Net und das iSync-Plug-in von Novamedia, Bluephone Elite von Reelintelligence und Missing Sync für Windows Mobile von Mark/Space installiert sind.

Info: Katastrophe Bluetooth

Eigentlich ist Bluetooth ja eine feine Sache . Man nimmt zwei zu verbindende Geräte, sagt ihnen, dass sie sich miteinander verbinden sollen, gibt einmalig eine PIN ein – fertig. Den Rest wie unterstützte Funktionen, Übertragungsmodi und so weiter machen die Produkte dann unter sich aus. Auf dem Mac funktioniert das allerdings nur reibungslos, wenn kein häufiger Wechsel der Bluetooth-Geräte stattfindet. Ein Beispiel: Verbinden Sie zuerst ihr Handy mit dem Mac und bauen dann über dessen Modem-Funktion eine Internet-Verbindung auf, funktioniert das wunderbar. Kommen Sie aber nun auf die Idee, beispielsweise auch Ihre Bluetooth-fähige GPS-Maus mit dem Mac zu verbinden, klappt der Internet-Zugang nicht mehr.

Apple schlampt bei Bluetooth Der Grund: Der interne Bluetooth-Stack möchte stets das zuletzt gepairte Gerät ansprechen. Ergo müssen sowohl Handy als auch GPS-Maus wieder aus der Bluetooth-Systemsteuerung entfernt und in umgekehrter Reihenfolge wieder gepairt werden. Zur Sicherheit ist dann noch ein Neustart fällig, damit Mac-OS X die Änderungen richtig übernimmt. Sie sollten nun allerdings vermeiden, beispielsweise Ihr Bluetooth-Headset nachträglich mit dem Mac zu verbinden. Denn dann geht das Spiel von vorne los. Wenig erfreulich ist auch, dass sich das Adressbuch anscheinend merkt, welche Geräte bereits mit dem Mac verbunden waren. Vermutlich liegt hier auch eine der Ursachen für das Versagen der Testkandidaten bei der Wahl einer Telefonnummer aus dem Adressbuch heraus. Es bleibt zu hoffen, dass Apple neben der Arbeit an den neuen Features von Mac-OS X 10.5 („Leopard“) auch dem Bluetooth-Stack von Mac-OS X ein wenig Modellpflege angedeihen lässt.

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