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DJI Mavic Mini – Kleinste DJI-Kameradrohne im Test

22.01.2020 | 09:28 Uhr |

GPS, hochauflösende Kamera und Drei-Achsen-Gimbal: Mit nur 249 Gramm und einer maximalen Flugzeit von 30 Minuten verspricht DJI die Mavic Mini als Kameradrohne für jeden.

Die Mavic Mini sieht auf den ersten Blick tatsächlich aus wie eine geschrumpfte Version der Mavic-2-Serie . Die hellgraue Drohne verfügt über den beliebten Klappmechanismus für die Rotorenarme, kraftvolle Brushless-Motoren, eine Kamera und einen Drei-Achsen-Gimbal zur Bildstabilisierung. Beim Transport sind Kamera und Gimbal durch eine Kunststoffabdeckung vor Beschädigungen geschützt.

Fazit zur DJI Mavic Mini

Die Mavic Mini bringt endlich wieder Bewegung in den Markt der Kamera-Drohnen. Die Kombination aus einem sehr niedrigen Preis gepaart mit großer Ausstattung, hoher Bildqualität und tollen Flugleistungen macht die Mavic Mini zur perfekten Einsteigerdrohne. Wer sich schon immer für Drohnen interessiert hat, bekommt für knapp 400 Euro ein sehr gutes Einsteigergerät mit nur minimalen Einschränkungen gegenüber deutlich teureren Drohnen. Mit einem Abfluggewicht von unter 250 Gramm ist auch keine Namensplakette oder Registrierung nötig. Wer die kleine fliegende Kamera nutzen will, braucht lediglich eine Modellflugversicherung.

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DJI Mavic Mini in der Praxis

Die Drohne ist auf ein extrem niedriges Fluggewicht getrimmt. Dies ermöglicht eine lange Flugzeit von bis zu 30 Minuten, hat allerdings den Nachteil, dass die Komponenten eher weniger stabil sind. Beispielsweise sind die Arme, an denen die Motoren befestigt sind, innen hohl. Das darin liegende Motorkabel ist nur mit Schaumstoff ummantelt. Trotz der etwas instabil wirkenden Konstruktion ist die Drohne alles in allem robust. Durch das niedrige Gesamtgewicht von nur 249 Gramm, übersteht sie auch leichte Abstürze ohne bleibende Schäden.

Anders als bei den bisherigen Drohnen der Mavic-Serie wurden hier nun zweiteilige Propeller verbaut, welche keinen Schnell-Wechsel-Mechanismus mehr haben, sondern einzeln mit einer Schraube am Motor befestigt werden. Dies hat Vor- aber auch Nachteile: Zum einen sind diese Propeller nun leichter als die bisherige Konstruktion und lassen sich einzeln wechseln. Allerdings nicht mehr so schnell, weil ein passender Schraubendreher notwendig ist. Dies ist natürlich in Situationen, in denen man schnell wieder aufsteigen möchte, ein großer Nachteil. Dem steht aber entgegen, dass die Propeller jetzt deutlich leiser sind und die Drohne somit weniger Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Klappmechanismus der Mavic Mini

Im zusammengeklappten Zustand misst die Mavic Mini gerade einmal 130 × 80 × 60 mm 3 , was perfekt ist, um sie in der Hosentasche zu transportieren. Auseinandergeklappt betragen die Maße 150 × 190 × 60 mm 3 . Somit ist sie ein kleines bisschen größer als die DJI Spark aber deutlich kleiner als die Mavic 2. Die Fernbedienung der Drohne ist an die Fernbedienung der Mavic Air angepasst. Die Steuerknüppel lassen sich auch hierbei abschrauben und auf der Innenseite verstauen.

Lieferumfang Mavic Mini
Vergrößern Lieferumfang Mavic Mini

Zum Lieferumfang der Mavic Mini gehören die Drohne samt Akku, USB-Netzteil, Handsender, ein Satz Ersatzpropeller und alle benötigten Anschlusskabel.

Für den Test hat uns DJI die knapp 100 Euro teurere Fly-More-Combo der Mavic Mini zur Verfügung gestellt. Neben dem Standardzubehör sind hier zwei zusätzliche Akkus, eine Tragetasche, ein Dreifach-Ladegerät und ein Rundum-Propellerschutz beigepackt.

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Die Ausstattung der Drohne ist zwar nicht mit der Mavic Pro oder Mavic-2-Serie vergleichbar, trotzdem ist sie in dieser Preis- und Größenklasse unschlagbar. Neben GPS und Glonass, sind Barometer und eine nach unten gerichtete Positionskamera verbaut. Die Foto- und Videokamera wird durch ein dreiachsiges Gimbal stabilisiert. Über eine automatische Hinderniserkennung und eine Tracking-Funktion verfügt die Mavic Mini aber nicht. Wer also Verfolgungsflüge mit der Drohne plant, muss selbst steuern.

Drei unterschiedliche Modi stehen zur Verfügung: Neben dem Standard-Modus (P) ein Kino-Modus (C) und ein Sport-Modus (S). Die Wahl des Flugmodi beeinflusst die Geschwindigkeit der Drohne. Die Spitzengeschwindigkeit im Sportmodus liegt bei knapp 47 km/h, was zumindest für Verfolgungen von langsamen PKW oder Radfahrern ausreichend ist. Neben den drei Flugmodi bringt die Mavic Mini auch folgende Quick-Shots mit:

  • Rocket – Die Mavic Mini fliegt schnell in die Luft, wobei die Kamera nach unten zeigt und ihrem Motiv folgt. Die Höhenbegrenzung ist auf 12, 18, 24, 30 oder 36 Meter einstellbar

  • Kreisen – Die Mavic Mini umkreist ihr Motiv in konstanter Höhe und Entfernung

  • Dronie – Die Mavic Mini fliegt rückwärts und gleichzeitig aufwärts, während die Kamera auf das Motiv ausgerichtet bleibt. Auch hier beträgt die Höhenbegrenzung ist auf 12, 18, 24, 30 oder 36 Meter

  • Helix – Die Mavic Mini fliegt spiralförmig aufwärts und entfernt sich gleichzeitig vom Motiv

Die Anzahl der automatisierten Flugmanöver ist insgesamt deutlich kleiner als bei der teuren Mavic-2-Serie. Neben einigen Videofunktionen, wie der automatischen Motivverfolgung, fehlen auch automatisierte Fotofunktionen, wie die mehrreihigen Panorama-Aufnahmen.

Die maximale Reichweite, mit der in Deutschland und der EU konformen Einstellung (CE), liegt bei zwei Kilometern. In der Praxis fliegt die Mavic Mini also deutlich weiter, als es die Regeln erlauben. Laut der gültigen Verordnung muss der Pilot das Fluggerät ohne Hilfsmittel sehen und dessen Lage einschätzen können. Das Livebild zum Smartphone hat eine Auflösung von 720p. Bei den Testflügen, bei einer maximalen Entfernung von etwa 900 Metern, ist die Bildübertragung mit einem iPhone 11 Pro flüssig und stabil.

Zwar sieht die Mavic Mini so aus, als würde sie über die von der Mavic Pro bekannten, nach vorne gerichteten Hindernissensoren verfügen, dies täuscht aber. In den entsprechenden Ausbuchtungen des Gehäuses sind leider nur Aufkleber angebracht. Wer mit der Mavic Mini unterwegs ist, kann sich also nicht blind auf die Technik verlassen, denn Hindernisse erkennt die Einsteigerdohne nicht automatisch.

Lange Flüge mit Sorgfalt genießen

Die Kamera der Mavic Mini nutzt einen 12-Megapixel-1/2,3-Zoll-CMOS-Sensor mit einer festen Blende von f/2,8 und einem Sichtfeld von 83 Grad. Die Bitrate der Aufnahmen beträgt immerhin 40 MBit/s (H.264-Codec). Die maximale Bildrate bei 2,7K-Aufnahmen (2720×1530 Pixel) liegt bei 30 fps. Bei Full-HD-Aufnahmen sogar bei 60 fps. Fotos landen als JPEG mit einer Auflösung von maximal 4000×3000 Bildpunkten auf der bis zu 128 GByte großen MicroSD-Speicherkarte.

Luftbild der Mavic Mini
Vergrößern Luftbild der Mavic Mini

Der Zwei-Zellen-Lipo-Akku hat eine Nennkapazität von 2400 mAh und eine Nennspannung von 7,6 Volt. Er wird von hinten in die Mavic eingeschoben und ist durch eine Klappe geschützt. Die maximale Flugdauer liegt laut DJI bei 30 Minuten ohne Propellerschutz-Käfig und bei 18 Minuten mit Käfig. Unter Realbedingungen, mit Wind und einigen sportlichen Manövern, erreichen wir gute 26 Minuten Flugzeit, bevor wir mit einer Restkapazität von knapp zehn Prozent landen. Im Schwebeflug dürfte die Mavic Mini also sogar mehr als 30 Minuten in der Luft bleiben. Der Zustand des Akkus wird während des gesamten Fluges ständig überwacht und mittels App am Smartphone angezeigt.

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Zum Laden kommen die Akkus entweder in das Ladegerät der Fly-More-Combo oder direkt in die Mavic Mini. Den Strom bezieht der Akku dann über das Micro-USB-Kabel. Die Ladebuchse sitzt neben dem Speicherkartenslot auf der Rückseite der Drohne. Warum DJI immer noch auf den älteren Micro-USB-Port und nicht auf den aktuellen USB-C-Stecker setzt, können wir nicht nachvollziehen.

Zur Überwachung des Fluges kommt die kostenlose App DJI Fly zum Einsatz. Die Software ist übersichtlich gestaltet und einfach zu bedienen. Im Vergleich zur Mavic 2-App Go 4 sind insgesamt weniger Einstellungsmöglichkeiten vorhanden. Dies vereinfacht die Bedienung und ist gerade für Anfänger deutlich weniger verwirrend. In der App kann man sich auch mit seinem bestehenden DJI-Konto anmelden und somit seine Flüge mit allen Geräten synchronisieren.

Flugverbotszonen erkennt die Mavic Mini dank des integrierten GPS automatisch. Auch wenn DJI so gegen Missbrauch vorbeugt, sollte man sich als Pilot trotzdem unbedingt mit der aktuellen Drohnenverordnung vertraut machen.

Luftbild der Mavic Mini
Vergrößern Luftbild der Mavic Mini

Die Bildqualität der Mavic Mini kann sich sehen lassen und muss sich nicht vor der Mavic Pro oder Mavic 2 Zoom verstecken. Selbst ohne Nachbearbeitung und bei Nutzung der automatischen Belichtung entstehen beeindruckende Foto- und Videoaufnahmen. Wer nicht plant, in der Video-Nachbearbeitung in das 2,7k-Videomaterial (2720 × 1530 Pixel) hineinzuzoomen, der sollte für schnellere Flugmanöver auf die Full-HD-Auflösung mit 60 fps zurückgreifen.

Bei Bedarf können die Aufnahmeparameter, wie Belichtungszeit oder ISO-Wert, auch manuell eingestellt werden. Das RAW-Format für Fotos steht bei der Mavic Mini im Gegensatz zu ihren größeren Geschwistern allerdings leider nicht zur Verfügung.

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