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Der beste Schutz für die Apple Watch – Hüllen und Folien

22.05.2022 | 10:30 Uhr |

Kratzer auf dem Glas, Dellen im Rahmen – das muss auch bei der Apple Watch nicht sein. Die besten Lösungen für das Handgelenk.

Wie kommt man auf die Idee, das ikonische Design der Apple Watch mit Bumpern zu verunstalten? Die Frage ist sicher berechtigt, doch nicht immer trägt man die Apple Watch zu Abendkleid oder Anzug. Kletterer oder Naturfotografen haben starkes Interesse daran, ihre kostbare Apple Watch zu schützen.

Es gibt zwei grundlegend verschiedene Lösungen: Entweder klassische Bumper, der einen schützenden Ring um das Gehäuse bilden oder ein schlankerer Vollschutz, der auch das Glas abdeckt. Bei Letzteren ist zu beachten, dass Schutzfolien die Bedienung beeinflussen. Bei den einfachen Schutzfolien aus TPU ist es in erster Linie ein leicht verändertes Verhalten beim Wischen. Über eine Folie lässt es sich nicht so leicht wischen, sie bremst ein wenig. Irgendwann hat man sich daran aber gewöhnt.

Allen Schutzlösungen gemeinsam ist die einfache Montage. Bumper und Vollschutz lässt sich auch situationsbedingt montieren, was besonders praktisch ist. Schutzfolien bleiben immer darauf, bedürfen etwas mehr Aufmerksamkeit bei der Montage, halten aber auch nicht so lange. Nach gut drei bis vier Wochen intensiver Nutzung waren die ersten von uns getesteten Folien reif für einen Wechsel. Meist waren es die Kanten, die sich entweder gelöst haben oder Staub sammelten.

Typische Probleme bei der Montage von Schutzfolien sind Blasen. Hier ist es wichtig sich genau an die Anleitungen zu halten und nur unter Staubfreier Umgebung zu arbeiten. Kleine Blasen verschwinden über Nacht und sollten nicht herausgedrückt werden.
Vergrößern Typische Probleme bei der Montage von Schutzfolien sind Blasen. Hier ist es wichtig sich genau an die Anleitungen zu halten und nur unter Staubfreier Umgebung zu arbeiten. Kleine Blasen verschwinden über Nacht und sollten nicht herausgedrückt werden.
© Thomas Bergbold

Case-Mate Watch Bumper

Der Case-Mate Watch Bumper ist ein unauffälliger Gehäuseschutz für die Apple Watch.
© Thomas Bergbold

Wer nur gelegentlich einen Schutz für seine Apple Watch benötigt, dem ist es wichtig, dass er leicht zu montieren ist. Hier hat beispielsweise der Watch Bumper von Case-Mate einen Vorteil. Das TPU-Material ist sehr weich und legt sich quasi von selbst um das Apple-Watch-Gehäuse.

Das TPU ist klar und die Farbe der Apple Watch ist dadurch noch gut zu erkennen. Zumindest bei unserer roten Apple Watch Series 7. Mit unseren Armbändern aus dem Test hatten wir keine Probleme bei der Montage und auch die Tasten sind noch gut zu bedienen.

Über die optische Beeinflussung der Apple Watch kann man geteilter Meinung sein, das Apple Watch Gehäuse wird, jedenfalls gut gegen Stöße geschützt. Eine leicht erhöhte Kante schützt minimal das Display der Apple Watch, die Bedienung wird dadurch nur wenig gestört.

Der empfehlenswerte Case-Mate Watch Bumper ist für nur 14,99 Euro zu haben.

CCLKHY TPU Schutzhülle

Zwei Schutzhüllen zu einem Preis von 3,99 Euro, günstiger geht es kaum.
© Thomas Bergbold

Der Preis von 3,99 Euro macht neugierig. CCLKHY liefert zwei weiche und relativ dünne Schutzhüllen in einer neutralen Verpackung. Der Markenname taucht auf dem Produkt nicht mehr auf.

Die Materialeigenschaften des TPU sind vielen anderen Produkten bekannt, es ist weich und meist verfärbt es sich nach einem Jahr, um dann spätestens nach zwei Jahren brüchig zu werden. So lange konnten wir es nicht testen, können darüber also keine qualifizierte Aussage treffen.

Der erste Eindruck ist gut, die Montage ist relativ leicht und neben dem Gehäuse wird auch das Display geschützt. In der Tat ist der Schutz auch gut, bei harter Beanspruchung landen die Kratzer sichtbar im weichen Material. Noch auffälliger sind aber Fingerabdrücke und Hautfett, der sich in Schlieren zeigt.

Das größte Problem der Schutzhülle sind die Einschränkungen bei der Bedienung. Ein Tippen wird vorwiegend erst beim zweiten Mal erkannt und mit dem Wischen klappt es nie auf Anhieb. Die Schutzhülle ist nur wegen des niedrigen Preises für besondere kurzzeitige Einsätze empfehlenswert. Ansonsten sollte man sich das Geld besser sparen.

CCLKHY TPU Schutzhülle bei Amazon für 3,99 Euro

Diruite Hülle für Apple Watch

Die Diruite Schutzhülle ist ein kompletter Schutz für das Glas und das Gehäuse der Apple Watch.
© Thomas Bergbold

Gleich im 2er-Pack liefert Diruite seine Schutzhülle für die Apple Watch Series 7. Die Schutzhülle ist in vielen Farben erhältlich und an den Farben von Apple angelehnt. Wir haben uns die rote näher angesehen und festgestellt, dass der Farbton ein komplett anderer ist.

Wie ein Überzieher wird die Schutzhülle über die Apple Watch gestülpt. Das bedarf ein wenig Mut, weil man bei dem harten Kunststoff Angst um das Gehäuse der Apple Watch hat. Das Glas selbst soll nach Aussagen des Herstellers Panzerglas sein und die Bedienung nicht einschränken. In der Tat reagiert die Touchfunktion gut. Da aber bei der neuen Apple Watch 7 das Display zur Seite gezogen ist, wird hier ein Teil verdeckt. Also nichts für das neue Ziffernblatt.

Die Aussparungen für die Seitentaste und die Digital Crown passen gut. Durch die zusätzliche Materialdicke ist die Bedienung natürlich etwas eingeschränkt, speziell, was die Bedienung der Digital Crown betrifft.

Auch wenn die Diruite Schutzhülle gut vor Kratzern schützt, gibt es doch für Wassersportler einen Punkt, der nerven kann. Wasser kann sich unter dem Display sammeln, ebenso wie Schmutz. Also ist es nötig, regelmäßig die Schutzhülle zu entfernen und zu säubern.

Die nur eingeschränkt empfehlenswerte Schutzhülle ist im Doppelpack für 9,89 Euro bei Amazon erhältlich.

Itskins Spectrum Combo

Eine Kombination aus Schutzhülle und dem passenden Armband ist das Spectrum Combo von Itskins. Beides lässt sich auch einzeln verwenden.
© Thomas Bergbold

Von Itskins kommt ein rundum sorglos Schutzpaket für die Apple Watch. Es besteht zu einem Preis von 39,99 Dollar aus einer Schutzhülle (Bumper) und einem passenden Armband.

Die Montage am Apple Watch Gehäuse geht dank des weichen Silikons leicht von der Hand. Das Gehäuse der Apple Watch wird durch die Spectrum Schutzhülle gut geschützt, Itskins gibt einen Schutz nach Militärstandard aus zwei Metern Höhe an. Ein erhöhter Rand bietet einen leichten Schutz gegen Kratzer am Display. Der Nachteil ist aber die eingeschränkte Bedienbarkeit der Apple Watch mit Wischgesten.

Der Look des Armbandes ist wie der der Schutzhülle sehr auffällig, besonders in der hellroten Farbe. Der Metallverschluss funktioniert gut, Einschränkungen am Spectrum Combo gibt es nur beim Laden wegen der großen Schutzhülle. Speziell bei Ladestationen mit großer Ladefläche, wie dem Belkin Ladedock, muss vor dem Laden die Schutzhülle entfernt werden. Das Silikon ist angenehm zu tragen und laut Hersteller antibakteriell.

Itskins Spectrum Combo beim Hersteller kaufen

Die besten Armbänder für die Apple Watch

Spigen Rugged Armor Hülle

Die Rugged Armor Hülle von Spigen ist eine dicke Schutzhülle, die in erster Linie das Gehäuse schützt.
© Thomas Bergbold

Die Rugged Armor Hülle von Spigen verleiht der Apple Watch einen Panzerlook taktischer Einsatzkräfte. Bei der Auswahl ist man erst einmal überrascht, es gibt drei Farben und die Größe soll sowohl für die 44 mm als auch die 45 mm Apple Watch Modelle passen. Und in der Tat macht es das weiche Material möglich. Die Apple Watch wird von hinten in den Bumper eingeschoben, das bedarf ein wenig Gewalt, klappt aber gut. Die Aussparungen für die Armbänder sind weiterhin erreichbar. Dadurch, dass das Gehäuse größer ist, können aber jetzt nicht mehr alle Armbänder passen. Zum Beispiel welche, die eine Schlaufe für das Armband nahe am Gehäuse haben.

Natürlich ist auch die Digital Crown geschützt. Das bedeutet aber in der Praxis, dass das Drehen und Drücken nicht mehr ganz so leicht von der Hand geht. Die Seitentaste hat eine komplette Abdeckung bekommen, der die Funktion nicht einschränkt.

Der Schutz für das Gehäuse ist gut, beim Display hingegen ist Spigen einen Kompromiss eingegangen. Der Überstand ist nicht sehr hoch, es sind weniger als einen Millimeter. Für Klettern beispielsweise reicht das nicht. Dafür sind die Einschränkungen beim Wischen nicht so hoch.

Die Spigen Rugged Armor Hülle ist für 12,99 Euro bei Amazon erhältlich.

Urban Armor Gear Scout Case

UAG bietet mit den Scout Case eine Schutzhülle zur einfachen Steckmontage für die Apple Watch an.
© Thomas Bergbold

Schutzhüllen für die Apple Watch haben eine lange Tradition bei UAG. Mit dem neuen Scout Case für die Apple Watch 7 haben sich die Kalifornier etwas länger Zeit gelassen. Nicht ganz so wuchtig wie die bisherige Civilian liegt der Fokus im Schutz des Apple-Watch-Gehäuses. Dass dieser sehr gut funktioniert, haben wir unplanmäßig beim Enduro fahren ausprobieren können. Nach einem Sturz auf Schotter waren die Handschuhe beschädigt, die Apple Watch blieb heil.

An einen erhöhten Rand für den Schutz des Displays haben die Entwickler auch gedacht, dieser dürfte für unseren Geschmack nur einen halben Millimeter höher sein. So bietet er nur wenig Schutz, dafür ist die Einschränkung bei Wischgesten auch nur sehr gering.

Die Montage und Demontage gehen leicht von der Hand, das Scout Case wird einfach nur auf das Gehäuse aufgesteckt.

Der Preis von 19,99 Euro sind für die Leistung fair, neben der Farbe Transparent (frosted clear), ist das Scout Case auch in dunkelblau und schwarz erhältlich.

UAG Scout Case bei Amazon kaufen

Artwizz ScratchStopper Pro

Die dünne ScratchStopper Pro Folie von Artwizz lässt sich leicht montieren. Im Lieferumfang sind gleich vier Folien, was die ScratchStopper Pro zum Preisbrecher macht.
© Thomas Bergbold

Aus einer nur 0,15 mm dünne TPU-Folie besteht die Display Schutzfolie Scratch Stopper Pro von Artwizz. Die Schutzfolie gibt es für alle Apple-Watch-Modelle und soll einen Schutz vor Abnutzung und Kratzer bieten. Eine Auto-Heal Funktion soll die Folie vor bleibenden Abnutzungsspuren schützen. Das haben wir direkt ausprobiert und in der Tat sind leichte Kratzer wie von Zauberhand nach ein paar Stunden weg. Selbstverständlich ist sie auch wasserfest.

Geliefert bekommt man in der Packung vier Schutzfolien mit ebenso vielen sogenannten Dust-Removal-Filmen zum Entfernen von Staub. Ein Mikrofasertuch liegt ebenso dabei, wie eine gedruckte dreisprachige Anleitung. Ein QR-Code zu einem Video vervollständigt den sehr guten Lieferumfang.

Die Folie lässt sich leicht positionieren. Wie bei allen Schutzfolien: Vorsicht vor minimalen Staub, klebt er einmal an der Klebefläche, bleiben kleine Einschlüsse erhalten. Ebenso bleibt am Rand des Displays eine kleine Kante, an der man beim Wischen hängen bleiben kann.

Das Display der Apple Watch verliert leicht an Brillanz und erhält einen leicht bläulichen Schimmer. Die Bedienung selbst der Apple Watch wird kaum beeinflusst. Es ist nur das Wischgefühl, das bei einer Folie anders ist als bei einem Glas. Eine Folie hat bei intensiver Nutzung drei Wochen gehalten und musste dann ausgetauscht werden.

Die ScratchStopper Pro Folie ist im 4er Pack für 11,99 Euro im Handel erhältlich.

Hama Displayschutz Hiflex

Der Displayschutz Hiflex von Hama ist schon fast ein Schutzglas mit Schlagschutz.
© Thomas Bergbold

Einen Schutz bis zum Rand des Displays bietet das Hiflex. Die Schutzfolie ist nicht so dünn wie viele Mitbewerber, sondern ist schon fast wie ein eigenes Glas. Daher glaubt man dem Versprechen nach einem Kratz-, Schlag- und Aufprallschutz. Vorteil der weit bis zum Apple Watch Gehäuse reichenden Konstruktion, man bleibt sehr selten am Rand hängen.

Der Lieferumfang beschränkt sich auf das Nötigste, eine Schutzfolie, ein antistatisches Mikrofasertuch zur Reinigung und eine Anleitung. Die Montage bedarf einiger Konzentration, da der Kleber sofort sehr fest haftet. Korrekturen sind zwar möglich, erhöhen aber die Gefahr von Staubeinschlüssen.

Während die Schutzfunktion und die Haltbarkeit gut sind, gibt es in der Praxis ein paar Nachteile. So wird durch den schicken schwarzen Rand der Folie auch ein Teil des Displays verdeckt. Das macht sich speziell bei den neuen bis in die Wölbung reichenden Ziffernblätter bemerkbar. Ein anderer Punkt ist eine leichte Reaktionsschwäche beim Wischen oder Tippen. Mal klappt ein Wischen, zum Beispiel um die Ziffernblätter zu wechseln, auf Anhieb und mal gar nicht. Auch ein Tippen zum Beispiel auf eine Funktion wie Aktivität direkt auf dem Ziffernblatt, wird gelegentlich nicht auf Anhieb ausgeführt. Je näher am Rand um so schlechter die Reaktion. Nach drei Wochen intensiver Nutzung zeigten sich die ersten Staubablagerungen an den Kanten.

Der Displayschutz Hiflex ist für 12,99 Euro im Handel zu bekommen.

Smart Engineered Matte Schutzfolie Apple Watch

Eine matte Schutzfolie ist ein Novum an der Apple Watch. Entsprechend ist das Touchgefühl komplett anders.
© Thomas Bergbold

Eine interessante Schutzfolie kommt von dem deutschen Unternehmen Smart Engineered aus Herford. Eigentlich ist es nicht nur eine Schutzfolie, sondern zwei verschiedene, nämlich eine glänzende und eine matte Schutzfolie für die Apple Watch.

Dass es auch eine matte Schutzfolie gibt, ist aber nicht die einzige Unterscheidung zu den Mitbewerbern, auch in der Aufbringung unterschiedet sich die Schutzfolie. Sie wird nass aufgetragen, vergleichbar zu Folien am Auto. Dadurch lässt sich die Position der Folie bei der Aufbringung noch einfach korrigieren.

Sie deckt nicht ganz das Display bis zum Gehäuserand ab, ein minimaler Rand bleibt frei. Das Touchgefühl ist gut und in erster Linie durch die matte Oberfläche anders.

Zu einem Preis von 9,99 Euro ist der Viererpack sehr günstig.

ZAGG Invisible Shield ultra clear

Die Ultra Shield Folie bietet einen guten Kratzschutz und fällt kaum auf.
© Thomas Bergbold

Das Erste, was auffällt, ist die ausführliche deutsche Anleitung und der Inhalt der Packung. Neben der Schutzfolie, legt ZAGG noch ein Reinigungstuch, ein Mikrofasertuch, ein Klebestreifen und Spachtel (Abzieher) bei. Die Montage wird somit theoretisch vereinfacht, wenn man denn die Erklärung der Schritte auf Anhieb verstehen würde.

Bei der Montage haben uns die Beilagen sehr geholfen, speziell der Klebestreifen, aber auch, dass das Trägermaterial durch eine zweiteilige Folie geschützt war. Somit wurde nicht auf einen Schlag die Klebefläche freigelegt. Trotzdem hatten wir kleine Blasen, die auch mit dem Spachtel nicht beseitigt werden konnten. Nach einem Tag sind diese aber von allein verschwunden.

In der Praxis fällt die Folie kaum auf. Tippen und Wischen werden nicht beeinträchtigt, auch nicht der Blick auf das Zifferblatt. Die Folie reicht bis zum Gehäuse, sodass man nur dort die Kante der Folie spüren kann. Damit hinterlässt die Zagg-Folie den besten Eindruck, sie ist aber auch mit 19,99 Euro die teuerste Folie im Vergleich.

Invisible Shild ultra clear im Zagg-Shop

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