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Dias putzen

19.04.2006 | 17:01 Uhr |

Dias putzen

Die Staub- und Kratzerentfernung, beim Quato-Scanner iSRD (Infrared Smart Removal of Defects) genannt, geschieht per gesonderter Abtastung des normalen Sensors im Infrarotbereich, bei der Partikel auf und Defekte der Oberfläche des Filmmaterials erkannt werden. Aus diesem Sonderscan errechnet anschließend die Scansoftware eine Korrekturmaske und entfernt wie mit einem Klon-Stempel den jeweiligen Defekt. Vergleichbare Techniken gibt es schon seit Jahren, allerdings nur bei teureren Scannern wie etwa von Nikon, die dazu einen eigenen Sensor einsetzen. iSRD funktioniert beim Intelli Scan 5000 sehr zuverlässig sowohl bei Diapositiven wie -negativen. Nicht so gut einsetzbar ist sie in unserem Test hingegen bei SW-Material, da hier wohl zu wenige Unterscheidungsmöglichkeiten zur Filmschicht vorhanden sind.

Bei der vergleichsweise kleinen Vorlagengröße von KB-Film interessiert auch besonders die erreichbare Auflösung, will man Dias nicht nur digital archivieren, sondern auch in ansprechender Qualität zum Ausdruck bringen. Eine höhere Auflösung erlaubt mehr Vergrößerung; der Intelli Scan kann sich mit 5000 ppi auf den ersten Blick sehen lassen. Quato gibt die Abtastauflösung nach ISO 14473 an – eine Aussage, die eigentlich nur ausschließt, dass keine interpolierte Auflösung (beispielsweise durch halben Scanzeilenvorschub) als Eigenschaft genannt wird. Wie genau Details unterschieden werden, ist eine andere Baustelle. Wir ermitteln (bei 30% Linienkontrast) eine Detailauflösung von etwa 2600 dpi, in Worten: eine gute Auflösung, die bei höheren Abtastauflösungen schon das Filmkorn zeigt. Die Differenzierung der Bildtiefen gelingt dem Scanner befriedigend bis gut, was sich aber durch das nachfolgend erwähnte Multisampling noch etwas verbessern lässt.

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