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Airpods (Pro) und deren Alternativen im Vergleich

24.03.2021 | 09:00 Uhr | Peter Müller

Mit den Airpods Pro hebt Apple sein True-Wireless-System auf ein neues Niveau. Es gibt aber jede Menge Alternativen. Ein Überblick.

Apple beweist seit dem Jahr 2016 Mut und Konsequenz und lässt seither – beginnend mit  iPhone 7 und 7 Plus – die Kopfhörerbuchse weg. Mittlerweile ist im Portfolio kein einziges iPhone mit 3,5-mm-Buchse mehr enthalten. Dafür fehlen in den Schachteln der iPhones seit letzten Herbst selbst die Lightning-Earpods und der Ladeadapter, das Zwischenstück mit Lightning-Stecker und Klinkenbuchse hatte Apple schon bald weggelassen. Für die teuren Airpods Max gibt es noch ein Adapterkabel als Zubehör zu verkaufen, damit man die Over-Ears auch mit den Entertainmentsystem von Flugzeugen nutzen kann. Dieses Kabel ist aber nicht bidirektional, es besteht also keine Möglichkeit, es am einen Ende in das iPhone einzustöpseln und am anderen Ende in einen Kopfhörer. Sound aus dem iPhone bekommt man also nur noch drahtlos – oder über dessen interne Lautsprecher.

Der Vorteil liegt aber auf der Hand: Wenn das iPhone mal ins Wasser fällt, ist es nicht rettungslos verloren, da mit dem Verzicht auf die Klinkenbuchse es weniger Möglichkeiten für das Eindringen von Flüssigkeit gibt.  Schon seit Herbst 2016 bietet Apple die Alternative an: Airpods. Diese wurden zunächst als "Zahnbürstenköpfe" verhöhnt, sind heute aber aus dem Straßenbild kaum noch wegzudenken, besonders, seit Apple im Herbst 2019 mit den Airpods Pro und deren aktiver Geräuschunterdrückung nachgelegt hat. Mittlerweile sind die recht sportlichen Preise für Apples drahtlose Lauscher deutlich gefallen, die Airpods Pro bekommt man zeitweise für unter 200 Euro, wie unser Preisvergleich immer wieder zeigt – auch die Airpods sind bei Drittanbietern recht erschwinglich.

Airpods sind nicht die erste Revolution, die Apple in Sachen Kopfhörer ausgelöst hat: Bald ist es 20 Jahre her, dass den Leuten auf der Straße scheinbar weiße Kabel aus den Ohren wuchsen: Der iPod krempelte ab 2001 die Welt der Musik in einer Weise um, wie es vor ihm nicht einmal dem Walkman gelungen war. Der iPod ist mittlerweile in iPhone und iPad aufgegangen, die Audiobuchse beim iPhone Geschichte.

Die Airpods wurden einerseits Vorbild für jede Menge von Nachahmerprodukten. Andererseits haben die Airpods in ihrer Form von 2016 (im Frühjahr 2019 mit einem neuen Chip aktualisiert, der sich auch auf freihändiges Siri versteht) gewisse Nachteile, die andere Lösungen kompensieren. Vor allem halten die Airpods nicht in jedem Ohr, wie sie sollten.

Die Airpods Pro bieten nicht nur aktive Geräuschunterdrückung (ANC), sondern aus diesem Grund auch Ohreinsätze aus Silikon, die den Gehörgang halbwegs abdichten und vor allem die Airpods darin solide halten: Nun kann jeder die Airpods auch zum Sport verwenden – zumindest in den meisten Fällen. In Sachen Einbindung in das Apple-Ökosystem sind die Airpods (Pro) allen anderen Lösungen überlegen, vor allem bei der Kopplung zu iPhone, iPad und Mac haben sie dank proprietärer Zusatzprotokolle Vorteile gegenüber herkömmlichen Bluetooth-Hörern. Vor allem ist der Klang ausgezeichnet, andere Hörer müssen sich daran messen. Das gelingt dem ein oder anderen Modell auch einwandfrei, andere versuchen sich eher über den Preis gegen Apple zu positionieren. Und bei einigen überzeugen Preis und Leistung gleichermaßen.

Lesen Sie im Folgenden unseren Überblick über Airpods und andere True-Wireless-Hörer, dort finden Sie in der Regel auch Verweise zu weiter gehenden Betrachtungen der Hörer.

Airpods Pro: Fester Sitz, besserer Klang, Geräuschunterdrückung

Apple hat diejenigen seiner Kunden erhört, die Abstand vom Kauf der Airpods genommen hatten, weil sie schon vorher wussten, dass ihnen diese aus den Ohren fallen würden. Dazu müsste man nicht einmal auf Verdacht kaufen oder sich die Hörer von jemandem für einen kurzen Test ausborgen, es genügte einfach, die mit dem iPhone und dem iPod Touch ausgelieferten kabelgebundenen Earpods in die Gehörgänge zu stecken. Deren Form ist mit denen der Airpods der ersten und zweiten Generation identisch, wenn die Earpods nicht richtig sitzen und schon beim Gehen herausfallen, kann man auch mit den Airpods nichts anfangen.

AirPods Pro
Vergrößern AirPods Pro
© Apple

Das hat sich nun geändert: Apple hat nicht nur erneut zehntausende von Ohrmuscheln vermessen (Selbstauskunft), sondern legt den Airpods Pro nun auch drei Paar Ohreinsätze bei. So ist die Chance recht groß, dass irgendeine Kombination aus drei linken und drei rechten Silikonstöpseln passt. Apple macht es schon bei der Einrichtung leicht, die richtige Wahl zu treffen: In den Einstellungen der Airpods Pro ist ein Hörtest abrufbar: Die Hörer spielen eine kurze Musikpassage ab, das innen liegende Mikrofon vermisst den im Gehörgang angekommenen Schall, die Software zieht daraus ihre Rückschlüsse, ob der Einsatz nun passt oder nicht.

Eine halbwegs feste Abdichtung erfordert vor allem das neue Alleinstellungsmerkmal der Airpods Pro, die aktive Geräuschunterdrückung. Diese funktioniert wie bei anderen Hörern der Art mit Gegenschall: Je zwei außen an den Hörern sitzende Mikrofone nehmen die Geräuschkulisse auf, 200-mal in der Sekunde passen die Lautsprecher den Gegenschall an. Wellenberge der akustischen Wellen treffen dabei auf Wellentäler, was in der Summe Stille ergibt. Das funktioniert nicht perfekt und an sich nur bei tieferen Frequenzen, hilft aber ungemein dabei, die äußere Geräuschkulisse zu dämpfen. Hier kommt erneut das innere Mikrofon zum Einsatz, welches das Resultat aus Schall, Musik und Gegenschall vermisst und der Software entsprechende Korrekturvorschläge macht. Ein adaptiver Equalizer also, der sich nicht nur um die Stille kümmert, sondern auch die Musik möglichst klar und angenehm machen soll.

An den Stielen der Hörer kann man Siri aufrufen oder zwischen einzelnen Geräuschmodi wechseln, das Noise Cancelling entweder abschalten oder in einen Transparenzmodus schalten, in dem die Außengeräusche an das Trommelfell durchgestellt werden.

Der Klang ist erneut für Ohrhörer dieser Bauart hervorragend, betont in den Bässen, aber nicht wuchtig, klar und schmeichelnd in Mitten und Höhen.

Die neue Technologie hat aber ihren Preis, die Airpods Pro kosten mit ihrer Ladeschachtel 279 Euro. Das sind zwar ganze 100 Euro mehr als die Airpods kosten, aber nur 50 Euro Aufpreis gegenüber deren Variante mit induktiver Ladeschachtel, die bei den Airpods Pro Standard ist.

Den kompletten Test der Airpods Pro lesen Sie hier.

Airpods (2nd Gen.): Die Alternative für geeignete Ohren

Wer sich nicht in Flugzeug, Bus und Bahn komplett abschirmen will oder kann und wer passende Ohren hat, der ist mit den Airpods immer noch bestens bedient. Wie bereits weiter oben erwähnt, hat Apple im Frühjahr 2019 die Airpods auf eine neue technische Basis gestellt. Statt des Bluetooth-Chips W1 ist nun einer namens H1 eingebaut (auch in den Airpods Pro), dessen Effizienz und Leistungsfähigkeit es ermöglichen, Siri freihändig zu bedienen. Musste man bei den Airpods der ersten Generation noch auf die Hörer tippen, um eine Aktion auszulösen, genügt nun ein hin gemurmeltes "Hey Siri!" und der digitale Assistent springt an.

Doch auch am Klang hat Apple etwas verbessert, wenn auch nur in Nuancen. In unserem Test konnten wir jedoch reproduzierbar einen Unterschied bemerken. Die Airpods Pro sind übrigens noch besser geworden. Aber vor allem deshalb, weil sie nun auch besser sitzen. Und bei True-Wireless-Systemen kommt es meist auf den Sitz an.

Auch interessant : Das unterscheidet Airpods und Airpods Pro

Die Preise der Airpods der zweiten Generation sind gegenüber der ersten gleich geblieben: 179 Euro. Hinzu gekommen ist aber eine Variante mit einer drahtlosen Ladeschachtel, die Apple für 229 Euro anbietet. Diese war auch der Grund, warum die Airpods 2nd Gen. nicht schon im Herbst 2018 erschienen sind. Apple hatte seinerzeit noch geplant, die passende Ladematte Airpower fertig entwickelt zu bekommen, eventuell nach einer weiteren Verschiebung auf das Frühjahr 2019. Zu diesem Zeitpunkt stellte Apple aber offiziell das Produkt ein, bevor es marktreif werden konnte und die Airpods 2 kamen mit der Empfehlung, Ladematten von Drittherstellern wie Mophie oder Belkin zu nutzen.

Den kompletten Test der Airpods lesen Sie hier

Aktuelle In-Ear-Hörer als Alternativen zu Apple Airpods

Das Original ist nicht alles und in der Standard-Version mit Ohrhörern aus hartem Kunststoff nicht für jeden: Wer Ohrpassstücke in verschiedenen Größen, etwas mehr Funktionen und Spezialisten für Sport sucht, wird mit den Airpods Pro bedient und vielleicht bei den Alternativen verschiedener Hersteller fündig – dabei unter Umständen besser bedient. Bei True-Wireless-Kopfhörern lohnt sich auf jeden Fall zu vergleichen: Es gibt nicht nur große Unterschiede bei der Passform und beim Klang, auch das Ladekonzept, das Pairing mit dem iPhone und die App-Unterstützung fällt von Hersteller zu Hersteller sehr unterschiedlich aus. Unter diesem Aspekt sind die Airpods (Pro) aber überlegen – beim Preis haben sie sich eher der Konkurrenz zu stellen.

Cambridge Audio Melomania Touch

Eine völlig andere Bauform als die Airpods weisen die Melomania Touch von Cambridge Audio auf. Während Apple mit den Stielen den Markt der True Wireless Systeme derart revolutionierte, dass die meisten Konkurrenten sich davon inspirieren lassen – ein paar plumpe Nachahmungen gibt es zudem – ist Cambridge Audio bei der Bauform geblieben, die vor den Airpods für völlig kabellose In-Ears üblich war: der Knopf im Ohr. Das bedeutet eine wesentlich bessere Abschirmung gegenüber Außengeräusche als sie die herkömmlichen Airpods bieten - und einen festeren Sitz. Der wiederum mag auch ein Nachteil sein, denn auf die Dauer drückt diese Bauform einfach mehr in den Ohren als die der Airpods. Um zum optimalen Klang zu kommen, müssen wir bei den Melomania Touch wieder mit den Silikonaufsätzen für die Treiber und die Earwings herumprobieren, haben aber die Auswahl zwischen drei Größen - mit jeweils zwei Paar Aufsätzen und einem Paar Earwings.

Astreiner britischer Klang. Nicht nur auf 11.
Vergrößern Astreiner britischer Klang. Nicht nur auf 11.
© Cambridge Audio

Was wir dann hören, weiß zu gefallen. Im Test der etwas anders gebauten Melomania 1 im Sommer 2019 hatten wir einen zu neutralen Sound ohne Wumms im Bass bemäkelt - dabei aber auch mit dem richtigen Sitz ein Problem gehabt. Der Bass entwickelt bei den Melomania Touch deutlich mehr Druck, aber ohne zu Wummern und dass Höhen und Mitten zu leiden hätten. Der Transparenzmodus, den man mit drei Tipps auf einen der Ohrhörer einschaltet, lässt die Musik nicht schlechter klingen - besonders viel von der Außenwelt bekommen wir aber nicht mit, Telefonieren mit den Melomania Touch ist daher auch leicht unangenehm, da wir uns vor allem über die Knochenleitung hören.

Natürlich sind wir ein paar Kilometer mit den Melomania Touch im Ohr und Musik gejoggt. Das Vergnügen war aber kein sonderlich großes, die Bauart hatte zufolge, dass bei jedem Schritt die Musik "verwischt", was vor allem bei flächigen Klängen zu spüren ist. Bleiben wir halt daheim und hören Musik auf dem Sofa - auf der Straße laufen bei beinahe völliger Abgeschiedenheit von Außengeräuschen ist ohnehin keine sonderlich gute Idee.

Cambridge Audio liefert zu den Melomania Touch noch eine App mit, die vor allem der Aktualisierung der Firmware dient und der Einstellung der Bedienung. Wobei wir hier vor allem die Möglichkeit haben, Funktionen wie Start/Stopp, Leiser/Lauter oder Vor/Zurück abzustellen. Überhaupt, so richtig werden wir mit der Bedienung per Tipp auf den Ohrhörer nicht warm. Apples Idee mit den Stielen ist keine schlechte.

Was aber das gute Hörerlebnis noch verbessert, ist der in der App mitgelieferte Fünf-Band-Equalizer. Wenn wir wollten, könnten wir den Bass weiter aufdrehen, für Rock lassen wir den aber besser in der neutralen Zone und drehen besser die unteren Mitten hoch. Sechs Presets erleichtern uns das Hören, drei weitere benutzerdefinierte könnten wir speichern.

Ein wenig unter Erwartung agiert die Funktion "Meine Ohrhörer finden": Solange wir der App erlauben, immer oder wenigstens bei Gebrauch die Ortungsfunktionen des iPhones zu nutzen, nennt sie und den letzten bekannten Standort der Ohrhörer. Wenn wir sie im Haus verlegt haben, würden wir sie aber gerne anpingen - hier ist Apple mit seinen eigenen Lösungen einfach im Vorteil.

Wer sich am Knopf im Ohr nicht stört und wirklich von der Außenwelt abgeschieden Musik hören möchte, ist mit den Melomania Touch bestens beraten. Für den Sport empfehlen wir andere Lösungen. Gefällt auch hervorragend, obwohl wir das an sich voraussetzen: Nimmt man einen der Ohrhörer aus dem Gehörgang stoppt die Musik und setzt wieder ein, wenn wir ihn wieder zurück stöpseln. Und natürlich spielt die Musik sofort los, nehmen wir die Hörer aus ihrer Ladeschachtel, die per USB-C (Kabel liegt bei) auflädt. Der Hersteller verspricht sieben Stunden ununterbrochenen Musikgenuss, das ist weit länger, als man mit Knopf im Ohr hören möchte. Im Stromsparmodus sind es gar acht, die Ladung aus der Ladeschachtel soll für insgesamt 40 Stunden ausreichen.

Cambridge Audio Melomania 1+ bei Amazon (140 Euro)

Klipsch T5 ii Sport

Klipsch ist ein Hersteller von High-End-Lautsprechern, was man den True-Wireless-Kopfhörern T5 ii Sport auch anhört. Haben wir erst einmal die richtigen Eartipps und Earwings gefunden – auch hier besteht eine große Auswahl aus je zwei Paar Tipps und je einem Paar Flügel in drei Größen – hören wir die gleiche hohe Qualität wie die unmittelbar zuvor getesteten Melomania. Vielleicht ein bisschen weniger Bass, aber immer noch ein druckvoller und runder Gesamtklang mit samtenen Mitten un klaren Höhen. Allenfalls fallen die Equalizer-Presets gegenüber denen des Melomania ein wenig ab, der Transparenzmodus lässt etwas mehr durch, was dann aber ein wenig auf Kosten des Musikklangs geht. Man kann eben nicht alles haben.

Wir haben das Sportmodell natürlich deshalb getestet, weil wir wissen wollten, ob auch in der Bauart Laufen möglich ist. Allenfalls marginal besser als bei anderen Kopfhörern der gleichen Bauart klingt die Musik bei unserem Getrampel, aber dann setzen wir uns eben ruhig auf den Fahrradergometer im Fitnesskeller (sicher fahren wir keinen Meter draußen mit derart dichten Kopfhörern. Oder überhaupt mit Kopfhörern). Die ovalen Eartipps geben uns ein recht gutes Tragegefühl, aber auch hier vermissen wir bei der Bedienung (Tipp auf den Hörer) eben die Stiele der Airpods Pro. Beim Laufen haben wir mit dieser Bauform aber ein weit besseres Gefühl, selbst die an sich ordentlich sitzenden Airpods Pro sind uns beim Joggen schon aus den Ohrwascheln geflogen.

Die wuchtige Ladehülle hat einen guten Grund.
Vergrößern Die wuchtige Ladehülle hat einen guten Grund.
© Klipsch

Was sich als eine verdammt gute Idee des Herstellers erweisen könnte: Die Ladeschachtel ist aus guten Gründen recht wuchtig. Wenn man sie öffnet, merkt man auch sofort, warum das so ist: In den Deckel eingelassenes Silikat soll nass geschwitzten Ohrhörern die Feuchtigkeit entziehen. Ansonsten verspricht die Ladehülle zu den acht Stunden Akkulaufzeit 24 weitere hinzuzugeben. Drei Farben sind verfügbar: Schwarz, Weiß und dunkelgrün, die Ladeschachtel passt dabei jeweils zur Tönung der Hörer. Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers: 230 Euro. Derzeit sind die Klipsch T5 ii Sport über den Amazon-Shop des Unternehmens nicht verfügbar, Nachschub ist aber in Kürze versprochen.

Klipsch T5 ii Sport

Soundcore Liberty Air 2 Pro

Bei seinen neuen In-Ear-Hörern hat die Anker-Tochter Soundcore vieles richtig gemacht, sich dabei an Apple orientiert, aber auch eigene Wege beschritten. Vorweg: Der Klang ist famos und für den Preis weit unter dem der Airpods Pro sind die Liberty Air 2 Pro eine Empfehlung wert. Äußerlich ähneln sie sowohl den Airpods als auch den Airpods Pro: Der etwas längere Stiel erinnert an die "Zahnbürstenköpfe" von 2016ff – nur dass eben niemand mehr darüber spottet. Die Treiber hingegen sind unter einem Silikonpassstück angebracht, hier geht Soundcore also eher in Richtung Airpods Pro.

Vier Farben, starker Sound, guter Preis
Vergrößern Vier Farben, starker Sound, guter Preis
© Soundcore

Das ist auch funktional der Fall: Denn wie die Airpods Pro bieten die neuen Soundcore Liberty Air 2 Pro nun eine aktive Unterdrückung von Umgebungsgeräuschen, Active Noise Cancelling (ANC). Dafür sollten die Hörer die Gehörgänge gut abschließen, vier paar Passstücke liegen bei – bei uns hat schon das ab Werk montierte bestens gepasst. Die Redakteurin vom Schreibtisch gegenüber bemängelt jedoch die Größe der Liberty Air 2 Pro, bei ihr wäre auch der kleinste Silikonüberzug zu groß: Die Soundcore-Hörer scheinen eher für große Ohren gedacht.

Diese staunten dann aber nicht schlecht: ANC versucht bekanntlich mit Gegenschall Außengeräusche zu eliminieren. Das funktioniert an sich nur mit niedrigen Frequenzen – Flugzeugbrummen, Bahnrattern – und geht in der Regel auf die Qualität der Musikwiedergabe. Aber überraschender Weise klingen die Liberty Air 2 Pro mit eingeschaltetem ANC besser als ohne oder gar im Transparenzmodus. Dabei funktioniert das ANC auch so, wie es sollte. Ein ausführlicher Hörtest, bei dem man der App per Tipp mitteilt, welche Töne man hört und welche nicht, stellt ein Hörprofil ein.

Während Apple der Ansicht ist, die Airpods (Pro) könnten selbst anhand ihrer Sensoren und den Algorithmen der Software den bestmöglichen Klang einstellen, lässt Soundcore in der App einige Einstellungen zu. Sowohl Transparenz- als auch ANC-Modus kennen mehrere Stufen, letzterer unterscheidet etwa zwischen "Indoor", "Outdoor" und "Verkehr". Wunderdinge sind nirgends zu erwarten, völlig still wird es nicht – was ja kein Schaden ist, hat man die Ohrstöpsel auf öffentlichen Straßen in Benutzung. Der Transparenzmodus ist bei den Airpods Pro aber deutlich besser, auch stört ein wenig die Bedienung – Druck auf den Hörer und nicht auf den Stiel – sonst müssen die Soundcore Liberty Air 2 Pro nicht zurückstecken.

Was Soundcore auch anders macht als Apple: Die In-Ears sind in vier unterschiedlichen Farben lieferbar, ein zurückhaltendes Dunkelgrau (Onyx), ein wenig auffälliges Dunkelblau (Saphirblau), ein ordentliches Silber (Titanweiß) und ein etwas schreiendes Rosé (Rosenquarz). Aber die Geschmäcker sind ja verschieden. Ein Airpod-Weiß hat Soundcore nicht nötig, statt plump das Produkt von Apple zu kopieren, baut der Hersteller selbstbewusst einen mehr als ordentlichen True Wireless Kopfhörer, der allenfalls die Konkurrenz der nächsten Airpods-Generation zu fürchten hat: Angeblich soll auch Apples Grundmodell ANC und wechselbare Passstücke bekommen.

Soundcore Liberty Air 2 Pro bei Amazon (130 Euro)

Backbeat Fit 3200: True Wireless für den Sport

Wir haben es ja ausführlich getestet: Die Airpods sind für den Sport nur bedingt geeignet. Die herkömmlichen Hörer fallen uns schon beim schnellen Gehen aus den Ohren, den Airpods Pro können wir immerhin trauen, bei mäßigem Tempo in den Gehörgängen zu bleiben. Für den Sport benötigt man in der Regel einen noch besseren und sichereren Sitz. Diesen bieten die Backbeat Fit 3200 von Plantronics mit ihren Ohrbügeln, ebenso liegen drei Paar Ohrpassstücke bei. Brillenträger haben zwar ein wenig Probleme, die Hörer richtig auf- und einzusetzen, ohne dass sich die jeweiligen Bügel in die Quere kommen.

Backbeat Fit 3200
Vergrößern Backbeat Fit 3200
© Plantronics

Wem das aber gelingt, wird mit sattem Sound und guten Klangeigenschaften beim Telefonieren belohnt. Der Bedienkomfort ist dank einer ausgeklügelten App recht ansprechend, mit einem Tipp auf einen der Hörer kann man sich beispielsweise einen Awareness-Modus einschalten oder zwischen drei EQ-Voreinstellungen wählen. Die Abschirmung nach außen ist gut, aber nicht so rigide, als dass man sich nicht mehr auf die Straße zum Laufen trauen würde. Der Preis: 149 Euro, derzeit nur beim Hersteller erhältlich .

Den ausführlichen Test lesen Sie hier

Soundcore Liberty 2 Pro: Hörtest inklusive

Unser Testcenter muss noch die finale Version der True Wireless von Soundcore testen, denn das bisher gehörte Vorserienmodell hatte eine Schwäche: Rauschen. Das sollte nun behoben sein und die Hörer können ihre Klasse ausspielen. Denn anders als etwa die Airpods Pro, die einen adaptiven Equalizer nach dem Motto bieten "Apple weiß schon, was am Besten klingt", bieten die Liberty 2 Pro nicht nur eine Reihe unterschiedlicher EQ-Presets an, sondern vermessen mit einem Test auch individuell das Gehör.

Soundcore Liberty 2 Pro
Vergrößern Soundcore Liberty 2 Pro
© Soundcore

Das hatten wir sonst nur bei den Außengeräusche abschirmenden Over-Ears gesehen, pardon, gehört, aber auch mit den True Wireless funktioniert das ganz gut, solange wir uns in einen wirklich stillen Raum zurückziehen können. Mit der Individualisierung, aber auch ohne, weiß der Klang der Liberty 2 Pro durchaus zu gefallen – und auch der Sitz lässt kaum zu wünschen übrig: Fest aber nicht drückend, kann man auch den ganzen Tag lang tragen, im Büro und beim Pendeln dorthin und wieder nach Hause. Der Preis: 150 US-Dollar .

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Plantronics Backbeat Pro 5100: True Wireless mit starkem Sitz und Klang

Für den Sport durchaus geeignet, wenn auch ohne Sicherungsbügel: Die Backbeat Pro 5100 sitzen bombenfest in den Ohren. Für manchen Geschmack vielleicht sogar zu fest, denn von der äußeren Geräuschkulisse bekommt man kaum noch etwas mit. Was vor allem beim Telefonieren irritiert: Denn selbst hört man sich praktisch nur über Knochenleitung, den Gesprächspartner aus dem Lautsprecher dafür hell und klar.

Backbeat Pro 5100
Vergrößern Backbeat Pro 5100
© Plantronics

Plantronics Backbeat Pro 5100 bei Amazon (180 Euro)

Was den Sound betrifft, spielen die Plantronics Backbeat Pro 5100 in der gleichen Liga wie die Airpods. Bei Siri muss man kleine Abstriche machen – sofern wir mit den aktuellen Modellen der Airpods vergleichen, die auf "Hey Siri!" reagieren. Andere Ohrhörer als die Apples benötigen immer noch einen manuellen Auslöser, hier eben ein langer Tipp auf einen der Hörer.  Ansonsten besteht der Unterschied in der Frage, ob Tragekomfort oder Sicherheit vor spontanem Verlust die wichtigere Rolle spielen und ob man wirklich von der Außenwelt akustisch abgeschnitten sein will. Hier machen die True-Wireless-Hörer einen sehr guten Job. Auch der Preis von 180 Euro samt Ladeschale mit Micro-USB-Buchse spielt in der Liga, in der sich Apples Airpods bewegen.

Den ausführlichen Test lesen Sie hier

Powerbeats Pro im Test: Besser als Airpods, aber nicht für alle

Vor etwas mehr als fünf Jahren hat Apple das vom Rapper Dr. Dre und dem Musikproduzenten und -manager Jimmy Iovine gegründete Unternehmen Beats übernommen. Vor allem war Cupertino am Streamingdienst Beats Music und die Köpfe dahinter interessiert – heute heißt der Service Apple Music und hat nach dem Streaming-Pionier Spotify die zweit meisten Kunden. Doch war Beats auch für seine Kopfhörer bekannt, die als besonders basslastig, aber stylish galten und immer noch gelten. Einige Zeit schien es so, als würde Apple die Marke Beats eher stiefmütterlich pflegen, aber das war nur der Schein. Denn die im Sommer herausgebrachten True Wireless Powerbeats Pro haben mit den Airpods viel gemeinsam, eben vor allem dem Chip H1, der die freihändige Aktivierung von Siri ermöglicht. Wem das Weiß der Airpods zu langweilig ist und sich auch nicht vom Schwarz anderer Hersteller überzeugen lässt, findet bei Beats immerhin einige Farbalternativen: Schwarz, Elfenbein, Moos und Marine.

Powerbeats Pro
Vergrößern Powerbeats Pro
© Macworld

Powerbeats Pro bei Amazon (250 Euro)

Unsere Kollegen der Macworld haben in ihrem Test aber auch einige Nachteile gefunden: Aufgrund ihrer Bügel mögen die Powerbeats Pro ein wenig besser in den Ohren halten, werden dadurch aber ein wenig sperrig, die Ladeschachtel passt nicht immer in die Hosentasche. Dafür blockieren sie aber auch sehr gut die Außengeräusche, zumindest im Vergleich zu den herkömmlichen Airpods. Das macht ihren Klang auch besser. Der Preis von 250 Euro liegt aber über dem der Airpods – aber vielleicht sollte man die Powerbeats Pro ja auch eher mit den neuen Airpods Pro vergleichen.

Den ausführlichen Test lesen Sie hier

Auslaufmodelle – zu günstigen Preisen

Nicht immer werden True Wireless von Generation so stark verbessert, dass man unbedingt das neueste Modell sich anschaffen sollte, einige etwas ältere Hörer sind immer noch sehr zu empfehlen, vor allem weil die Hersteller die Preise gesenkt haben.

Jabra Elite Active 65t: Intelligenter Allrounder

Der Jabra Elite Active 65t ist der Nachfolger des Sportkopfhörers Jabra Elite Active und wurde an vielen Stellen verbessert. Das fängt schon bei der Passform an. Der Vorgänger kam noch mit verschieden großen Gummiflügeln. Der neue Active 65t kommt mit fest im Gehäuse geformten Verlängerungen aus, die nach unten von den Stöpseln weggehen. Mit nur drei verschieden großen Ohrstöpseln sitzt er bombenfest. Fest genug, um damit in der Stadt zu pendeln. Das ist sicher, dank der „Hear-Through“-Funktion lässt er Umgebungsgeräusche treffsicher durch. Ausgeschaltet isoliert er sehr gut. Auch bei Anrufen – oft ein Schwachpunkt von True Wireless Hörern – macht er eine gute Figur. Mit vier Mikrofonen sorgt der 65t nicht nur dafür, dass man selbst von der Gegenseite verstanden wird, sondern auch für Windgeräuschreduzierung. So ist kein panisches Gefummel mehr notwendig, wenn ein Anruf reinkommt, sondern man kann entspannt und ohne zu Schreien sprechen – und auch das Zuhören fühlt sich natürlich an. Der Kopfhörer ist wie der Vorgänger staub- und wassergeschützt und somit im Alltag und beim Sport dauerhaft geeignet und unverwüstlich. Die Bluetooth-Verbindung gelingt dank Sprachansage einfach und hält wie der Hörer fest und unterbrechungsfrei.  

Jabra Elite 65t
Vergrößern Jabra Elite 65t
© Jabra

Auch beim Musikhören überzeugt er voll mit satten Bässen und brillanten Details. In der hervorragend ausgestatteten Jabra Sound+ App ist es möglich den Equalizer nachjustieren oder Soundeinstellungen als Preset speichern. Hier lässt sich sogar der Klang von Anrufen und wie stark die eigene Stimme zu hören ist einstellen. Der „Fokus“-Modus liefert Entspannungsklänge. Im Aktiv-Modus kommt der Bewegungssensor zum Einsatz: Der Kopfhörer kann Schritte zählen, so Workouts aufzeichnen und die Daten an die Health-App liefern. Hier stellt man auch das Verhalten der integrierten Sprachassistenten ein: Mit Alexa, Google Assistant und Siri steht die theoretisch die volle Bandbreite im Angebot, mit einem iOS-Gerät bleiben Alexa und Siri. Der Knopf, der sonst Gespräche annimmt, startet länger gedrückt dann den Assistenten und kann zum Beispiel Musik, ohne das iPhone aus der Tasche holen zu müssen, steuern, Erinnerungen erzeugen oder die Wettervorhersage abfragen – sehr praktisch!

Die Bedienung klappt sehr intuitiv durch Drucktasten in den Ohrstöpseln. Rechts kann zum Beispiel Musik gestartet und gestoppt werden. Links wird lauter und leiser geklickt. Die Feinheiten der Bedienung – sehr löblich – hält jederzeit die App in einer übersichtlichen Grafik zum Nachsehen bereit.

Der Elite Active 65t ist das Topmodell in der Sportversion und mit einem zusätzlichen Bewegungssensor für Sport-Tracking ausgestattet. Sie kostet rund 190 Euro. Wer darauf verzichten möchte, findet mit dem 65t die Alltagsversion, die ohne Sensor rund 20 Euro günstiger zu haben ist.  Auch die Akkulaufzeit von rund fünf Stunden macht ihn zum Alltagsbegleiter. Die Ladeschale hat weitere zwei Ladungen in Reserve – so kommt der Elite Active 65t insgesamt auf sehr ausdauernde 15 Stunden, bis er wieder an die USB-Tankstelle muss. Die Ladeschale kommt etwas schmucklos und ohne Magnetmechanismus in Kunststoff daher, ist aber robust, passt gut in die Hosentasche und liefert viel Power für unterwegs.

Fazit: Vor allem wer öfter mit den True-Wireless-Hörern auch telefonieren möchte, findet hier einen starken Alltagsbegleiter, der für den Dauereinsatz gemacht ist und auch in allen anderen Disziplinen überzeugt und Spaß macht. Die Preise für das Modell von 2018 sind mittlerweile auch deutlich gesunken.

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Soundcore Liberty Air 2: Features: Check, Preis-Leistung: Check

Die Soundcore Liberty Air 2 bauen auf dem starken Vorgänger auf und machen im Grunde alles richtig. Die Soundqualität überzeugt dank diamantüberzogener Audiotreiber und individuellen Klangprofilen. Die können Sie mithilfe eines Tests in der dazugehörigen App erstellen. Auch der Tragekomfort auf voller Linie. Die Liberty Air 2 sitzen etwas tiefer im Ohr als AirPods, aber nicht unangenehm. Sie fallen selbst bei sportlichen Aktivitäten nicht heraus, auch dank fünf verschiedenen Earplugs.

Im Lieferumfang ist alles wichtige enthalten.
Vergrößern Im Lieferumfang ist alles wichtige enthalten.

Die Ladehülle unterstützt drahtloses Laden und hält insgesamt gut 25 Stunden Musikwiedergabe bereit. Sechs Stunden können Sie alleine mit einer Ladung der Kopfhörer hören.

Die Soundcore Liberty Air 2 kommen mit allen wichtigen Features und einer guten Soundqualität, während der Preis (130 Euro, Stand 21.01.20) unter vergleichbar ausgestatteten Kopfhörern liegt.  Alle weiteren Details erfahren Sie in unserem ausführlichen Test.

Soundcore Liberty Air 2 günstig bei Amazon (90 €)

JBL Free: Solider Einsteiger

Der JBL Free kommt in einem robusten runden Ladecase. Dank halb transparentem Deckel aus verdunkeltem Kunststoff zeigt es, auch wenn es geschlossen ist, die LEDs für den Ladezustand. Hier kann der Free sich sehen lassen: Dabei stecken bis zu vier Stunden Laufzeit im Kopfhörer selbst, weitere 20 Stunden hält die Ladeschale bereit. Eine Schnellladefunktion sorgt nach 15 Minuten für eine weitere Stunde Musik. Für optimalen Sitz werden nicht nur drei Silikonstöpsel mitgeliefert, der Kopfhörer selbst lässt sich noch mit Gelkappen überziehen, die für sicheren Sitz sorgen sollen. Damit und seinem Spritzwasser-zertifiziertem Design (IPX5) ist er prima für schweißtreibende Aktivitäten wie Jogging, sowie als Begleiter für den ganzen Tag geeignet, ohne dass man sich Sorgen über seine Langlebigkeit machen müsste. Die Gelkappen verbessern etwas den Halt und Sitz bei Bewegungen, etwa Cardio-Training.

Das Telefonieren mit True-Wireless-Kopfhörern fühlt sich manchmal etwas unnatürlich an. Daher wechselt der Free automatisch in einen Mono-Modus, der sich angenehm gewohnt anfühlt, ohne dass man einen Kopfhörer aus dem Ohr holen muss. Bei der Bedienung werden beim Free die Tasten nicht nur berührt, sondern wirklich gedrückt. Das sorgt zwar für etwas unangenehmes Klicken im Ohr, aber dafür selten für Verwirrung, ob die Taste jetzt gedrückt wurde oder nicht. Links steuert Play / Pause, rechts Vor- und Zurück bei Songs. Schade ist nur die fehlende Lautstärkensteuerung. Die ist mit dem Free nur direkt am iPhone möglich.

Klanglich zeigt sich der Free solide mit einem soliden Bass, dynamischen Klang in der typischen JBL-Qualität. Es gibt besseren Sound, etwa beim Beoplay E8 2.0 oder dem Jabra Elite Active 65t, dafür ist der JBL Free mit rund 130 Euro preislich etwas günstiger.

Fazit: Mit dem Free ist JBL ein günstiger True Wireless Kopfhörer gelungen, der beim Telefonieren die Konkurrenz schlägt und sonst vor allem ein Preis/-Leistungstipp in unserer Auswahl ist.

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Lesen Sie auch: Die besten In-Ear-Kopfhörer mit Bluetooth und Kabel

Jaybird Run: Starker Trainingspartner

Das Ladeetui des Jaybird Run ist eine schmucklose, schwarze Kunststoff-Pille. Immerhin zeigt sie mit blinkender LED auch nach außen, wann sie voll geladen ist. Für sicheren Sitz und optimalen Sound werden 4 paar Ohrstöpsel (je zwei in runder Form, zwei oval) und zusätzlich noch drei Paar Gummiflügel mitgeliefert. Hier lohnt sich etwas Experimentieren. So sorgen die ovalen Gummis für starken Bass-Klang, der ohne Feintuning etwas an den Sound erinnert, für den Beats berühmt wurde. Mit den Runden fällt der Bass etwas dezenter aus.

Jaybird Run
Vergrößern Jaybird Run
© Logitech

Für Läufer und Workouts passt nicht nur der satte Bass perfekt, sondern auch die Tatsache, dass die JayBirds schweißbeständig und wasserfest sind. Die Kopfhörer sitzen wirklich bombenfest im Ohr und halten auch lange Läufe aus, ohne verloren zu gehen. Dafür kann der stramme Sitz bei längerem Tragen etwas unangenehm werden – was sich allerdings durch Tausch der Gummiflügel-Aufsätze nach den Vorlieben anpassen lässt.

Deutlich mehr als die Konkurrenz hat sich Jaybird bei seiner Sound-App einfallen lassen. Diese hilft nicht nur mit einer cleveren Foto-Funktion dabei, die richtigen Aufsätze für den Kopfhörer zu finden, sondern bietet Podcasts und Playlists für den nächsten Workout. Daneben zeigt die App präzise den Ladezustand der beiden Kopfhörer. 4 Stunden halten sie alleine durch, bis zu 8 mit dem Ladecase. Die Schnelladefunktion sorgt in fünf Minuten für eine weitere Stunde Musik.

Unter „Profil“ lässt sich nicht nur eine persönliche Soundeinstellung erstellen, sondern es ist auch möglich sie mit der Community zu tauschen. Die App macht sehr präzises Einstellen des Sounds mit einer Klangkurve möglich. Die „Find my Buds“-Funktion findet ähnlich wie „Wo ist?“ per Ortung die irgendwo vergessenen Kopfhörer. Klasse ist auch die Erklärung der Bedienelemente in der App. Das würde jedem True Wireless-Kopfhörer guttun, da man die Details schon nach ein paar Tagen gerne wieder vergisst. Beim Jaybird wird auch nicht nur berührt – was bei einem Sport / Laufkopfhörer durchaus sinnvoll ist – aber das Drücken fällt hier schon etwas heftig aus. Bei der Bedienung hilft die englische Stimme der Assistentin – die sich auf Wunsch auch per App abschalten lässt. Praktisch ist hier, dass sich per App auch die Bedienung umschalten lässt. Wer auf Siri verzichten kann, kann statt Musik starten und zu stoppen auch mit linken und rechtem Kopfhörer die Lautstärke regeln – allerdings muss man sich zwischen den beiden Varianten entscheiden und bekommt nicht Musiksteuerung und Lautstärke gleichzeitig wie beim Beoplay E8 2.0.

Fazit: Die Jaybird Run machen mit extrem sicherem Sitz, Schweißresistenz und vielfältigen Einstellmöglichkeiten in der App vor allem als Trainingspartner eine gute Figur.

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