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DTP-Profis

20.08.2007 | 13:49 Uhr |

Wenig zu bieten hat Xpress wie schon seit langem beim Import von Word-Dateien. Als einzige Optionen lassen sich Anführungszeichen umwandeln und in Word definierte Stilvorlagen importieren, während Indesign eine ganze Reihe von Importoptionen anbietet, darunter auch die Möglichkeiten, die Formatierung wegzulassen oder Tabellen und mitfließende Bilder zu übernehmen. Indesign ist zudem so schlau, nur die im Text verwendeten Stilvorlagen aus Word zu berücksichtigen, während Xpress alle in Word angelegten Stile importiert.

Textvariable: Eine auf einer Absatz- oder Zeichenstilvorlage basierende Textvariable lässt sich gut für laufende Kolumnentitel einsetzen.
Vergrößern Textvariable: Eine auf einer Absatz- oder Zeichenstilvorlage basierende Textvariable lässt sich gut für laufende Kolumnentitel einsetzen.

Ausgabe als PDF

Beim PDF-Export ist Indesign nicht zu schlagen weil sich das Programm darauf versteht, direkt im PDF-Format zu sichern, während Xpress immer über eine Postscript-Datei gehen muss. Dies hat unter anderem Auswirkungen auf das Farbmanagement, da Indesign beim PDF-Export die ICC-Profile erhalten kann, während sie beim Weg über eine Postscript-Datei verloren gehen, denn sie sind in den Postscript-Spezifikationen nicht definiert. Bei den Transparenzen besteht in Indesign die Möglichkeit, sie in das PDF zu übernehmen, sofern man in aktuellen PDF-Formaten exportiert, während das bei Xpress mit dem Weg über Postscript ebenfalls nicht funktioniert, denn Postscript kennt keine transparenten Elemente. Momentan ist dies aber noch kein großer Nachteil, da Druckereien in der Regel PDF-Dokumente gemäß der PDF/X-Spezifikation erwarten, die sich mit beiden Anwendungen erstellen lassen. In diesen sind keine Transparenzen erlaubt, sie müssen beim Schreiben des PDFs deshalb reduziert werden.

Ein zweiter Punkt, bei dem Indesign die Nase deutlich vorn hat, ist das Farbmanagement, denn Xpress kämpft auch noch in der Version 7.2 mit Problemen bei der Farbkonvertierung mancher Bildformate. Zudem ist die Einrichtung des Farbmanagements in Indesign einfacher als in Xpress, da man alles in einem Fens-ter einstellt und nicht wie bei Xpress mit mehreren Vorgabe- und Einstellungsdialogen arbeiten muss. Auch beim Softproof geht Indesign unserer Ansicht nach intuitiver ans Werk als Xpress und zeigt immer die Simulation für dasjenige CMYK-Profil an, das im Menü gewählt ist, während die CMYK-Simulation in Xpress davon abhängt, ob man eine CMYK-zu-CMYK-Konvertierung für die einzelnen Objekte zugelassen hat oder nicht.

Xpress bietet dagegen mehr im Bereich der Layoutkontrolle. Während sich Indesign beim Preflight darauf beschränkt, nach fehlenden Bildern und Schriften, Bildern im RGB-Format, Farben und Sonderfarben sowie transparenten Objekten zu suchen, kann man in Xpress über die Regeln eines Job-Tickets beliebig viele Parameter evaluieren lassen. Zudem ermöglichen es die Job-Tickets, neue Layouts mit genau spezifizierten Vorgaben anzulegen, so dass sich mögliche Fehler von vornherein vermeiden lassen.

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