988730

Ausgebremst

01.07.2007 | 15:54 Uhr |

Ausgebremst

Die in den Macs verbauten Airport-Karten unterstützen von Hause aus nicht den neuen WLAN-Standard. Den Draft-n-Modus muss man zuerst mit dem Airport Extreme 802.11n Enabler freischalten. Die Software, bei der es sich um einen erweiterten Treiber handelt, liegt der neuen Apple-Basisstation-Airport-Extreme bei und ist darüber hinaus über den Apple Store gegen eine Gebühr von 1,95 Euro erhältlich.

Gleichzeitig bremsen gesetzliche Regelungen Apples Airport-Technik aus. Der im 802.11n-Standard vorgesehene „Wide Mode“ ist in Deutschland, England, Estland, Lettland, Österreich, Slowakei, Spanien sowie Japan nicht erlaubt. Statt der theoretisch möglichen 300 Megabit pro Sekunde senden die Mac-Rechner in diesen Ländern mit maximal 144 Megabit pro Sekunde. Weitere Auswirkungen hat diese Einschränkung glücklicherweise nicht: Mit allen sechs Testkandidaten baut unser Testrechner einwandfrei Verbindungen auf.

Im Test zeigt sich allerdings, dass Apples Airport-Treiber den WEP-Modus nur mangelhaft unterstützt. Greift man auf den WEP-Modus zurück, sinkt die Datenrate derart ab, dass ein vernünftiges Arbeiten unmöglich wird. Die Übertragung einer ein Gigabyte großen Testdatei brechen wir nach drei Tagen entnervt ab. Das Problem tritt mit sämtlichen Testkandidaten auf.

WEP ist ein zugegeben veraltetes und nach heutigem Stand der Technik unsicheres Verfahren, um Daten in einem drahtlosen Netz zu verschlüsseln. Besser sind die aktuellen Verfahren WPA oder WPA2. Wenn ältere Geräte in das drahtlose Netz eingebunden werden sollen, ist man jedoch unter Umständen gezwungen, auf WEP zurückzugreifen.

Für die Leistungsmessungen verwenden wir den Verschlüsselungsstandard WPA2. Es treten keine Probleme, aber einige Ungereimtheiten auf.

Am besten schneidet Airport Extreme ab. Apples Basisstation ist beim Empfangen und Senden von Daten jeweils der zweitschnellste Router, das bedeutet den Gesamtsieg. Den höchsten Durchsatz beim Datenempfang bietet der D-Link DIR-655. Die ein Gigabyte große Testdatei überträgt der Router in rund zweieinhalb Minuten vom Netzlaufwerk auf das Macbook. Beim Datenversand schiebt sich der Zyxel-Router NBG-415N mit weniger als vier Minuten Übertragungszeit an die Spitze des Feldes.

Überrascht sind wir von den Abständen im Testfeld. Die Schlusslichter beim Sende- und Empfangstest benötigen in etwa doppelt so viel Zeit wie die Spitzenreiter. Einen gemischten Eindruck hinterlässt Netgears WNR854T. Beim Sendetest erreicht der Router mit akzeptablen 5 Minuten 20 Sekunden einen dritten Platz, während er mit 6 Minuten 40 Sekunden Schlusslicht beim Empfangstest ist. Dass der Netgear-Router per Gigabit-Ethernet mit dem verkabelten Netz verbunden ist, macht das Ergebnis noch unverständlicher.

Macwelt Marktplatz

988730