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So funktioniert Markdown

13.02.2015 | 10:26 Uhr |

Markdown

Einer der wichtigsten Einsatzzwecke für Texteditoren ist das Schreiben von Inhalten für Websites, Blogs und andere Internet-Verwendungen. Um den Text passend zu formatieren, müsste man theoretisch HTML-Code schreiben, doch dazu gibt es Alternativen in Form einiger Auszeichnungssprachen, von denen Markdown wohl die populärste ist.

Markdown ist deshalb so praktisch, weil man sehr einfach Textformatierungen einfügen kann, ohne dass der Text wie ein typischer Quelltext aussieht und dadurch unlesbar würde. So markiert ein doppelter Zeilenschalter einen Absatz, ein „*“ oder eine Ziffer am Anfang einer Zeile einen Punkt in einer Liste, und ein oder mehrere Doppelkreuze („#“) markieren Überschriften. Importiert man so geschriebene Texte in Blogs und dergleichen, werden Texte automatisch interpretiert und in „echtes“ HTML übersetzt.

Viele Editoren für das iPad bieten umfassende Unterstützung für Markdown-Texte. Dazu gehört zunächst eine Layout-Vorschau, die bei Editorial besonders leicht durch simples Wischen, bei anderen Apps per Menü erreichbar ist. Manche Apps exportieren Texte direkt an Blog-Dienste, und fast alle können den formatierten Text auch als Mail verschicken – nicht nur als Anhang, sondern direkt als formatierten (HTML-)Textinhalt, sodass sich endlich auch vom iPad aus besser gestaltete Mails verschicken lassen.

Was leider nicht jeder Markdown-Editor beherrscht, ist allerdings der Export von Inhalten als HTML-Code, den man überall da brauchen kann, wo die empfangende Software Markdown eben nicht beherrscht. Ebenfalls selten findet sich die Fähigkeit, PDFs oder andere Dateiformate zu generieren.

Editor’s Choice: Byword

Eines wurde uns beim Ausprobieren der verschiedenen Editoren schnell klar: Viel mehr als funktionale Vielfalt und umfassende Möglichkeiten zählt bei Editoren der Geschmack und die Bedienung. Kommt man mit der Tastatur klar? Ist alles dabei, was man braucht?

Dokumentieren wir einmal den diesmal wirklich nicht einfachen Entscheidungsweg: Markdown-Unterstützung ist eine prima Sache – eben nicht nur für Blogger, sondern für jeden, der zumindest etwas Formatierung in seinen Texten möchte und dabei auch auf dem Rechner lieber die Tas­tatur als Maus und Menüs benutzt. Damit scheiden unter den fünf Apps, die am Ende in die engere Wahl kamen, die genial einfache Notiz-App Daedalus Touch und das ansonsten mächtige Textkraft schon mal aus, bleiben aber gute Alternativen für reine Textarbeiter.

Danach entscheidet dann eben wirklich der Geschmack: Editorial gibt sich extrem mächtig – bis hin zu Workflows, die sich mit der Skript-Sprache Python programmieren und nutzen lassen. Doch auf der Tastatur vermissten wir schnell die bei anderen Apps so nützlichen Cursortas­ten zum Navigieren. Und so blieben nur noch zwei: iA Writer unterlag am Ende nur knapp, denn schließlich machte das schon seit Langem bekannte Byword das Rennen, weil es simpler und stringenter zu bedienen ist, vor allem bei der Verwaltung von Dateien, die sich auch als PDFs oder HTML-Quelltexte exportieren lassen.

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