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Anker Thunderbolt-4-Docking Station Apex: Design-Highlight mit Schwächen am M1

10.04.2022 | 09:45 Uhr |

Thunderbolt-Docking-Stations sind für das Macbook das wichtigste Zubehör, vor allem für Nutzer, die am heimischen Schreibtisch einen großen Monitor stehen haben. Speziell mit dem neusten Standard Thunderbolt 4 wird es auch interessant für die Macbooks M1.

Ankers Thunderbolt-4-Docking-Station – auch Apex genannt – möchte mit einer geballten Ladung Anschlüsse locken. Doch  – Achtung! – ein Hinweis in den Herstellerangaben macht uns stutzig: "Nicht kompatibel mit M1-Macbook" steht da.

Die Thunderbolt-4-Docking Station von Anker macht auf dem Schreibtisch eine sehr gute Figur. Leider ist sie nur eingeschränkt für M1-Macbooks geeignet.
Vergrößern Die Thunderbolt-4-Docking Station von Anker macht auf dem Schreibtisch eine sehr gute Figur. Leider ist sie nur eingeschränkt für M1-Macbooks geeignet.
© Thomas Bergbold

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Geballte Ausstattung

Das schicke silberne Gehäuse mit den abgerundeten Kanten und dem Wellblech-Look sticht genauso hervor, wie der Zusatz 12-in-1. Schauen wir uns die vielen Anschlüsse mal genauer an: Auf der Rückseite sind das zwei HDMI-2.0-Anschlüsse mit 4K 60 Hz, ein Thunderbolt 4 mit 40 Gbps, ein Gigabit Ethernet, zwei USB-A 3.1 Gen 2 mit 10 Gbps und zwei USB-A 2.0 für Eingabegeräte.

Auf der Vorderseite sind aufgeräumt der 90-W-Anschluss für das Macbook, ein 20 Watt leistender USB-C 3.1 Gen2 mit 10 Gbps, ein Audioanschluss mit Ein- und Ausgang, sowie ein SD 4.0 UHS-II Speicherkartenleser untergebracht. Sehr praktisch ist auch der große Ein/Ausschalter sowie eine Betriebs-LED auf der Vorderseite.

Aufgeräumt ist nicht nur die Vorderseite, sondern auch die Rückseite. Ein Highlight sind die zwei HDMI 2.0 Anschlüsse.
Vergrößern Aufgeräumt ist nicht nur die Vorderseite, sondern auch die Rückseite. Ein Highlight sind die zwei HDMI 2.0 Anschlüsse.
© Thomas Bergbold

In der Praxis mit Tücken

Das liest sich erst mal sehr positiv und ist einem Premiumprodukt würdig. Doch warum nicht kompatibel mit M1-Macbooks? Direkt ein Macbook Air M1 angeschlossen und siehe da … es funktioniert. Ebenso wie mit einem Intel Macbook Pro. Wo ist also das Problem? Auf den ersten Blick können wir keines erkennen. Thunderbolt-Laufwerke funktionieren ebenso, wie USB-C-Sticks, diverse Ein- und Ausgabegeräte oder Speicherkarten. Auch der 4K-Monitor BenQ SW321C versieht problemlos seinen Dienst, egal an welchem der zwei HDMI-Anschlüssen.

Wir können es im ersten Praxischeck nicht nachvollziehen und finden erst beim Blick in die Systeminformationen einen Hinweis. Das Apex wird am M1 nicht mit Thunderbolt verbunden, sondern mit USB 4 – aber immerhin mit 40 Gbps.

Entsprechend sehen auch die Datenraten aus. Zum Beispiel mit einem Thunderbolt-3-Laufwerk OWC Envoy Pro SX sind es nur 862 MB/s beim Schreiben und 2358 MB/s beim Lesen. Direkt am Macbook Air M1 sind es mit 1514 MB/s beim Schreiben deutlich mehr. Der Lesewert liegt nur rund 200 MB/s darunter.

Am vorderen USB-C mit einem Lacie Portable SSD sind es 588 MB/s beim Schreiben und 530 MB/s beim Lesen. Wieder im Vergleich direkt am Macbook Air wird das Lacie rund 200 MB/s schneller ausgelesen, dafür ist der Wert beim Schreiben am Apex rund 30 MB/s schneller.

Der Speicherkartenleser hingegen kann überzeugen und erreicht mit schnellen UHS-II-Speicherkarten sehr gute Werte, die leicht unter denen von einzelnem Speicherkartenleser liegen. Zum Beispiel mit einer OWC Atlas S Pro 197 MB/s beim Schreiben und 234 MB/s beim Lesen und einer SanDisk Extreme Pro 190 MB/s beim Schreiben und 232 MB/s beim Lesen.

Empfehlung

Die Thunderbolt-4-Docking Station glänzt mit einer guten Ausstattung und empfiehlt sich mit seinen zwei HDMI-Anschlüssen gerade für Nutzer mit zwei Monitoren am Arbeitsplatz. An den Macbooks M1 aber nur mit einem Monitor, diese Einschränkung ist aber Apple geschuldet, das hat Anker nicht zu verantworten. Anschlüsse sind reichlich vorhanden, da freuen sich Nutzer von Webcams und anderen Eingabegeräte sehr.

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Dass sich Anker Gedanken bei der Aufteilung der Anschlüsse gemacht hat, merkt man. Thunderbolt-Laufwerke finden praktischerweise auf der Rückseite einen Anschluss und der USB-C auf der Vorderseite hat genug Abstand zu den Anschlüssen daneben, dass man auch bequem einen USB-C Stick verwenden kann. Ebenso leicht zugänglich ist der Kopfhörer-Anschluss an der Vorderseite. Dem Komfort zuträglich ist der Ein/Ausschalter vorne und einem Federmechanismus für die Speicherkarten.

Die eingeschränkte Kompatibilität zu den Macbooks M1, fällt nur auf, wenn man Thunderbolt-Laufwerke im Einsatz hat oder zwei Monitore benutzen möchte. Das ist aber den Einschränkungen der M1-Macs und dem Thunderbolt-4-Standard geschuldet. Mehr dazu im Kasten. Die reduzierte Geschwindigkeit bei USB-C Laufwerken ist im üblichen Rahmen bei Docking-Stations. Der Preis von 399,- Euro liegt im oberen Bereich der Geräteklasse.

Thunderbolt 4 Docking Station Apex

Hersteller:

Anker

Preis:

399,- Euro

Note::

4 Sterne

Vorteile:

viele Anschlüsse, sehr gut verarbeitet, genug Abstand zwischen den Anschlüssen auf der Vorderseite, SD-Leser mit Federmechanik

Nachteile:

wird am Macbook Air M1 nur mit USB 4 erkannt, Thunderbolt-3-Laufwerke mit deutlich geringerer Schreibrate

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