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DVB-S-Recorder

24.01.2007 | 13:47 Uhr |

DVB-S-Recorder

Will man das hochwertige DVB-S-Fernsehprogramm aufzeichnen, kann man entweder umständlich einen herkömmlichen DVD-Recorder mit dem Scart-Ausgang eines entsprechenden Sat-Empfängers verbinden – oder man schafft sich gleich eine Set-Top-Box mit eingebauter Festplatte an.

Gegenüber den DVD-Recordern haben diese Boxen einen entscheidenden Vorteil: Sie zeichnen das digitale Signal völlig unverändert auf – nicht der kleinste Teil der ausgezeichneten Bild- und Tonqualität geht verloren. Jede Aufzeichnung entspricht daher exakt dem ausgestrahlten Original.

Die getesteten Set-Top-Boxen besitzen alle zwei Tuner. Das ermöglicht die gleichzeitige Aufzeichnung von zwei Sendern oder das Ansehen eines anderen Senders als des aufgezeichneten. Das haben die DVD-Recorder mit analogen oder DVB-T-Tunern nicht nötig, denn bei analogen Empfangsanlagen (oder DVB-T) springt immer dann der Tuner des Fernsehers ein, wenn der Recorder anderweitig beschäftigt ist.

WARUM KEINEN HDTV-RECORDER? Das HDTV-Problem sieht so aus: Das Programmangebot ist mit weniger als zehn Sendern dürftig, und es gibt keine Empfänger mit Aufzeichnungsmöglichkeit. Komfortfunktionen wie das zeitversetzte Fernsehen sind damit – im Gegensatz zu den von uns getesteten Geräten – nicht möglich. Einmal mehr ist der Grund für die mangelnde Ausstattung der HDTV-Empfänger nicht technischer, sondern politischer Natur: Die zahlungskräftigen HDTV-Kunden könnten auf die Idee kommen, ihre Aufzeichnungen unters Volk zu bringen. Aber: Gute Flachbildfernseher und Projektoren können auch PAL gut aussehen lassen. Der Schlüssel zum guten Bild liegt beim möglichst hochwertigen TV-Signal, das man derzeit am besten digital per Satellit (DVB-S) oder Kabel (DVB-C) bezieht. Für analoge Anschlüsse – vor allem Hausverteilungen – gibt’s die „normalen“ DVD-Recorder, fürs Digitalfernsehen die DVB-Recorder ohne optisches Laufwerk.

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