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Das leere Macbook

24.02.2009 | 08:09 Uhr |

Das leere Macbook

Danach schließt man alle Programme, die man später vom USB-Stick starten will, sonst verweigern ihre portablen Pendants mit einer Fehlermeldung den Dienst. Nun lässt sich etwa das portable Adressbuch mit einem Doppelklick öffnen. Beim ersten Start fragt es nach, ob bereits auf dem System bestehende Voreinstellungen in die mobile Anwendung kopiert werden sollen. Wählt man den Knopf "Copy", so landen alle Adressdaten des Rechners vollständig auf dem Stick. Lehnt man diesen Komfort ab, erhält man ein leeres Adressbuch, das sich etwa durch Überschreiben mit Kontaktdaten aus dem iSync-kompatiblen Handy, iPhone oder iPod oder vom Mobile-Me-Account füllen lässt.

Dabei ist jedoch peinlich genau darauf zu achten, dass man in die richtige Richtung synchronisiert: Vom jeweiligen Gerät oder Account zum Rechner, sonst löscht das leere Adressbuch im ungünstigsten Falle alle auf dem Server oder mobilen Gerät befindlichen Daten! Ist das Adressbuch vollständig auf die mobile Anwendung übertragen, so kann man die ursprünglichen Daten löschen. Dazu schließt man Portable Address Book, entfernt am besten das Speichermedium und öffnet das bisherige Adressbuch. Sind dort alle Einträge gelöscht, ist es ratsam, das Symbol aus dem Dock zu entfernen, um Verwechslungen zu vermeiden.

Unterwegs surfen und mailen

Auch Portable Safari dupliziert auf Wunsch beim ersten Start die bereits auf dem System vorhandenen Voreinstellungen wie Startseite und Lesezeichen. Alternativ ist auch hier der Abgleich mit Mobile Me oder einem iPhone oder iPod Touch möglich oder das schlichte Importieren der Lesezeichen der Laptop-Anwendung. Diese sollte danach wiederum gesäubert und das Symbol aus dem Dock entfernt werden. Ähnlich geht man mit Mail vor. Hier werden optional beim ersten Öffnen alle Ordner, Accounts und Regeln übernommen.

Portable iCal läuft nicht unter Leopard. Wer trotzdem Kalenderdaten auf seinem Macbook vermeiden will, kann diese etwa mit Mobile Me ins Internet verlagern und dann über den Browser aufrufen.
Vergrößern Portable iCal läuft nicht unter Leopard. Wer trotzdem Kalenderdaten auf seinem Macbook vermeiden will, kann diese etwa mit Mobile Me ins Internet verlagern und dann über den Browser aufrufen.

Mit Mac-OS X 10.4 kann man das Prinzip auch für iChat und iCal nutzen, und sich somit einen komplett "sauberen" Computer schaffen. Die vom Speichermedium laufenden Anwendungen verhalten sich dabei wie die stationären: Sie lassen sich mit Mobile Me abgleichen, mit iSync nutzen und vertragen sich meistens sogar - allerdings ohne Herstellerunterstützung! - mit Drittanbieter-Synchronisationssoftware wie etwa Pocket Mac oder The Missing Sync. Da unter Mac-OS X 10.5 Portable iCal als wichtiges Glied fehlt, haben Leopard-Nutzer allerdings ein wenig das Nachsehen - ihnen bleibt derzeit nur, die Kalenderanwendung weiterhin auf dem Computer zu betreiben, oder diese mit Mobile Me oder Google Calendars komplett ins Internet zu verlagern und nur im Browser aufzurufen. Als Ersatz für iChat bietet sich unter Mac-OS X 10.5 das kostenlos erhältliche Portable Adium an.

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