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Capture One 21: Die Neuerungen des Updates im Test

27.01.2021 | 13:31 Uhr |

Von Version 20 auf 21 bekommt der RAW-Konverter nur wenige Neuerungen – die haben es aber in sich.

In ErgĂ€nzung zu unserem Test der Version 20 , haben wir die neuen Funktionen ausprobiert und klĂ€ren, fĂŒr wen sich das Update rentiert.

Speed Edit

Eine interessante neue Funktion fĂŒr die schnelle Bildoptimierung ist Speed Edit. Darunter versteht man Schnellbearbeitungs-Tasten, die man gedrĂŒckt hĂ€lt, wĂ€hrend man die Maus bewegt. Zum Beispiel „Q“ fĂŒr Belichtung oder „S“ fĂŒr Schatten. Interessant ist hierbei die Auswahl der Tasten. So sind es unter anderem die mit der linken Hand optimal zu erreichenden Tasten „Q“, “W“, “E“, “R“ und „A“, “S“, “D“, “F“. Wie bei Capture One gewohnt, lassen sich die Tasten frei belegen.

Neben der Maus kann man auch die Pfeiltasten nehmen, was gerade Notebook Besitzer angenehmer finden dĂŒrften. FĂŒr eine schnellstmögliche Stapelbearbeitung lassen sich auch mehrere Fotos auf einmal anpassen.

Dehaze

Jetzt bietet Capture One 21 auch eine Entfernung des Dunstschleiers. In der Praxis entfernt Dehaze nicht nur Dunst, sondern optimiert auch die Aufnahme. Die Ergebnisse unterscheiden sich daher ein wenig von der Dehaze-Funktion in Lightroom. Eine Besonderheit ist die Tonung der Schatten. Extrem praktisch, sorgt es fĂŒr sehr natĂŒrliche Bildergebnisse.

Dateiverwaltung und Bildimport

Beim Bildimport lassen sich jetzt mehrere Ordner auf einmal auswÀhlen und mit dem einfachen Setzen von Haken lassen sich Bilder leicht vom Import ausnehmen.

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Ein weiterer Punkt ist Performanceverbesserung, sowohl beim Import als im Bildbrowser. FĂŒr einen Vergleichstest zwischen Version 20 und 21 haben wir die Zeit gestoppt, die beim Import von 2268 Bilder inklusive des Erzeugens der Thumbnails gebraucht wurden. Auf einem Macbook Pro 2020 hat die Analyse der Bilder mit Version 20 rund 36 Sekunden gedauert, die Version 21 war rund 6 Sekunden schneller. Der komplette Import hat bei der Version 20 rund 27 Minuten gedauert und die Version 21 war rund eine Minute schneller.

Etwas auffÀlliger ist der Geschwindigkeitszuwachs beim Scrollen in dem Katalog. Hier werden die Thumbnails beim Scrollen in der Version 21 schneller angezeigt als beim VorgÀnger.

Verbesserte Tooltips und Lernen

FĂŒr Einsteiger gibt es jetzt Tooltips mit einer kurzen ErklĂ€rung der Funktionsweise. Ebenso bekommt man jetzt durch den neue „Lernen“-Button einen schnelleren Zugriff auf ausgewĂ€hlte Tutorials.

HEIC-Support

Fotos im HEIC-Format wie sie das iPhone und das iPad machen, lassen sich mit der neuen Version 21 von Capture One bearbeiten.

ProStandard-Profile

Gerade wegen der hervorragenden Farbwiedergabe schĂ€tzen Produkt- und PortrĂ€tfotografen Capture One. In der neuen Version 21 ist diese nochmals verbessert worden und so erscheinen beispielsweise Hauttöne und das Himmelblau noch etwas natĂŒrlicher.

ProStandard steht derzeit nur fĂŒr ausgewĂ€hlte Kameras von Canon, Leica, Nikon, Sony und Phase One zur VerfĂŒgung.

Tethering mit Leica

Capture One 21 verbessert die UnterstĂŒtzung von Leica-Kameras und ermöglicht jetzt fĂŒr die SL2 und S3 erstmals Tethering.

Empfehlung

Das Schöne an Lizenzen, die man kaufen kann: Man muss nicht jedes Update mitmachen. Generell eigentlich nur, wenn die neue Kamera nicht mehr von der alten Version unterstĂŒtzt wird.

FĂŒr die unbefristete Lizenz verlangt Capture One 349,- Euro, das Update kostet ab 209,- Euro. Im Abonnement gibt es Capture One ab 24,- Euro im Monat. Somit ist man sehr flexibel.

Capture One 21 ausschließlich fĂŒr Kameras von Nikon, Sony oder Fujifilm kostet die unbefristete Lizenz je 229,- Euro und die Upgrades von ausgewĂ€hlten frĂŒheren Versionen ab 169,- Euro. Auch diese Versionen gibt im Abonnement ab 18,- Euro im Monat.

Und fĂŒr wen rentiert sich jetzt das Update?

Leica-Studio-Fotografen werden sich ĂŒber Tethering freuen und die neuen ProStandard-Profile sind vielleicht fĂŒr die meisten nur eine kleine, aber fĂŒr einige Kamerabesitzer eine große Hilfe. Derzeit profitieren aber noch nicht viele davon. Die verbesserten Tooltips freut besonders Neueinsteiger und nicht bereits mit dem Programm Vertraute. Die haben schon die vielen guten Tutorials von Capture One selbst entdeckt.

Der verbesserte Bildimport fĂ€llt erst auf den zweiten Blick auf – und ob man die höhere Geschwindigkeit bemerkt, hĂ€ngt auch stark vom eigenen Rechner und Empfinden ab.

Speed Edit ist fĂŒr Capture One Nutzer eine logische Verbesserung, denn Capture-One-Nutzer sind es mehr als die von Lightroom gewohnt, mit TastaturkĂŒrzeln zu arbeiten. Auch weil die Funktion es ermöglicht, auf einmal mehrere Bilder gleichzeitig zu optimieren, ist sie toll. Dehaze ist eine lang ĂŒberfĂ€llige Funktion und durch die Tonung der Schatten hebt es sich deutlich von den Mitbewerbern ab.

Das Update auf die Version 20 war sicher ein großer Sprung und hat sich fĂŒr viele rentiert. Wer diesen Sprung noch nicht gemacht hat, findet jetzt jede Menge GrĂŒnde ihn auf die Version 21 nachzuholen.

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