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10 Bluetooth-Lautsprecher fürs iPhone im Vergleich

10.04.2017 | 17:00 Uhr |

Wir testen Bluetooth-Lautsprecher für unterwegs, zu Hause und sogar für den Pool. Einige sind wasserdicht, andere lassen sich zu Stereo-Lautsprechern koppeln.

Musik hören wir gerne bei unseren Lieblingsbeschäftigungen – ob das beim Kochen in der Küche ist, als Schlummermusik im Schlafzimmer oder beim Relaxen in der Badewanne. Das kleine Kofferradio hat hierfür längst ausgedient. Das Hantieren mit der Antenne und der oft schlechte Empfang sind Stimmungskiller. Die Lösung sind kompakte Lautsprecher mit einer drahtlosen Bluetooth-Verbindung. Dank einer Reichweite von rund zehn Metern kann das iPhone im sicheren Abstand von jeglichem Nass liegen und so mancher Bluetooth-Lautsprecher scheut sogar weder Wasserspritzer noch eine volle Dusche.

Hier eine Kurzübericht aller Bluetooth-Lautsprecher, die wir getestet haben:

Lautsprecher für unterwegs, meist Spritzwassergeschützt

UE Wonderboom , Note: 2,0 gut, Preis: 99 Euro, aktueller Preis bei Amazon

JBL Xtreme , Note: 2,1 gut, Preis: 299 Euro, aktueller Preis bei Amazon

UE Boom 2, Note: 1,7 gut, Preis: 199 Euro, aktueller Preis bei Amazon

Riva S , Note: 2,1 gut, Preis: 150 Euro, aktueller Preis bei Amazon

Bose Soundlink Mini II, Note: 2,0 gut, Preis: 190 Euro, aktueller Preis bei Amazon

Lautsprecher für Zuhause

House of Marley Get Together, Note: 2,1 gut, Preis: 130 Euro, aktueller Preis bei Amazon

Riva Turbo X,  Note: 1,7 gut, Preis: 229 Euro, aktueller Preis bei Amazon

Libratone ZIPP Mini, Note: 1,9 gut, Preis: 249 Euro, aktueller Preis bei Amazon

Libratone ZIPP , Note: 1,9 gut, Preis: 299 Euro, aktueller Preis bei Amazon

KEF Muo , Note: 1,9 gut,Preis: 350 Euro, aktueller Preis bei Amazon

Noch vor wenigen Jahren ließe Bluetooth-Lautsprecher bei der Soundqualität noch zu wünschen übrig, hören und sehen wir bei unseren Tests schon seit einiger Zeit, dass dies nicht mehr der Fall ist. Das liegt zum einen an erweiterten Bluetooth-Standards, die qualitativ hochwertigere Audioübertragung zulässt. Zum anderen liegt es aber daran, dass Hersteller mit Qualitätsanspruch sich des Themas angenommen haben.

Lesetipp: Lautsprecher per Bluetooth oder Airplay

Die Bandbreite des Angebots reicht von handgroßen Lautsprechern für die Handtasche bis zu ausgewachsenen Stereoanlagen. Gerade bei den kompakten Modellen haben sich zwei Ausstattungsmerkmale durchgesetzt: Ein Akku für den mobilen Einsatz und der Schutz vor Spritzwasser. In diese Klasse gehören beispielsweise der UE Boom 2 .

Stereoklang beherrschen jedoch die wenigsten Bluetooth-Lautsprecher. Das ist aber auch kein Wunder und von einem Lautsprecher oft in der Größe einer Bierdose nicht wirklich zu erwarten. Dafür liefern die meisten runden Lautsprecher einen schönen Rundum-Klang. Fürs Bad oder zur Musikbeschallung bei der Party oder im Urlaub ist das mehr als ausreichend. Und für alle, die mehr wollen – entweder besseren Klang oder den sogar in Stereo – finden sich sogar Lösungen, bei denen man mehrere Geräte koppeln kann, zum Beispiel bei UE Boom. Libratone, KEF und JBL.

UE Wonderboom

Outdoor-Lautsprecher für unterwegs und spontane Partys

Zylinderförmig wie die großen Schwestern UE Boom 2 und UE Megaboom bringt der neue Lautsprecher von Ultimate Ears den bekannten satten Partysound auch im deutlich kleineren Format. Der Preis ist ebenso geschrumpft, auf 99 Euro. Positiv: Zwei oder mehrere Wonderbooms lassen sich einfach zu einer Soundanlage koppeln, wenn auch nicht in Stereo. Die IPX67-Zertifizierung weist auf Staubdichte und Wasserresistenz hin, die Wonderboom kann sogar schwimmen und ist somit bestens für die Party am Strand, im Garten oder sogar auf dem Boot geeignet. Der Sound lässt vor allem im Bass nichts zu wünschen übrig, die Reichweite von 30 Metern und die Laufzeit von zehn Stunden sind phänomenal. Einzig in den Mitten fehlt es dem Klang ein bisschen an Wärme, das fällt aber nur bei leisen Parties auf. Einen ausführlichen Test dieses kleinen, wasserfesten Lautsprechers finden Sie hier . (pm)

+ Klein, stylisch, robust, wasserfest, kann mit anderen Wundrbooms gekoppelt werden

- Nur Mono-Sound

Preis: 99 Euro, aktueller Preis bei Amazon

Note: 2,0 gut

UE Wonderboom
Vergrößern UE Wonderboom
© Ultimate Ears

House of Marley Get Together

Minimalistischer Lautsprecher im Öko-Design für kleine Räume

House of Marley (ab 130 Euro) verfolgt seinen ganz eigenen Stil. Das bezieht sich nicht nur auf die Optik im Öko-Look mit vielen natürlichen Werkstoffen wie Holz und Stoff, sondern auch von der Einstellung bis zur Produktion. So seien die Materialien laut Hersteller weitgehend aus nachhaltigem Anbau, umweltfreundlich oder recycelt. Diese Maxime sieht man den Produkten an, so auch dem Get Together. Der knapp 40 Zentimeter lange Lautsprecher mit seiner Front aus Bambusholz macht direkt einen sympathischen Eindruck. So hebt er sich aus dem Plastikeinerlei vieler Mitbewerber aus China positiv hervor. Die Bedienung ist auf das Minimum reduziert: Tasten für Lautstärke, Bluetooth und Ein/Aus - das war es. Auf der Rückseite gibt es aber noch einen USB-Anschluss zum Laden eines Smartphones und einen Klinken-Eingang. Eine Akkuanzeige fehlt leider. Wäre aber ein Vorteil, da er in unserem Testfeld mit rund acht Stunden den schwächsten Akku hat. Der eher natürliche Klang beschönigt nichts und hebt nichts künstlich hervor. Seine Schwächen liegen in der Bedienung und im fehlenden Komfort. Dass der Bluetooth-Knopf auch für die Pause zuständig ist, erfährt man erst durch die Bedienungsanleitung, das ergibt sich nicht intuitiv. Dann ist auch schwer herauszufinden, wie lange der Akku noch hält, eine passende Anzeige hat der Get Together leider nicht. Der größte Haken am Komfort ist, dass die Lautstärkeregelung nicht mit dem Smartphone gekoppelt ist. Beide haben eine getrennte Regelung. So bleibt insgesamt ein gespaltener Eindruck. Wer einen ökologisch korrekten Lautsprecher mit einer schönen Klangbühne sucht, sollte ihn sich aber mal näher ansehen. Vor allem, weil der Preis sehr attraktiv ist. (tb)

+ schönes Design mit natürlichen Materialien, neutraler Klang

- schwacher Akku, wenig Bedienkomfort, Lautstärek nicht über iPhone regelbar

Preis: 130 Euro, aktueller Preis bei Amazon

Note: 2,1 gut

House of Marley setzt optisch den Nachhaltigkeitsgedanken konsequent um. Die Kombination aus Bambusholz und Stoff sieht nicht nur chic aus, sie ist auch sehr gut verarbeitet.
Vergrößern House of Marley setzt optisch den Nachhaltigkeitsgedanken konsequent um. Die Kombination aus Bambusholz und Stoff sieht nicht nur chic aus, sie ist auch sehr gut verarbeitet.
© House of Marley

-> Unser Lesetipp: Fünf Gründe für Bluetooth-Audiogeräte

JBL Xtreme

Outdoor-taugliches und spritzwassergeschützter Lautsprecher mit viel Power und für wenig Geld

Mit dem Xtreme von JBL bekommt man viel Lautsprecher für sein Geld. Er bietet einen kräftigen Akku mit der Möglichkeit, auch das mobile Device mit Strom zu versorgen, einen kräftiger Bass und einen respektablen Schallpegel, der gerade junge Hörer erfreuen dürfte. Für audiophile Feingeister ist er weniger geeignet, aber die haben bisher ohnehin Abstand von Bluetooth genommen. Im Gegensatz zu den aufrecht stehenden Mitbewerbern wie beispielsweise dem etablierten UE Boom oder dem hauseigenen Pulse 2 liegt der Xtreme quer. Zwei kleine Füße sorgen für einen sicheren Stand und Bedienelemente auf der Oberseite für eine gute Bedienung. Die gummierten Tasten für Power, Wiedergabe, Lautstärke und Bluetooth sind toll zu unterscheiden und haben einen deutlichen Druckpunkt.

Die Konstrukteure haben konsequent auf einen Rundum-Spritzwasserschutz geachtet und daher die Anschlüsse für USB, Klinke und Netzteil unter einem abgedichteten Reißverschluss versteckt. Das erschwert zwar ein wenig den schnellen Zugriff, ist aber absolut zu verschmerzen.Allerdings: Beim Outdoor-Betrieb sollte man auf die zwei offen liegenden Membranen aufpassen. Da sie ohne Schutzgitter sind, kann man hier schnell einen Totalschaden verursachen. Die praktischen Haken für den mitgelieferten Transportgurt sind ein netter Zusatz. Interessant sind die zwei USB-Anschlüsse, hier können bei Bedarf Smartphones oder Tablets geladen werden. Der eingebaute 10.000 mAh Akku machen es möglich. Dieser hält im Test auch mehr als die von JBL angegebenen 15 Stunden durch. Damit einem der Saft nicht unterwegs ausgeht, zeigen fünf kleine LEDs die Kapazität an. Das ist viel genauer als so manche einfach mehrfarbige Anzeige.

Die Smartphone-App JBL Connect hat nur zwei Funktionen, den Lautsprechern einen Namen zu geben oder zwei Xtreme zu einem Stereo-Set zu verbinden.
Vergrößern Die Smartphone-App JBL Connect hat nur zwei Funktionen, den Lautsprechern einen Namen zu geben oder zwei Xtreme zu einem Stereo-Set zu verbinden.

Leider bietet die Smartphone-App hier nicht eine noch genauere Prozentanzeige. Das querliegende Design hat einen Grund, der schon im Namen ersichtlich wird - Xtreme. Zwei Passivmembranen links und rechts unterstützen die zwei Breitbänder im unteren Frequenzbereich. Und was die da zaubern, ist schon recht ordentlich und macht wirklich Freude. Die Lautstärke am Smartphone halb aufgedreht und man hat den Eindruck, der Xtreme möchte einen an die Wand drücken. Ein extrem druckvoller Bass spielt bei Elektronik und Rock so richtig auf. Leider können hier die Höhen nicht ganz mithalten. Bei Partymusik fällt das nicht so sehr auf, bei stimmbetonter Musik wie von Adele oder Sade, kann man das schon eher merken. Hier fehlt es etwas an Leichtigkeit und Präzision. Aber das sucht man bei den meisten Bluetooth-Lautsprechern vergebens. Insofern spielt der Xtreme in der gehobenen Liga. Die Smartphone-App JBL Connect bietet leider nicht viele Funktionen: Man kann nur einen Namen für das Gerät vergeben und es mit einer weiteren Xtreme zu einem Stereo-Set verbinden. Eine Klangeinstellung oder den Akkustand sucht man vergebens. (tb)

+ kräftiger Klang, leistungsstarker Akku

- Membranen ungeschützt, Smartphone App mit wenig Funktionen

Preis: 299 Euro, aktueller Preis bei Amazon

Note: 2,1 gut

Das Zylinder-Design der Xtreme bietet Platz für zwei Passivmembranen, die für einen kräftigen Bass sorgen. Wer die Wahl hat, hat die Qual und kann zwischen Das Zylinder-Design der Xtreme bietet Platz für zwei Passivmembranen, die für einen kräftigen Bass sorgen. Wer die Wahl hat, hat die Qual und kann zwischen drei Farben Schwarz, Rot und Blau wählen.
Vergrößern Das Zylinder-Design der Xtreme bietet Platz für zwei Passivmembranen, die für einen kräftigen Bass sorgen. Wer die Wahl hat, hat die Qual und kann zwischen Das Zylinder-Design der Xtreme bietet Platz für zwei Passivmembranen, die für einen kräftigen Bass sorgen. Wer die Wahl hat, hat die Qual und kann zwischen drei Farben Schwarz, Rot und Blau wählen.
© JBL

Riva Turbo X

Geheimtipp unter den BT-Lautsprechern mit erwachsenem Klang

Riva ist eine recht unbekannte Marke auf dem deutschen Markt der Bluetooth-Lautsprecher. In unser Testlabor hat der größere Turbo X (ab 300 Euro) seinen Weg gefunden, wobei man „größer“ zumindest bei den Abmessungen relativieren muss, mit knapp 23 Zentimetern Länge ist er eher ein Zwerg. Der erste Blick nach dem Auspacken trifft direkt auf die großen Sensortasten, die in einer kleinen Kuhle eingelassen sind. So frisch aus der Packung klebt noch eine Folie auf dem Turbo X und auf ihr gleich benutzerfreundlich die Kurzanleitung für den ersten Betrieb. In einfachem Englisch wird klar, dass der Akku erst geladen werden muss. Verwirrend ist die Angabe, dass dieser bei 50 Prozent Lautstärke drei Stunden halten soll. Das wäre im Vergleich zu den Mitbewerbern nicht viel. Die Angabe bezieht sich aber nur auf den vorgeladenen Zustand. Wir haben es nachgemessen und kamen schlussendlich auf rund 23 Stunden. Das ist schon sehr ordentlich, zwar etwas weniger als die von Riva angegeben 26 Stunden, aber damit kann man sehr zufrieden sein. Leider kann die einfache Anzeige LED auf der Rückseite nicht überzeugen. Der Farbwechsel von grün über orange nach rot ist einfach zu unpräzise. Zum Glück hilft hier die Smartphone-App mit einer genauen Prozentanzeige.

Doch nun zum Klang: Im Riva Turbo X werkeln nicht wie üblich ein oder zwei kleine Chassis - nein, hier bringt Riva drei Chassis für einen schönen Rundumklang und zwei Passivstrahler für einen wirklich tollen Bass unter. So bekommt der Musikhörer einen erstaunlich stressfreien und entspannten Klang zu hören. Pop, Rock, Jazz, das macht Laune und irgendwann hat man vergessen, dass es sich eigentlich um einen Bluetooth-Lautsprecher handelt, die in der Regel nicht für feinen Klang bekannt sind. Hier kann der Turbo X punkten. Der von Riva entwickelte Surround-Sound ADX Trillium setzt hier noch einen drauf, ist aber eigentlich nicht wirklich nötig. Beeindruckender ist da schon der Turbo Mode, der dann auch eine Studentenbude zum Rocken bringt. Auch Riva kann nicht zaubern. Voll aufgedreht, wird der Ton dann schon etwas verzerrt, aber wer nimmt das dem kleinen Power-Riegel übel? Die tolle Vorstellung runden die Unterstützung von SBC, AAC und aptX sowie der Einsatz als Freisprecheinrichtung wunderbar ab.

Auf einen Schutz vor Spritzwasser muss man zwar verzichten, dafür leuchten die Tasten, wenn man das Gehäuse berührt. So ist auch eine Bedienung im Dunklen möglich. Ansonsten hilft die Smartphone App für iOS und Android und eine angenehme Frauenstimme gibt wichtige Hinweise wie zum Beispiel der geringe Akkustand oder die erfolgreiche Verbindung.

Mit der Smartphone-App hat man den Turbo X voll unter Kontrolle. Ob das die Anzeige des Akkustandes ist oder die Musiksteuerung. Sie ist aufgeräumt und zweckmäßig. So soll es sein.
Vergrößern Mit der Smartphone-App hat man den Turbo X voll unter Kontrolle. Ob das die Anzeige des Akkustandes ist oder die Musiksteuerung. Sie ist aufgeräumt und zweckmäßig. So soll es sein.

Etwas irritierend beim Aufladen ist, dass man einen kleinen roten Knopf auf der Rückseite drücken muss - den Hauptschalter. Das wirkt etwas altmodisch. Daneben sind noch die obligatorischen Anschlüsse für Audio-Klinke und USB für ein iPod/iPhone sowie die Akkuanzeige. Zusätzlich ist noch eine Mini-USB-Buchse für Updates vorhanden. Dass Riva die kleine Turbo X als Mini-Stereoanlage sieht, merkt man auch an den mitgelieferten Kabeln. Neben einem Stereo-Klinkenkabel ist auch noch eines mit Cinch-Steckern dabei, mit dem man beispielsweise einen Kassettenrekorder oder einen CD-Spieler anschließen kann. (tb)

+ herausragender Klang, leistungsstarker Akku, gute App-Unterstützung, mit Transporttasche

- empfindliche Hochglanz-Oberfläche, leichte Bedienschwächen

Preis: 229 Euro, aktueller Preis bei Amazon

Note: 1,7 gut

Unter den vielen designorientierten Mitbewerbern sieht der kompakte Turbo X ein wenig langweilig aus. Doch er hat es faustdick hinter den Ohren. Ein kräftiger Akku sorgt für über 20 Stunden Laufzeit und der kräftige Klang begeistert.
Vergrößern Unter den vielen designorientierten Mitbewerbern sieht der kompakte Turbo X ein wenig langweilig aus. Doch er hat es faustdick hinter den Ohren. Ein kräftiger Akku sorgt für über 20 Stunden Laufzeit und der kräftige Klang begeistert.
© RIva

UE Boom 2

Unkomplizierter, wasserfester Outdoor-Lautsprecher mit gutem Klang

Der erste UE Boom war zu seiner Zeit schon fast ein Trendsetter. Ein kompakter Bluetooth-Lautsprecher, der zwar nicht günstig, dafür aber sehr hochwertig war. Technisch holte er so viel Rundum-Sound wie kaum ein Mitbewerber aus dem zylindrischen Gehäuse. Die Version 2 ist technisch verfeinert und günstiger geworden. In Anbetracht der erstarkten Mitbewerber eine positive Maßnahme.

Auf den ersten Blick fallen die Unterschiede zum Vorgänger nicht auf. Das Material ist ein wenig anders, alle Tasten und Anschlüsse sind noch immer am gleichen Ort. Was auffällt, sind die Gummiabdeckungen am USB-Ladeanschluss und dem Klinken-Eingang. Der Neue ist nämlich jetzt nicht nur einfach spritzwassergeschützt, er ist sogar wasserfest. Eine Party am Strand oder Pool stellt somit keine Gefahr für den kleinen Kraftprotz dar. Denn genau das ist er, ein kräftig zupackender Lautsprecher. Zugegeben, zur Partybeschallung taugt er nicht, aber das kann man kaum von den kompakten Abmessungen – er misst gerade mal 18 Zentimeter in der Höhe – erwarten. Dafür spielt er bis zu einer gehobenen Lautstärke erfreulich locker und mit viel Spielfreude. Zur Musikuntermalung am Pool perfekt und wenn man mal mehr Schallleistung benötigt, kann man zwei Geräte koppeln. Das klappt super und schon hat man auch in mit einer ganzen Clique seinen Spaß.

Eine praktische Funktion ist das Koppeln zweier Boom´s zu einer Gruppe. Auf diese Weise lässt sich auch mal eine kleine Party feiern.
Vergrößern Eine praktische Funktion ist das Koppeln zweier Boom´s zu einer Gruppe. Auf diese Weise lässt sich auch mal eine kleine Party feiern.

Wie schon sein Vorgänger macht der UE Boom 2 auf Reisen viel Freude. Denn er fungiert auch als Musikwecker. Und das ist ein Feature, das man sonst kaum findet. Der Smartphone-App sei Dank, spielt er bis zu einer Stunde lang die gewünschte Musik. Entweder einmalig zur Weckzeit oder täglich. Ansonsten kann er dank Bluetooth Smart auch von der App aus ein- und wieder ausgeschaltet werden. Ein Equalizer darf natürlich auch nicht fehlen.

Ein tolles Feature auf Reisen ist der Wecker. Eine Stunde lang spielt er die gewünschte Musik, entweder einmalig oder wiederholt jeden Tag. Nur mit der manuellen Musikauswahl klemmt es manchmal, wenn man den Haken bei „zuletzt abgespielt“ setzt, klappt es aber garantiert.
Vergrößern Ein tolles Feature auf Reisen ist der Wecker. Eine Stunde lang spielt er die gewünschte Musik, entweder einmalig oder wiederholt jeden Tag. Nur mit der manuellen Musikauswahl klemmt es manchmal, wenn man den Haken bei „zuletzt abgespielt“ setzt, klappt es aber garantiert.

Dass man ein erfolgreiches Modell nicht nur technisch, sondern auch die Transportbox weiter entwickelt, ist ein weiterer Punkt, der für die neue 2er-Version spricht. Schon die alte Version hatte eine praktische Transportbox aus Kunststoff. Neben dem UE Boom passen hier das Netzteil mit Ladekabel und Reiseadapter bequem rein. Die Zylinderform ist geblieben, nur ist jetzt das Zubehör ordentlicher untergebracht. Dafür ist der Durchmesser der Transportbox aber auch angewachsen.

Wie schon der alte, so begeistert auch der neue UE Boom 2 mit einem angenehm kräftigen Klang und so ausgeklügelten Funktionen wie einem Wecker und der tollen Transportbox. Eine Kombination, die man so kaum auf dem Markt findet. Die Gestensteuerung hätte sich Ultimate Ears eigentlich schenken können, die überzeugt nicht wirklich. Dafür passt zu einem Reisebegleiter die ordentliche Akkulaufzeit von 15 Stunden. (tb)

+ guter Klang, leistungsstarker Akku, tolle App mit Wecker, viele Farb-Varianten

- hoher Preis

Preis: 199 Euro, aktueller Preis bei Amazon

Note: 1,7 gut

Der kleine Kraftprotz UE Boom 2 ist in sechs abwechslungsreichen Farben zu bekommen. Seine Vorstellung kann voll überzeugen, sowohl was die Standfestigkeit des Akkus betrifft als auch der frische Klang. Das Sahnehäubchen ist die tolle Smartphone-App.
Vergrößern Der kleine Kraftprotz UE Boom 2 ist in sechs abwechslungsreichen Farben zu bekommen. Seine Vorstellung kann voll überzeugen, sowohl was die Standfestigkeit des Akkus betrifft als auch der frische Klang. Das Sahnehäubchen ist die tolle Smartphone-App.
© United Ears

Kleines, edles Klangwunder aus Metall für den stylischen Schreibtisch

Viel Klang steckt in den kleinen Lautsprecher von Bose , den es in silbern oder schwarz gibt. Auffällig ist schon seine hochwertige Verarbeitung. Das Gehäuse ist aus Metall gefertigt, wie auch das vordere und hintere Gitter des Lautsprechers. Das macht sich auch beim hohen Gewicht von 660 Gramm bemerkbar. Der Bluetooth-Lautsprecher bietet zusätzlich einen Miniklinken-Toneingang. Er schaltet automatisch auf AUX um, wenn man dort eine Musikquelle anschließt.

Die Bedienung ist kinderleicht und selbsterklärend. Zwischen den Laut-Leiser-Tasten befindet sich eine Taste, die wie die Pause-Taste der Kabelfernbedienung eines Apple-Kopfhörers funktioniert. Einmal Tippen aktiviert Play/Pause, mit zweimal Tippen springt man zum nächsten und mit dreimal Tippen vom vorigen Lied in der Liste. Am Mac lässt sich so iTunes problemlos steuern. Ein kleines Manko, wie bis auf die Libratone-Lautsprecher bei nahezu allen Bluetooth-Lautsprechern im Test: Es gibt keine Anzeige für die Lautstärkeneinstellung am Gerät. Nett ist, dass der Lautsprecher die Statusangaben beim Koppeln in Deutsch ansagt. Integriert ist zudem eine durchaus brauchbare Freisprech-Einrichtung. So eignet sich der Winzling auch für Telefonkonferenzen im Büro, entweder per iPhone oder per IP-Telefonie am Mac beziehungsweise Windows-Rechner. 

Der Klang ist für einen so kleinen Lautsprecher beeindruckend. Besonders der Bass überrascht. Der Klang ist angesichts der kleinen Baugröße überraschend ausgewogen. Allerdings gibt der Kleine dynamische Passagen baubedingt nicht so detailreich wie ein großer Lautsprecher wieder. In seiner Größe und Preisklasse gibt es nur noch den Riva S, der dem Bose Soundlink II klanglich ebenbürtig ist und diesen sogar noch übertrifft.

Der Akku hält maximal 10 Stunden und wird mit einem mitgelieferten USB-Netzteil geladen. Als Besonderheit liefert Bose eine Dock-Platte mit, an der man das Netzteil anschließen kann. Hier setzt man den Lautsprecher einfach auf und es wird geladen. Der Soundlink Mini II lässt sich zum laden aber auch direkt mit dem Lautsprecher verbinden. Zusätzlich gibt es für 25 Euro eine Abdeckung, aus fünf Farben kann man hier wählen. (mas)

+ Für die Größe super Klang, hochwertig verarbeitet, simple Bedienung, Laden über Dock oder direkt am Gerät, USB-Netzteil

- Keine Lautstärken-Anzeige, keine Zusatzfunktionen

Preis: 190 Euro, aktueller Preis bei Amazon

Note: 2,0 gut

Bose Soundlink Mini II
Vergrößern Bose Soundlink Mini II
© Bose

Riva S

Eine eher unbekannte Marke ist Riva. Die Wurzeln dieser Marke liegen im Konzert-Bereich – und das schon seit den 1970er-Jahren. Das sich Riva mit gutem Sound auskennt, merkt man bereits bei dem kleinsten Lautsprecher Riva S . Im sehr gut verarbeiteten Gehäuse (erhältlich in Schwarz, Gold oder Silber) arbeiten drei Lautsprecher, von denen zwei zur Seite abstrahlen und so einen besseren Raumklang erzeugen. Übrigens ist das Gehäuse spritzwassergeschützt und übersteht so auch einen Sommerregen auf der Terrasse. Der fest eingebaute Akku des Riva S hält bis zu 13 Stunden. Mit knapp 770 Gramm ist er rund 100 Gramm schwerer als sein größter Konkurrent Bose Soundlink Mini II. Beide Geräte sind in dieser Preisklasse und in dieser Größe die besten auf dem Markt.

Der Riva S bietet auf seiner Rückseite zwei USB-Anschlüsse – einer zum Laden eines iPhone oder eines anderen Smartphones und der weitere, um den Lautsprecher per USB mit dem Mac oder Windows-Rechner zu verbinden. Außerdem lässt sich per Mini-Klinke eine analoge Tonquelle anschließen. Dazu legt Riva zwei Kabel bei, eines mit Miniklinke und eines mit Chinch-Anschlüssen. Charmant ist der mechanische Ausschalter an der Rückseite, denn so weiß man sicher, dass man den Lautsprecher auch ausgeschaltet hat. Eine Top-Funktion des Lautsprechers ist die Möglichkeit, ihn mit einem weiteren Riva S per Bluetooth zu kombinieren. So erhält man ein drahtloses Bluetooth-Lautsprecherpaar.

Auf der Oberseite des Lautsprechers befinden sich Touch-Tasten. Mit der S-Taste lässt sich ein Surround-Modus aktivieren. Zudem lässt sich der Riva S als Freisprecheinrichtung nutzen: Auf der Oberseite befinden sich dazu zwei Mikrofone mit einer für Telefonate guten Sprachqualität.

Für seine Größe ist der Klang des Riva S sehr gut und dem Bose Soundlink Mini II ebenbürtig. Der Klang des Riva S ist etwas basslastiger als der Bode Soundlink Mini II, der dagegen bei geringerer Lautstärke eine etwas bessere Präsenz zeigt. (mas)

+ Für die Größe bester Klang, hochwertig verarbeitet, simple Bedienung, Stereo-Betrieb mit zweitem Riva S möglich, gute Freisprech-Funktion

- Keine Lautstärken-Anzeige

Preis: 150 Euro, aktueller Preis bei Amazon

Note: 2,1 gut

Riva S
Vergrößern Riva S
© Riva

KEF Muo

Hochwertiger und hochpreisiger Mono-Lautsprecher

Aus der englischen Edelschmiede KEF kommt der Bluetooth-Lautsprecher KEF Muo . Sein dreieckiges Metallgehäuse ist hochwertig verarbeitet. Zwischen sechs Farben kann man wählen. Die Seiten sind aus Plastik, an der rechten Seite befinden sich die Steuerelemente. Diese sind übersichtlich und zurückhaltend. Etwas gewöhnungsbedürftig ist, das man mehrmals den Einschaltknopf betätigen muss um zum Bluetooth-Modus zu wechseln. Wie beim Riva S lässt sich auch der KEF Muo mit einem zweiten Muo verbinden. So erhält man ein Stereo-Lautsprecherpaar. Der Akku hält bis zu 12 Stunden.

Der Lautsprecher lässt sich auch stehend betreiben, in diesem Fall soll der Sound dank Lagesensor entsprechend optimiert werden. Der Sound des KEF Muo ist klar und dezent. Im Vergleich zu der Konkurrenz für manche zu dezent, denn auf eine Bassverstärkung verzichtet KEF. So fehlt es ihm im Vergleich zu den Mini-Bluetooth-Lautsprechen von Bose und Riva zwar an Bass, doch in den Mitten und Höhen klingt er deutlich klarer und weniger angestrengt. So eignet sich der KEF Muo für Jazz, Klassik und Vocals, weniger aber für Pop. Da stört es auch nicht weiter, dass der KEF Muo nur ein Mono-Lautsprecher ist. Denn einen Stereo-Effekt schafft ein einzelner Lautsprecher nur schwer. Für den klareren Klang muss man aber auch deutlich tiefer in die Tasche greifen als bei der Konkurrenz. (mas)

+ Klarer Klang, hochwertig verarbeitet, Stereo-Betrieb mit zweitem KEF Muo möglich

- Hoher Preis

Preis: 350 Euro, aktueller Preis bei Amazon

Note: 1,9 gut

KEF Muo
Vergrößern KEF Muo
© Markus Schelhorn

Libratone ZIPP Mini und Libratone ZIPP

Zwei stylische Outdoor-Lautsprecher mit hervorragender Verarbeitung und super Klang

Der dänische Hersteller Libratone ist bekannt durch seine drahtlosen Lautsprecher im ungewöhnlichem Design. Die erste Serie seiner Zipp-Lautsprecher waren noch in wechselbarem Kleid aus italienischer Wolle. Die aktuelle Zipp-Serie, bestehend aus dem Zipp und dem etwas kleineren Zipp Mini, bieten ebenfalls ein austauschbares Kleid, doch dieses ist aus Kunststoffgewebe. Das bereitet der guten Optik der Lautsprecher keinen Abbruch.

Beide Lautsprecher bieten übrigens die identischen Funktionen wie auch das selbe ungewöhnliche Touch-Bedienfeld, auf dem je nach Einstellung verschiedene Symbole aufleuchten.

Das Besondere der Lautsprecher ist, dass sie neben Bluetooth auch Airplay unterstützen. Auch per DLNA lassen sich diese Lautsprecher ansprechen, vor allem interessant für Windows- oder Android-Anwender. Für Airplay und DLNA braucht man ein WLAN-Netz.

Und eingebunden in ein WLAN lassen sich bis zu sechs Zipp-Lautsprecher , auch Zipp-Mini-Modelle können darunter sein, zu einem sogenannten SoundSpace zusammenfassen. So geben alle Lautsprecher, die sich in diesem SoundSpace befinden, die Musik wieder. Interessant ist dies vor allem, wenn die Lautsprecher die Musik per Bluetooth empfangen. Denn per Airplay ist es ohnehin möglich, mehrere Geräte zu einer Gruppe zusammenzufügen. Ohne WLAN kann man übrigens zwei Lautsprecher der ZIPP-Serie auch als Stereopaar verbinden, dies geht sehr einfach über das Bedienfeld direkt am Lautsprecher.

Ebenfalls einzigartig ist die Möglichkeit, bis zu fünf Internet-Radioprogramme direkt am Lautsprecher empfangen zu können – auch hier ein WLAN mit Internet-Anschluss vorausgesetzt. Man hat die Wahl zwischen tausenden von Radioprogrammen, darunter auch die gewohnten deutschen Stationen. Eine eigene URL mit einem nicht aufgelisteten Radiosender kann man leider nicht zufügen. Kleine nützliche Gimmicks gibt es obendrauf: Beispielsweise schaltet der Lautsprecher auf Stumm, solange man seine Handfläche über das Bedienfeld des Libratone ZIPP und ZIPP Mini legt. Beide Lautsprecher bieten zudem eine Freisprechfunktion.

Per App lassen sich alle Libratone-Lautsprecher konfigurieren. Für den Sound bietet die App so die Möglichkeit, 9 Einstellungen für die Art der Musik zu wählen, also Easy Listening bis Hardrock oder Stimme. Zudem bietet sie 5 Einstellungen für den Ort, an dem man den Lautsprecher betreibt. Sei es im Regal, auf dem Tisch oder im freien.

Die Bedienung des Libratone ZIPP ist identisch zum ZIPP Mini und bedarf einiger Eingewöhnung. Ohne kurzes Studium der Bedienungsanleitung wird man anfangs verzweifeln. Doch man gewöhnt sich schnell an die ganz eigenen Einstellungsarten.

Der Sound der Libratone ZIPP-Lautsprecher ist überdurchschnittlich gut und spielt in seiner Preisklasse ganz klar in der vordersten Reihe mit. Beide Lautsprecher bieten einen schönen, warmen Klang mit einem ausdrucksstarken  Bass, bauartbedingt überzeugt vor allem der größere Libratone ZIPP. Angesicht des super Sounds und ihrer vielfältigen Funktionen sind sowohl der Libratone ZIPP Mini wie sein großer Bruder Libratone ZIPP ein günstiges Angebot. (mas)

Libratone Zipp Mini:

+ Unterstützt auch Airplay und DLAN, mit Internet-Radio, mehrere Lautsprecher lassen sich zu einer Gruppe zusammenfügen, schöner, warmer Klang, gute App

- Gewöhnungsbedürftige Bedienung, zu schwer für unterwegs, großes Netzteil blockiert Steckdosenleiste

Preis: 249 Euro, aktueller Preis bei Amazon

Note: 1,9 gut

Libratone Zipp Mini
Vergrößern Libratone Zipp Mini
© Markus Schelhorn

Libratone Zipp:

+ Unterstützt auch Airplay und DLAN, mit Internet-Radio, mehrere Lautsprecher lassen sich zu einer Gruppe zusammenfügen, schöner, warmer Klang, gute App

- Gewöhnungsbedürftige Bedienung, zu groß und schwer für unterwegs, großes Netzteil blockiert Steckdosenleiste

Preis: 299 Euro, aktueller Preis bei Amazon

Note: 1,9 gut

Libratone Zipp
Vergrößern Libratone Zipp
© Markus Schelhorn
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