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Das Handy als Funkmodem

06.07.2004 | 12:24 Uhr | Peter Müller

Das Handy als Funkmodem

Wer das Z105 als Funkmodem am Computer einsetzen will, braucht stets das spezielle USB-Kabel aus dem Lieferumfang. Bei guter Netzversorgung begeistert die sechsfache ISDN-Geschwindigkeit (max. 384 Kbit/s) beim Surfen im Internet, außerhalb des UMTS-Netzes schaltet das Handy auf den GSM/GPRS-Standard herunter. Ein Apple-Macintosh-Rechner benötigt jedoch zusätzlich das Programm Mobile High Speed 3G von Nova Media ( www.novamedia.de ) für 87 Euro.
Schmerzlich ist der Verzicht auf Infrarot und Bluetooth. Über den kostenfreien Kurzstreckenfunk können Handys allerlei Daten untereinander austauschen: Fotos, Klingeltöne oder Telefonnummern - oder kabellos dem Computer Internetdienste anbieten. Nicht so das Samsung-Telefon, der Schnappschuss kann an andere nur als MMS oder per E-Mail übertragen werden - und erscheint damit als Posten auf der nächsten Mobilfunkrechnung. Kostspielig sind auch die neuen Multimedia-Inhalte im UMTS-WAP-Portal von Vodafone und demnächst auch in denen der anderen Provider. 99 Cent etwa sollen Video-Clips mit Nachrichten oder Kino-Trailer kosten. Unklar ist, ob auch abgebrochene Übertragungen Geld kosten - denn das passiert gleich mehrfach im Test! Enttäuschend ist ebenso die Performance des WAP-Browsers, von UMTS-Geschwindigkeit war in den "normalen" Angeboten nichts zu spüren, ein S55 von Siemens mit dem langsameren GPRS-Standard etwa hatte vom Bahn-Rechner via WAP schneller eine Antwort zur Fahrplananfrage als das Z105. Immerhin: Das Samsung-Handy kann Telefonnummern und Termine mit Outlook abgleichen, Postadressen jedoch nicht - und von iSync 1.4 wird das Telefon auch nicht unterstützt.

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