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Ausstattung

05.04.2006 | 12:48 Uhr |

Ausstattung

Einige Änderungen gibt es auch in puncto Ausstattung. Auffälligste Neuerung ist die im Display integrierte iSight-Kamera. Sie arbeitet mit ganz ähnlicher Qualität wie das Gegenstück im iMac, kommt aber nicht an die externe Firewire-iSight-Kamera heran, denn diese ist mit einem Autofokus-Objektiv ausgestattet. Wer beruflich auf Reisen Videokonferenzen abhalten muss, wird sich über die Kamera freuen, für alle anderen ist sie wohl nicht mehr als ein nettes Gimmick.

Auch das Windows-Notebook von Acer ist mit einer Kamera ausgestattet, diese ist jedoch um 180 Grad schwenkbar, so dass man sie besser als Ersatz für eine Foto- oder Videokamera benutzen kann.

Freunde von Multimedia-Inhalten wird die beiliegende Infrarot-Fernbedienung freuen. Dank der Media-Oberfläche Front Row kann man Musik, Fotos und Videos bequem vom Sofa aus genießen und steuern. Auch wenn das eher ein Feature für stationäre Computer ist, macht es in einem mobilen Computer zumindest bei Präsentationen oder für die abendliche Unterhaltung auf Reisen Sinn.

Neu ist der Express-Card-Steckplatz. Er ersetzt den bisherigen PC-Card-Slot. Technologisch macht das Sinn, denn Express-Karten sind leistungsfähiger, da sie auf den schnellen PCI-Express-Bus aufsetzen. Besitzer von PC-Cards wird es allerdings mächtig ärgern, dass sie ihre teuren Karten nicht mehr weiter verwenden können. Der Express-Card-Steckplatz ist nicht rückwärtskompatibel zu PC-Cards.

Mehr Reichweite für Airport

Einen, in unseren Augen wichtigen Punkt hat Apple deutlich verbessert. Viel Kritik ernteten die G4-Powerbooks wegen der mangelhaften Airport-Reichweite. Apple hatte die Airport-Antennen ungünstig im Gerät platziert, so dass das Aluminiumgehäuse die Funkwellen teilweise abschirmt. Im Macbook Pro gibt es nun einen neuen Platz für die Antennen. Sie befinden sich unter einer Kunststoffabdeckung im Scharnier des Displays. Das macht sich im Test positiv bemerkbar. Wir messen eine deutlich bessere Reichweite, die nun der der iBooks in nichts mehr nachsteht.

Bei all den neuen Funktionen und Verbesserungen gibt es jedoch auch Schattenseiten. Der S-Video-Ausgang und der Firewire-800-Port sind offensichtlich Sparzwängen zum Opfer gefallen.

Während man den Video-Ausgang noch durch einen speziellen DVI-Adpater nachrüsten kann, bleibt für Firewire-800-Fans vorerst nur der berühmte Blick in die Röhre. Hier muss man sich mit Firewire-400 zufrieden geben. Es besteht jedoch die Möglichkeit Firewire-800 per Express-Karte nachzurüsten. Allerdings muss man hier noch auf Dritthersteller warten. Apple bietet eine solche Karte bis dato jedenfalls nicht an.

Ein Rückschritt ist das optische Laufwerk, das DVDs statt mit achtfacher nur noch mit vierfacher Geschwindigkeit beschreibt und keine Double-Layer-Rohlinge verarbeitet. Beides können die G4-Powerbooks besser. Der Grund ist technischer Natur. Apple setzt aus Platzgründen ein neuartiges Slimline-Laufwerk von Matsushita ein, das flacher als die bisherigen Brenner ist. Der Nachteil ist allerdings, dass Laufwerke dieser Bauart noch nicht die Geschwindigkeiten und Möglichkeiten der Vorgänger-Generation erreichen.

Fazit

Das Resultat der Macbooks fällt besser aus als bei den Intel-iMacs. Im Vergleich zu den G4-Powerbooks sind die Macbooks mit Intel-CPU ein Schritt nach vorn. Sowohl von der Leistung als auch von der Ausstattung her. Schade nur, dass wichtige Programme immer noch nicht als Universal-Binaries verfügbar sind. cm

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