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Copy That im Test: Komfortabler Datenexport aus iPad und iPhone

25.10.2021 | 18:50 Uhr | Stephan Wiesend

Mit dem Spezialtool kann man seine Fotos und Video bequem und komfortabel auf eine externe SSD oder NAS übertragen.

Einer der Vorteile der Apple-Plattform ist die einfache Synchronisierung von Fotos zwischen allen Geräten. Wollen Sie aber einmal unter Zeitdruck auf Videos auf dem iPhone zugreifen oder ein Foto-Projekt auf eine SSD übertragen, werden Sie oft von iCloud und iOS ausgebremst. So werden Videos über Fotostream nicht automatisch synchronisiert, Apples Transfertool Digitale Bilder hat seine Macken und per Airdrop erzielen Sie nur Transferraten von etwa 40 MB/s – will man riesige 4K oder gar Pro-Res-Videos übertragen – ein Nadelöhr. Dabei stehen Besitzern der neuen iPads schnelle USB-C-Schnittstellen, mit denen man auch Gigabytes an Fotos und auch schnell übertragen könnte. Schafft man per Airdrop knapp 40 MB/s, sind es am iPad per USB-C immerhin etwa 500 MB/s.

Um aber ohne umständliche Kopieraktionen Fotos, Videos und Screenshots auf das externe Speichermedium zu exportieren, ist die auf Dateitransfers spezialisierte App " Copy That " eine sehr komfortable Lösung. Die von Händler OWC gerade aktualisierte App ist über den App Store verfügbar und kostenlos nutzbar. (Aus nicht ganz uneigennützigen Motiven, ist OWC doch auf Speicherlösungen für Apple-Geräte spezialisiert). Drei Vorgaben müssen Sie bei der ersten Nutzung machen: Sie legen vorab fest, welche Daten kopiert werden sollen, auf welches Medium sie kopiert werden sollen und wie mit den Daten umgegangen werden soll.

Wohin: Diese Speichermedien werden unterstützt

Auf Wunsch werden nur Screenshots oder nur Videos übertragen.
Vergrößern Auf Wunsch werden nur Screenshots oder nur Videos übertragen.

Ideal ist die App etwa für Fotografen und Filmer, die große Mengen an Daten kopieren wollen – beispielsweise nachdem Sie Fotos Ihrer Profikamera auf dem iPad Pro gesichtet haben. Unterstützt werden bei den iPads Pro ab 2018 so gut wie alle neueren SSDs mit USB-C-Schnittstelle. Für ältere iPads und alle iPhone benötigen Sie dagegen einen Lightning-Speicher oder einen Lightning-auf-USB-Adapter, leider sinkt über Lightning die Transferrate auf etwa Airdrop-Niveau.

Neben direkt anschließbaren Datenspeichern kann die App Medien auf Wunsch auf ein Netzvolume übertragen. Die Anmeldung bei einem Netzspeicher muss dann aber über Apples App Dateien erfolgen. Das Volume erscheint dann automatisch auch in der OWC-App. Unterstützt werden per USB allerdings nur Speichermedien mit niedrigem Energiebedarf wie eine externe SSD oder USB-Sticks. Herkömmliche Festplatten benötigen meist zu viel Energie, die das iPad oder iPhone nicht liefern kann.

Was: Fotos und Videos

Nur auf Apples Fotosammlung hat die App Zugriff, auf Wunsch können Sie die zu übertragenden Daten aber auf bestimmte Medienarten beschränken: Wahlweise überträgt die App dann nur Fotos, Videos, nur Screenshots oder Selfies.

Wie: Umgang mit den Daten

Auswählen können Sie aber auch, wie mit den kopierten Daten umgegangen werden soll. Vorgegeben ist, dass die App nur neue Daten überträgt. Auf Wunsch können Sie aber bei jedem Kopiervorgang erneut alle Daten übertragen, alternativ die Daten auch löschen und neu übertragen.

Zusatzfunktionen der kostenpflichtigen Version

Die App ist kostenlos nutzbar, einige interessanten Zusatzfunktionen bleiben aber der Pro-Version vorbehalten, die 2,99 Euro kostet. Möglich ist dann die zusätzliche Überprüfung der kopierten Dateien nach dem Export, eine bei Profis sehr beliebte Funktion um defekte Dateien zu verhindern. Eine weitere Funktion ist der Zugriff auf iCloud-Daten: Sind Fotos in der Fotosammlung aus Platzgründen bei iCloud hochgeladen, kann die kostenpflichtige Version diese herunterladen und ebenfalls exportieren.

Die angegebene Transferzeit ist leider recht ungenau.
Vergrößern Die angegebene Transferzeit ist leider recht ungenau.

Wohl noch wichtiger: Die kostenlose Version kann nur die komplette Bibliothek sichern, mit der Pro-Version können Sie den Export auf Fotos eines bestimmten Zeitraums beschränken – etwa auf Aufnahmen dieser Woche oder des aktuellen Tages. Schlussendlich kann die Version Mediendaten auch automatisch in Ordner sortieren, die nach Gerät-Name und Datum benannt werden.

Fazit:

Die App ist zwar auf eine einzelne Aufgabe spezialisiert, erfüllt diese aber sehr gut. Vor allem in Zeiten von 4K und Pro-Res-Videos könnte die App wohl noch sehr nützlich werden.

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