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Ausgabewunder Encore und Flash

30.05.2007 | 12:22 Uhr |

Ausgabewunder Encore und Flash

Encore: Auch die DVD-Authoring-Lösung Encore arbeitet nach dem Drag-and-drop-Prinzip von Mediendateien und Verlinkungen. Menüs können hierbei aus den Vorlagen gewählt oder mittels Photoshop oder After Effects erstellt werden.
Vergrößern Encore: Auch die DVD-Authoring-Lösung Encore arbeitet nach dem Drag-and-drop-Prinzip von Mediendateien und Verlinkungen. Menüs können hierbei aus den Vorlagen gewählt oder mittels Photoshop oder After Effects erstellt werden.

Mal abgesehen von der „normalen“ Ausgabe eines Videofilms oder einer Komposition auf Band oder als Filmdatei, sind es vor allem die Applikationen Encore und Flash CS3, die Adobes Video-Suite von anderen Lösungen abheben. Sowohl Encore als auch das Flash-Format sind mittlerweile fest in den Workflow aller Adobe Videoprogramme integriert, sodass man beispielsweise in After Effects Cue-Points für eine Flash-Animation definieren kann oder bestehende Motion Trackings und Alpha-Kanäle an Flash übergibt, und zwar mittels direktem Export aus After Effects an Flash im SWF- oder FLV-Format. Mittels integriertem Adobe Media-Encoder kann der Anwender auch ein komplettes Premiere-Projekt in das Flash-Format enkodieren und dabei sowohl Größe als auch Datenrate und Audioqualität einstellen. Richtig spannend wird die Ausgabe jedoch erst über Encore CS3, denn das DVD-Authoring-Programm unterstützt zwei Formate, die am Mac in der Form sonst nicht zu finden sind: Blu-Ray DVD und DVD-to-Web.

DVD to Web: Als Ausgabe-Optionen stehen in Encore sowohl Standard- als auch Blu-Ray DVD zur Verfügung. Auch können DVDs samt Menüs und Filmen als Flash-Datei für die Publikation im Web erstellt werden.
Vergrößern DVD to Web: Als Ausgabe-Optionen stehen in Encore sowohl Standard- als auch Blu-Ray DVD zur Verfügung. Auch können DVDs samt Menüs und Filmen als Flash-Datei für die Publikation im Web erstellt werden.

Ähnlich wie auch DVD Studio Pro liefert Adobe mit Encore eine Handvoll mehr oder minder geschmackvoller DVD-Menüs mit, die man über Photoshop als Still-Menüs oder über After Effects als Motion- Menüs bearbeiten oder erweitern kann. Per Drag-and-drop lassen sich encodierte MPEG-Filme, Sprachspuren oder sonstige DVD-Assets in das Flussdiagramm ziehen und mit vorhandenen Menüs verlinken. Im Vergleich zu DVD Studio Pro ist Encore allerdings etwas träge und ungenau, vor allem was die Arbeit im Baumdiagramm angeht. Besonders hingegen sind die Format-Optionen: Ruft man „DVD-Master“ aus dem Erstellen-Menü auf, so kann der Anwender auswählen, ob er eine Standard-DVD, eine Blu-Ray-DVD oder gar eine Flash-Datei exportieren möchte. Die Erstellung einer Blu-Ray-DVD können wir mangels geeigneter Hardware nicht testen, das Flash-Ergebnis versetzt uns dafür in Staunen: Die komplette DVD inklusiver aller enthaltenen Menüs, Filme und Verlinkungen wird als SWF-Datei mit dazugehöriger Index.html-Datei komprimiert und lässt sich über jeden Browser mit Flash Plug-in betrachten.

Wer also eine aufwendig gestaltete DVD nicht nur auf Medien verteilen sondern diese auch auf seine Website stellen möchte, findet mit der Encore-Option Flash-to-Web das optimale und vor allem einfachste Werkzeug. Natürlich eignet sich diese Technologie auch hervorragend für die Arbeit mit Kunden, die über einen Webbrowser mal eben ein Authoring abnehmen können, ohne dass aufwendig DVDs gebrannt und zeitraubend durch die Gegend geschickt werden müssen.

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