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Besetzt: Speicher belegt beide Steckplätze

14.06.2007 | 13:21 Uhr | Markus Schelhorn

Besetzt: Speicher belegt beide Steckplätze

Die aktualisierten Macbooks Pro
Vergrößern Die aktualisierten Macbooks Pro
© Apple

Ein weiterer Wermutstropfen: Alle Macbooks Pro haben jetzt zwar zwei Gigabyte Arbeitsspeicher eingebaut – blöder Weise sind aber die beiden SO-DIMM-Steckplätze mit jeweils einem ein Gigabyte großen SO-DIMM besetzt. Das erschwert das Aufrüsten, denn das Macbook Pro verträgt nun maximal vier Gigabyte Arbeitsspeicher.

Auch verwendet Apple nicht alle Funktionen des Santa-Rosa-Chipsatz. Zu verschmerzen ist das beim Grafikchip, denn das Macbook Pro verwendet einen flotteren Prozessor als bislang. Die Funktion namens "Robson" , die auch ungenutzt bleibt, wäre schon interessanter. Hinter diesem Namen verbirgt sich einen Arbeitsspeicher, der die Daten auch bei ausgeschaltetem Gerät speichert. So würde das Betriebssystem nach einem Neustart flotter starten, zudem würde dieser ein Gigabyte große Extraspeicher die Akkulaufzeit verlängern, da der Rechner nicht so oft auf die Festplatte zugreifen müsste. Doch diese Funktion hat Apple im Macbook Pro nicht integriert.

Die Festplatte ist wie zuvor 120 Gigabyte groß, arbeitet bei unseren Tests allerdings deutlich langsamer als bei dem Vorgänger des Einstiegsmodells. Da versöhnt, dass das Superdrive-Laufwerk nun schneller als zuvor arbeitet. Auch die WiFi-Schnittstelle ist nun schneller und folgt dem WLAN-Standard IEEE 802.11n, der bislang noch nicht endgültig verabschiedet ist.

Display und Grafik: Schnellere 3D-Grafik

Auch der Grafikchip ist nun schneller und kommt, wie von uns bereits vermutet, von Nvidia. Vor allem 3D-Anwendungen profitieren nun enorm von dem schnelleren Chip Geforce 8600M GT, wie unsere Tests zeigen. Ihre Leistung überflügelt beim Einsteiger-Modell bei Open-GL-Anwendungen den Grafikchip der bisherigen Spitzenmodelle, die einen doppelt so großen Videospeicher nutzen. Besonders deutlich wird dies beim 3D-Shooter Doom 3, bei dem wir 62,5 Frames pro Sekunde (fps) messen – das bisherige Spitzenmodell bringt es bei diesem Test auf 49,7 fps und der direkte Vorgänger des Einstiegs-Macbook-Pro auf 44,5 fps.

Auch die prominenteste Neuerung des Macbook Pro überzeugt. Das neue Display mit seiner umweltschonenden LED-Displayhintergrundbeleuchtung leuchtet heller als sein Vorgänger. Wir messen satte 345 cd/m 2 , das Vorgänger-Display schafft dagegen nur 225 cd/m 2 . Das Kontrastverhältnis ist zwar nahezu identisch, allerdings bietet das neue Display eine bessere Helligkeitsverteilung. Der Stromspareffekt der neuen Hintergrundbeleuchtung kommt im Akku-Betrieb nur wenig zum Tragen. Statt einer Laufzeit von 2:45 Stunden hält das Macbook Pro nun sieben Minuten länger im Akkubetrieb durch.

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