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Anker Nebula Capsule - Mobiler Beamer

17.09.2018 | 15:16 Uhr |

Kaum größer als eine Getränkedose präsentiert sich die Nebula Capsule als gut transportable Beamer-Lösung mit 360-Grad-Sound.

Mobile Beamer haben sich längst etabliert, bisher vorwiegend in Unternehmen – die Geräte sind aber noch recht sperrig. Aber auch für den Privatgebrauch gibt es seit einiger Zeit Geräte, die das Streamen von Videos aus dem Internet oder vom eigenen Smartphone unterstützen und ein Android-Betriebssystem integriert haben. Seit Anfang des Jahres mischt auch Anker mit seiner Nebula-Produktreihe auf dem Markt mit. Das Modell „Nebula Capsule“ betrachten wir hier näher.

Kompakte Ausmaße, gut verarbeitet

Der Mini-Beamer, der gerade einmal die Größe einer Cola-Dose hat, wird in einer hochwertigen Verpackung mit Magnetverschluss geliefert. Im Lieferumfang enthalten ist neben dem eigentlichen Beamer eine Fernbedienung, ein Micro-USB-Ladekabel, eine Tasche zum sicheren Verstauen, ein Microfasertuch und ein OTG-Adapter. 

Kaum größer als eine Getränkedose
Vergrößern Kaum größer als eine Getränkedose

Der USB-Port neben dem HDMI-Anschluss an der Seite der Capsule dient aber nicht nur zur Stromversorgung, sondern kann mit dem enthaltenen OTG-Adapter auch zur Übertragung von Bildern, Videos oder Apps (als Android .apk) genutzt werden. Leider setzt Anker bei seiner Fernbedienung auf Infrarot und nicht Bluetooth, weswegen wir empfehlen, stattdessen die App Capsule Control zu benutzen. Sie setzt auf Bluetooth und bietet wesentlich mehr Funktionen als die Hardware-Fernbedienung. Der Beamer an sich ist aus Metall verarbeitet und wirkt sehr hochwertig. An seiner Oberseite sind vier in einer Kugel angeordnete Tasten angebracht, die verschiedene Funktionen bieten. Über zwei von ihnen lässt sich die Lautstärke anpassen, eine dient zum Ein-/Ausschalten und die vierte zum Wechseln vom Video- in den Audiomodus. Über Letzteren lässt sich die Capsule als reiner Bluetooth-Lautsprecher verwenden.  Auf der Unterseite der Capsule befindet sich ein Gewinde um diesen auf ein Stativ zu stellen.

Anker hat in seinen Beamer eine eindrucksvolle Menge an Hardware gesteckt. Zusätzlich zum Projektor, der ein bis zu 100 Zoll großes Bild mit einer Auflösung von 854 x 480 px und einer Helligkeit von 100 Lumen erzeugt, sind ein 360-Grad Lautsprecher mit  5 Watt Leistung und ein 5200 mAh fassender Akku verbaut. Der Beamer lässt sich per Quickcharge 2.0 laden, beim Videostreamen hält er etwa 3,5 Stunden durch. Aufgeladen wird er innerhalb von einer Stunde. HDMI-Anschluss, Screen-Mirroring,  AirPlay, Miracast, WiFi auf 2,4 und 5,0 GHz, Bluetooth 4.0 und dem USB-OTG Adapter machen in Verbindung mit dem installierten Android-Betriebssystem das Streamen und Übertragen aus fast jeder Quelle möglich. Der verbaute Prozessor Qualcomm Snapdragon 210/212 in Verbindung mit einer Adreno 304-GPU und 1 GB RAM ist zwar an sich nicht sehr stark, reicht für Video-Streaming vollkommen aus. Falls man unterwegs einmal kein Netz hat, lassen sich auch vorher auf dem internen 8 GB großen Speicher Dateien sichern.

Akzeptables Bild, überzeugende Tonqualität

Das Bild der Capsule kann sich bei verdunkeltem Raum definitiv sehen lassen und passt sich auch an den Winkel an, in welchem der Beamer aufgestellt wird. Strahlt man das Bild mit schrägem Winkel an die Wand passt es sich automatisch in der Horizontalen an. Wer den Beamer als reinen Bluetooth-Lautsprecher nutzen möchte, kann dies durch drücken des Umschaltknopfes einfach erledigen. Hierbei wird das Bild einfach abgeschaltet und man hat einen schönen 360-Grad-Sound.

Das Bild kann bis zu 100 Zoll in der Diagonale groß sein.
Vergrößern Das Bild kann bis zu 100 Zoll in der Diagonale groß sein.

Wie auch andere Beamer enthält die Capsule einen Lüfter. Dieser ist leider bei leisem Ton doch deutlich wahrnehmbar, was eine kleine Schwäche ist. Bei der Größe des Beamers darf man kein Heimkinoerlebnis erwarten. Die Auflösung und die geringe Lumenanzahl ist einfach nicht genug, aber dazu ist der Projektor ja auch gar nicht gedacht. Wenn das Zimmer abgedunkelt ist, macht der Beamer allerdings wirklich Spaß. Beim Ton lässt sich nicht meckern, denn dieser wird in alle Richtungen abgestrahlt und bietet ein 360 Grad Erlebnis. Das installiere Android OS ist kein vollwertiges Anroid und auch kein Android TV. Es ist eine Abwandlung des Google-Betriebssystems, welches einen eigenen Medienplayer, Datei-Manager und eine App-Übersicht mitbringt. Der App Store ist ebenfalls nicht der Google App Store, sondern der auf TV- und Beamer-Angebote hin ausgelegte Aptoide TV Store. Hier bekommt man aber alles Mögliche. Von Netflix und YouTube über hulu und TED hin zu Spotify und Amazon Prime Video, die jeweils direkt über die WLAN-Verbindung des Anker Nebula Capsule Inhalte aufrufen und streamen können.

Fazit

Die Nebula Capsule bringt Vor- und Nachteile mit sich. Ein großer Vorteil ist definitiv die geringe Größe und das schnelle Setup. Ein Nachteil ist die geringe Helligkeit und der etwas hohe Preis von 500 Euro sowie der laute Lüfter.

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